Kyle Larson triumphiert im Zockerviertel: Sieg-Premiere in der Wüste
NASCAR-Champion Kyle Larson bezwang die Nachwuchselite der NASCAR O’Reilly Series in Las Vegas – Der Cup-Star setzte sich in der Schlussphase gegen die Konkurrenz durch
Kyle Larson hat sich am Samstagabend auf dem Las Vegas Motor Speedway gegen die Konkurrenz durchgesetzt und den fünften Lauf der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series 2026 gewonnen. Der Kalifornier sicherte sich in seinem ersten Saisonstart in der Serie den 18. Karrieresieg, nachdem er nach dem entscheidenden Restart in Runde 154 die Führung übernommen und das Feld im Chevrolet mit der Startnummer 88 von JR Motorsports dominiert hatte.
Hinter ihm rettete sich Chase Briscoe nach einer Mauerberührung als Zweiter ins Ziel, während Sheldon Creed das Podium komplettierte. Damit bleibt die Serie auch im fünften Rennen extrem abwechslungsreich, da Larson der fünfte unterschiedliche Sieger des Jahres ist.
Hier gibt es die offiziellen Highlights des Rennens auf YouTube
Egal in welcher Serie der Champion antritt, der Asphalt von Las Vegas scheint Kyle Larson zu liegen. Nach drei Cup-Erfolgen und nun zwei Triumphen in der O’Reilly-Serie bewies er erneut sein Gespür für die Ideallinie im Glücksspielparadies.
Larson lauerte beim letzten Restart auf Rang sieben und fackelte nicht lange, um sich durch den Verkehr an die Spitze zu pflügen. Am Ende überquerte er die Ziellinie mit einem komfortablen Vorsprung von 2,557 Sekunden auf seine Verfolger.
Trotz der Dominanz in der Schlussphase gab Larson zu, dass der Sieg kein Selbstläufer war. „Ich war ein bisschen nervös“, gestand der Sieger mit Blick auf den finalen Run. Er habe beobachtet, wie Creed und Briscoe auf der oberen Linie attackierten, was ihm selbst jedoch kein gutes Gefühl vermittelte. Letztlich sei die Clean-Air an der Spitze der entscheidende Faktor gewesen, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Briscoe lieferte derweil eine beeindruckende Aufholjagd ab, nachdem er zuvor unsanft die Außenmauer touchiert hatte. Ein daraus resultierender Reifenschaden schien seine Siegchancen zunächst zu begraben, doch Briscoe kämpfte sich verbissen zurück.
Der Gibbs-Pilot nahm die Schuld für den Zwischenfall jedoch sportlich auf die eigene Kappe. Er betonte, dass es kein Pech, sondern ein eigener Fahrfehler gewesen sei, der ihn in Streckenbegrenzung getrieben habe.
Das Rennen war geprägt von harten Bandagen und taktischen Rückschlägen, wie sie Jesse Love schmerzhaft erfahren musste. Love führte 36 Runden lang und verließ die Box nach dem Stopp in Runde 120 als Führender, wurde dann aber durch eine Strafe weit zurückgeworfen.
Ein Besatzungsmitglied war während des Stopps über die Mauer gestürzt, was Love bis auf Rang 32 verbannte. Sein sechster Platz im Ziel unterstrich jedoch das enorme Potenzial seines Wagens an diesem Abend.
Auch für Creed verlief der Weg auf Rang drei nicht ohne Nebengeräusche. In Runde 148 geriet er im Kampf um den zweiten Platz mit Taylor Gray aneinander, dessen Toyota nach einem Stoß von Creeds Stoßstange in die Mauer von Turn 3 einschlug.
Creed zeigte sich nach dem Rennen reumütig über die Aktion. Er gab zu, dass er Gray mehr Platz hätte lassen können und diese Art des Rennfahrens eigentlich nicht sein Stil sei.
Während Larson den Pokal stemmte, baute Justin Allgaier seine Tabellenführung weiter aus. Allgaier sammelte mit 48 Führungsrunden die meisten Meilen an der Spitze und sicherte sich zudem die Siege in den ersten beiden Stages.
In der Gesamtwertung liegt er nun mit 13 Punkten Vorsprung vor Jesse Love. Connor Zilisch und Corey Day komplettierten das starke Mannschaftsergebnis von JR Motorsports mit den Plätzen sieben und acht.
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





