NASCAR-Comeback mal anders: RAM sucht den letzten Kaulig-Piloten per Reality-TV

NASCAR-Comeback mal anders: RAM sucht den letzten Kaulig-Piloten per Reality-TV
Foto: NASCAR Media

RAM und Kaulig Racing werden per Reality-Show einen Fahrer für ihr NASCAR-Truck-Programm suchen – 15 Talente sind dabei

RAM und Kaulig Racing gehen bei der Rückkehr der Marke in die NASCAR Craftsman Truck Series einen ungewöhnlichen Weg: Der Fahrer des fünften und letzten Stammcockpits für die Saison 2026 wird nicht am Verhandlungstisch, sondern in einer TV-Show ermittelt. Ab dem 25. Januar kämpfen 15 Talente in der Reality-Serie „Race for the Seat“ auf FOX und YouTube um das Lenkrad der Startnummer 14.

Das Format, das unter dem Motto „15 Fahrer. Zehn Challenges. Ein Cockpit“ steht, erinnert stark an „The Ultimate Fighter“ aus der UFC – und das ist kein Zufall. UFC-Chef Dana White fungiert gemeinsam mit Thrill Sports Productions als ausführender Produzent der Serie. Der Sieger des Wettbewerbs erhält einen Vertrag für die volle Saison 2026 im RAM 1500 von Kaulig Racing und wird Teamkollege von den bereits bestätigten Piloten Brenden Queen, Daniel Dye und Justin Haley.

Für RAM-CEO Tim Kuniskis ist dieser unkonventionelle Ansatz genau das, was die Marke bei ihrem Comeback in den Sport im Sinn hat. „Wir haben versprochen, dass RAM die NASCAR anders angehen würde – und ‚Race For The Seat‘ ist der Beweis“, wird Kuniskis zitiert. Er betont, dass im Motorsport oft mehr als nur Geschwindigkeit zählt: „Manchmal reicht rohes Talent nicht aus. Viele erfolgreiche Karrieren beginnen mit einer Gelegenheit, einem glücklichen Zufall – oder in meinem Fall, einem guten altmodischen Tritt in den Hintern.“

White sieht in dem Format vor allem eine Chance für den Nachwuchs, sich im Rampenlicht zu beweisen. „Bei dieser Reality-Show geht es darum, aufstrebende Fahrer zu finden und ihnen eine riesige Plattform zu bieten“, erklärt der UFC-Boss. 

Seine Philosophie für den Wettkampf ist dabei simpel und brutal zugleich: „In dieser Art von Wettbewerb setzen sich immer die Besten durch. Wir werden die nächste Generation von Superstars für die NASCAR Truck Series finden.“

Die Dreharbeiten fanden bereits im vergangenen Jahr auf Strecken wie dem Virginia International Raceway und dem South Boston Speedway statt. Dabei mussten sich die Kandidaten nicht nur auf dem Asphalt beweisen, sondern lebten – ganz im Stil klassischer Reality-Formate – zusammen in einem Haus, abgeschottet von der Außenwelt ohne Handys oder Internetzugang. 

Neben den fahrerischen Fähigkeiten sollen so auch die mentale Stärke und der Charakter der Bewerber auf den Prüfstand gestellt werden.

Die Ausstrahlung beginnt am Sonntag, den 25. Januar, um 12:00 Uhr US-Ostküstenzeit auf FOX. Weitere Episoden werden bis zum 6. Februar auf dem offiziellen YouTube-Kanal von RAM veröffentlicht. Der Gewinner wird dann pünktlich zum Saisonauftakt am 13. Februar auf dem Daytona International Speedway im Auto sitzen.

Das Kaulig-RAM-Projekt nimmt damit immer konkretere Formen an. Neben dem Reality-Truck und den drei festen Größen Queen, Dye und Haley wird das Team noch einen fünften Truck mit der Nummer 25 einsetzen. Dieser fungiert als „Free Agent“-Fahrzeug für wechselnde Gaststarter, wobei die Besetzung hierfür erst kurz vor den jeweiligen Rennen bekanntgegeben werden soll. 

Wer das Cockpit der Nummer 14 ergattert hat, bleibt bis zum Finale der Show ein streng gehütetes Geheimnis – auch wenn in den sozialen Medien bereits erste Gerüchte über den möglichen Sieger kursieren.

Autor(en)

Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
Facebook
X (Twitter)
YouTube
Instagram