Sweep in der V8 Oval Series: Nigel Stegmeijer dominiert Auftakt auf dem Raceway Venray

Sweep in der V8 Oval Series: Nigel Stegmeijer dominiert Auftakt auf dem Raceway Venray
Foto: Frank Reipen / Leadlap.de

Nigel Stegmeijer ist der Mann der Stunde in der V8 Oval Series auf dem Raceway Venray – Der Niederländer gewann beim Saisonauftakt alle drei Rennen

Es war ein Ausrufezeichen, das die Konkurrenz sicher aufhorchen lassen wird: Nigel Stegmeijer startete mit einem perfekten Sweep in die V8 Oval Series 2026 auf dem Raceway Venray, indem er alle drei Läufe der Late-Model-Klasse auf dem Halbmeilen-Oval gewann. Zwar profitierte er von einer guten Startposition im Reversed-Grid, dennoch war seine Pace schon jetzt außergewöhnlich stark.

In der V8 Oval Series wird in Gruppen gestartet, wobei die besten Fahrer auf Basis des aktuellen Meisterschaftsstandes von hinten starten. Beim Auftakt bilden die Leistungen des Vorjahres das Fundament. Schon 2025 sorgte der junge Rennfahrer für Furore, da er aber noch keine volle Saison bestritten hatte, durfte er sich in die zweite Startgruppe einsortieren.

13 Fahrzeuge waren am Ostermontag auf der Strecke, Stegmeijer nahm den ersten Vorlauf von Platz vier auf. Er arbeitete sich an Patrick Heckhausen und Freek Hammink vorbei und gewann das Rennen nach 25 Runden mit 1,282 Sekunden Vorsprung auf den aktuellen Meister Esten Coumans. Dahinter fuhr Philipp Bachor aus Wattenscheid, der schon im Freien Training ein gutes Tempo hatte, auf Platz drei ein starkes Ergebnis ein, während Heckhausen hinter Thomas Pourrain und Hammink Sechster wurde.

Zur Erklärung: Im zweiten Vorlauf wird die Aufstellung innerhalb der jeweiligen Startgruppe umgekehrt. Stegmeijer hatte im zweiten Heat von Startplatz sechs aus mehr Arbeit zu tun. Doch das hinderte den Fahrer der Startnummer 79 nicht daran, dem Lauf seinen Stempel aufzudrücken. Ohne echte Konkurrenz fuhr er mit einem Vorsprung von 3,739 Sekunden auf Bachor ins Ziel, obwohl es nach einem Dreher von Pourrain zu einer Gelbphase kam und das Feld zusammengepfercht wurde.

Auch im Finale über 30 Runden hatte der Niederländer alles im Griff: Von Platz vier in der zweiten Gruppe stürmte Stegmeijer an die Spitze, überrundete sogar Tino van Dijk auf Rang fünf und krönte sein perfektes Wochenende mit einem Vorsprung von 6,330 Sekunden auf Meister Coumans. Jeffrey Hageman wurde Dritter, Hammink und van Dijk rundeten die Top 5 ab, wohingegen Bachor mit technischen Problemen auf Platz acht Schadensbegrenzung betrieb.

Foto: Frank Reipen / Leadlap.de

„Ich freue mich riesig über die großartigen Ergebnisse heute“, so Stegmeijer gegenüber Leadlap.de. „Das Team hat über den Winter hart gearbeitet, um das Auto rechtzeitig fertigzustellen. Dass es auf Anhieb so schnell ist, ist einfach fantastisch. Wir sind extrem glücklich mit diesem Saisonauftakt und hoffen, dieses Tempo beizubehalten, auch wenn wir weiter hinten mit Esten und Jeffrey starten müssen.“

Das ist die Krux: Mit der maximalen Punkteausbeute von 55 Punkten (jeweils 15 Punkte für die Siege in den Heats und 25 Punkte für den Sieg im Finale) liegt Stegmeijer auf Platz eins der Gesamtwertung, weshalb er am zweiten Renntag am Pfingstmontag in der letzten Startgruppe stehen wird. Coumans liegt mit 46 Punkten auf Platz zwei, gefolgt von Bachor mit 40 Zählern auf Rang drei.

In der V8 Oval Series fahren zwei Fahrzeugtypen: Die Lefthander, also typische asymmetrisch aufgebaute US-Late-Models, und die ASCAR, symmetrische Fahrzeuge mit Wurzeln in Großbritannien. Die Lefthander-Boliden dominierten den Renntag. In der ASCAR-Wertung holte Hammink (Platz vier in der Gesamtwertung) vor Darragh Adriaenssens und Jentsen Adriaenssens den Tagessieg.

Heckhausen aus Krefeld hatte nach seinem soliden sechsten Platz mit technischen Problemen an seiner Startnummer 88 zu kämpfen. Zündaussetzer und ein mutmaßlicher Motorschaden zwangen den Deutschen im zweiten Heat und im Finale zur Aufgabe. Auch der Brite Colin White musste aufgrund von technischen Problemen vorzeitig die Segel streichen. Der nächste Renntag der V8 Oval Series findet am 25. Mai (Pfingstmontag) statt.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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