Ruben Garcia Jr. beendet Durststrecke beim Krimi in San Luis Potosi

Ruben Garcia Jr. beendet Durststrecke beim Krimi in San Luis Potosi
Foto: NASCAR Mexico Series

Ruben Garcia Jr. gewann den Saisonauftakt der NASCAR Mexico Series 2026 in Zaragoza – Das Ovalrennen war durch zahlreiche Gelbphasen geprägt

Ruben Garcia Jr. hat am Wochenende den Saisonauftakt der NASCAR Mexico Series 2026 im Oval von Zaragoza für sich entschieden. Der Pilot von Team GP dominierte die Anfangsphase sowie das dramatische Finale der Potosina 200 und sicherte sich in einem von zahlreichen Gelbphasen geprägten Rennen seinen insgesamt 27. Karrieresieg. Hinter dem Routinier erkämpfte sich Eloy Sebastian Lopez in einem Foto-Finish den zweiten Platz vor Rodrigo Rejon.

Der Erfolg in San Luis Potosi markiert für Garcia Jr. weit mehr als nur einen statistischen Eintrag in den Geschichtsbüchern. Es war sein siebter Triumph auf dieser speziellen Strecke, der nach einer für ihn ungewohnt langen Durststrecke erfolgte. Das Rennen selbst endete aufgrund der vielen Unterbrechungen vorzeitig durch das Erreichen des Zeitlimits, was die Intensität auf der Strecke nur noch weiter verschärfte.

„Das vergangene Jahr war für uns alle sehr hart, auch für mich persönlich“, gestand ein sichtlich erleichterter Garcia Jr. nach dem Überfahren der Ziellinie. Wenn er als Pilot in dieser Serie auf diesem Level fährt und für Team GP antritt, wird schlichtweg erwartet, dass er jedes Jahr gewinnt. Dieser Erwartungsdruck lastete schwer auf den Schultern des Teams, bis der Knoten nun endlich platzte.

Die sieglose Zeit zwang die gesamte Mannschaft dazu, die eigenen Prozesse kritisch zu hinterfragen und hart an sich zu arbeiten. „Diese Flaute hat uns dazu gebracht, in den Spiegel zu schauen, und ich bin extrem stolz auf jeden Einzelnen im Team“, erklärte der Sieger weiter. Der Rennstall habe in der Winterpause unermüdlich geschuftet, um pünktlich zum Saisonstart wieder in der Spur zu sein.

Der Weg zum Sieg war jedoch kein Spaziergang, da Garcia Jr. im Getümmel zeitweise Boden verlor und sich wieder nach vorne kämpfen musste. „Es gab Momente in diesem Rennen, in denen wir zurückgefallen sind, aber wir haben uns einfach neu sortiert“, beschrieb er die Achterbahnfahrt auf dem Oval. Jede sich bietende Lücke wurde konsequent genutzt, um das Auto mit der Startnummer 88 wieder an die Spitze zu bringen.

Während Garcia Jr. feierte, lieferten sich die Verfolger einen erbitterten Kampf um die verbleibenden Podestplätze. Lopez bewies dabei Nerven aus Stahl und behielt in einem chaotischen Finale den Überblick. Er lauerte rundenlang in Schlagdistanz, bevor er in der allerletzten Runde an Rejon und Max Gutierrez vorbeizog, um sich den Silberrang zu schnappen.

Lopez gab zu, dass er trotz seines vierten Startplatzes nicht genau wusste, was ihn im Rennen erwarten würde. Er habe versucht, einen kühlen Kopf zu bewahren und erst im entscheidenden Moment zum Angriff überzugehen. Für ihn standen vor allem die wichtigen Punkte im Hinblick auf den in Mexiko eingeführten „Chase“ im Vordergrund, die er durch sein taktisches Manöver sicherstellte.

Rejon hingegen konnte seinen Frust über den verpassten Sieg kaum verbergen, obwohl er als Dritter auf dem Podium stand. „Einen Moment lang dachte ich, ich hätte das Ding in der Tasche, da ich über weite Strecken des Rennens um den Sieg gekämpft habe“, bilanzierte er enttäuscht. Der Blick richtet sich für ihn nun bereits auf das nächste Rennen in Chiapas, wo er die Revanche sucht.

Das Re-Live des gesamten Rennens gibt es hier auf YouTube

Hinter dem Führungstrio komplettierten Gutierrez und Ruben Rovelo die Top 5 in einem Rennen, das den Fahrern physisch und mental alles abverlangte. Die hohe Dichte an Gelbphasen sorgte dafür, dass das Feld immer wieder zusammengeschoben wurde und kein Pilot sich entscheidend absetzen konnte. Am Ende war es die Erfahrung von Garcia Jr., die den Ausschlag gab und eine lange Leidenszeit beendete.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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