Palou und Laguna Seca: Gelbphasen und Reifen‑Poker sichern den achten Sieg

Palou und Laguna Seca: Gelbphasen und Reifen‑Poker sichern den achten Sieg
Penske Entertainment: Travis Hinkle

Alex Palou sicherte sich seinen achten Saisonsieg und blieb dabei erneut ungeschlagen – Späte Gelbphasen und cleveres Reifenmanagement sicherten ihm weitere Punkte Vorsprung in der Meisterschaft

Laguna Seca dürfte zu den Lieblingsstrecken von Alex Palou gehören. Nicht nur, weil er sich hier 2025 seinen achten Saisonsieg holte, sondern auch, weil er in drei der vergangenen vier Läufe hier gewonnen hat. Mit einem Schnitt von Platz 1,6 hat der Spanier auf dem kalifornischen Kurs noch nie das Podium verpasst.

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„Ich liebe diese Strecke und genieße jede einzelne Runde. Selbst die In‑Laps und Out‑Laps genieße ich – jede Runde, die ich hier mit irgendeinem Auto drehe. Ich mag zwar auch viele andere Kurse, aber nirgends habe ich so viel Spaß wie hier.“

Durch seinen erneuten Erfolg baute Palou den Vorsprung in der Meisterschaft auf Pato O’Ward auf 120 Punkte aus. O’Ward ist der Einzige, der ihm den Titel theoretisch noch streitig machen kann.

“120 Punkte – das ist ein ordentliches Brett, aber rechnerisch immer noch möglich“, so O’Ward. “Ist es wahrscheinlich? Eher nicht, doch wir werden weiter pushen. Das ist die höchste Zahl an Podestplätzen, die das Team je erreicht hat. Für uns war der Monat ohnehin unglaublich: zwei Siege, drei Top‑Fünf‑Ergebnisse – wir waren nie schlechter als Fünfter.”

Bei noch drei ausstehenden Saisonläufen bräuchte O’Ward allerdings ein kleines Wunder: Palou dürfte in allen drei Rennen keine Punkte holen, während O’Ward mindestens zwei davon gewinnen und im dritten Lauf mindestens Zehnter werden müsste.

Penske Entertainment: Travis Hinkle

Späte Gelbphasen spielten Palou in die Karten

Fünfmal musste auf dem WeatherTech Raceway die gelbe Flagge geschwenkt werden, die erste bereits nach einer turbulenten Startrunde: Nachdem Conor Daly und Robert Schwarzman in Kurve 3 neben die Strecke gerieten, kollidierten Kyffin Simpson und Felix Rosenqvist beim Anbremsen auf Kurve 6.

Während einer der fünf Full-Course-Yellows übernahm Vollzeit-Rookie Nolan Siegel elf Runden lang die Führung, weil er nicht in die Box fuhr. Ansonsten bestimmte Palou das Tempo.

“Ehrlich gesagt habe ich mich am Ende gar nicht so wohl gefühlt – es war hart, vor allem mit den späten Restarts und wegen der Reifen. Wir sind mit den besten Reifen gestartet und wussten, dass wir zum Schluss durchhalten müssen“, so Palou.

Die späten Cautions halfen dem achtmaligen Saisonsieger, die weichere Alternativmischung über die Distanz zu bringen: „Diese Gelbphasen haben zwar den Vorsprung gekostet, aber sie halfen uns, mit den gebrauchten Alternativreifen durchzuhalten. Das Auto hatte heute enorm viel Pace, und wir konnten die Reifen gut managen.“

Palou kann bereits beim nächsten Lauf, in Portland, am 10. August, vorzeitig seinen Titel eintüten. O’Ward hingegen benötigt mindestens zwei Siege, um die Entscheidung bis zum Finale offen zu halten – und muss zugleich darauf hoffen, dass Palou patzt.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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