Rookie-Fehler in St. Pete: Sting Ray Robb spricht über den Schumacher-Crash

Rookie-Fehler in St. Pete: Sting Ray Robb spricht über den Schumacher-Crash
Foto: Penske Entertainment: Joe Skibinski

Sting Ray Robb räumte beim IndyCar-Auftakt in St. Petersburg Mick Schumacher und Santino Ferrucci ab – Jetzt spricht der junge Fahrer

Der Saisonauftakt der IndyCar-Serie in St. Petersburg endete für Mick Schumacher bereits in der ersten Runde in den Reifenstapeln, nachdem Sting Ray Robb mit einem völlig optimistischen Bremsmanöver in Kurve 1 sowohl den RRL-Pilot als auch Santini Ferrucci ins Verderben riss.

Der Juncos-Hollinger-Pilot verschätzte sich beim Anbremsen massiv, stach innen in eine nicht vorhandene Lücke und erwischte dabei sowohl den deutschen Debütanten als auch Santino Ferrucci. Die Rennleitung belegte Robb mit einer 30-Sekunden-Strafe, doch was führte zu dem Blackout des 24-Jährigen?

Robb selbst wirkte nach der Kollision regelrecht konsterniert und konnte keine schlüssige Erklärung für seinen Verbremser liefern. „Ich muss erst noch genau hinschauen, was da eigentlich passiert ist“, gab der US-Amerikaner zu Protokoll, der das Rennen nach einer langen Reparaturpause weit abgeschlagen beendete.

Ein technischer Defekt an der Bremsanlage scheint ausgeschlossen, da der Bolide den Rest der Distanz ohne weitere Probleme absolvierte.

Die Reue des Verursachers galt dabei vor allem den Leidtragenden der Startkollision, die keine Chance hatten, dem einschießenden Juncos-Wagen auszuweichen.

„Es tut mir extrem leid für die Crews der Startnummern 47 und 14“, erklärte Robb in Bezug auf Schumacher und Ferrucci. Es fühle sich einfach schlecht an, das Aus anderer Piloten verursacht zu haben, vor allem weil er in der ersten Runde eigentlich nur unbeschadet über die Runden kommen wollte.

Trotz der Entschuldigungen weht Robb im IndyCar-Fahrerlager ein scharfer Wind entgegen, da die Aktion wie ein klassischer Anfängerfehler wirkte.

„Ich habe die Strafe wahrscheinlich verdient, ja“, gestand er ein, während er sich wünschte, stattdessen in der Führungsrunde um Positionen gekämpft zu haben. Die Pace seines Autos sei später eigentlich ordentlich gewesen, doch zu diesem Zeitpunkt war das Rennen der Konkurrenten bereits ruiniert.

Besonders bitter stieß das Manöver bei Ferrucci auf, der mit gewohnt deutlicher Kritik nicht hinter dem Berg hielt. Mick Schumacher blieb bei seinem ersten Auftritt in der US-Serie zwar diplomatisch, verlor durch den Zwischenfall jedoch wertvolle Kilometer für seine Lernkurve in der IndyCar-Serie.

Auch innerhalb des eigenen Teams scheint es ebenfalls zu brodeln, da Teamchef Dave O’Neil ihn in seiner offiziellen Mitteilung nach dem Rennen nicht einmal erwähnte. Das Team konzentrierte sich auf Rinus VeeKay und widmete dessen Teamkollegen nur wenige Sätze.

Die Fans in den sozialen Medien gingen derweil noch härter mit dem Piloten ins Gericht, dessen Ruf als reiner Bezahlfahrer durch solche Aktionen weiter gefestigt wird. Viele forderten nach dem kopflosen Manöver Konsequenzen, da Robb bereits in der Vergangenheit durch mangelnde Konstanz aufgefallen war.

Für ihn und die anderen Beteiligten bietet sich jedoch bereits am kommenden Samstag beim Ovalrennen in Phoenix die Chance, diese Schmach von St. Petersburg vergessen zu machen.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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