Erster Stockcar-F2-Test: Jaime Lee Hoeboer „schneller als erwartet“
Jaime Lee Hoeboer hat sich für die Autospeedway-Saison 2026 einen Stockcar F2 zugelegt – Der Deutsche hat in Lelystad seinen ersten Test absolviert
Vom Formelauto in ein Stockcar F2: Jaime Lee Hoeboer hat für die Autospeedway-Saison 2026 große Pläne. Gemeinsam mit seinem Vater Franz hat er im Winter sein neues Gefährt für die Saison vorbereitet. Auf dem Midland Circuit Lelystad drehte er seine ersten Runden im Oval und dank seiner Erfahrung in der Formula Free fand er gleich die Pace, um mit den etablierten Fahrern mitzuhalten.
„Meine ersten Eindrücke von gestern sind auf jeden Fall unfassbar positiv; ich bin richtig zufrieden“, sagt Hoeboer gegenüber Leadlap.de. „Ich konnte sofort das Tempo mitgehen und habe mich auf der Strecke nicht wie ein Anfänger angestellt, worauf ich sehr stolz bin.“
Onboards auf YouTube: Der erste Test von Jaime Lee Hoeboer
„Auch mit dem Auto kam ich von Beginn an super klar“, so der Autospeedway-Fahrer der nächsten Generation weiter. „Im ersten Training war ich zwar noch etwas nervös und fand es schwierig, das Auto beim Anbremsen zu kontrollieren, da man im Vergleich zur Formel unheimlich spät bremsen und extrem früh wieder aufs Gas gehen kann. Das war eine heftige Umstellung.“

„An sich war es aber echt geil“, freut sich der Deutsche. „Der F2-Fahrstil liegt mir sehr gut, weshalb ich mich echt wohlgefühlt habe. Später habe ich noch ein wenig an der Bremsbalance nachjustiert, als die Reifen heiß wurden, was ebenfalls super geklappt hat.“
Da hat ihn das Fieber gleich gepackt, auch weil er mit Sebastiaan Vowinkel, einem der Top-Stars der Klasse, mithalten konnte: „Ich habe einige Konkurrenten überholt und sogar versucht, mich an Vowinkel dranzuhängen. Das lief okay; er hat die Lücke zwar vergrößert, aber nicht so schnell, wie ich erwartet hatte. Meine Bestzeit war nur etwa drei Zehntel langsamer als seine.“

„Ich bin wirklich zufrieden, für das erste Mal war das ein sehr guter Tag“, zieht Hoeboer sein Fazit. „Die Bumper kamen im Training noch nicht zum Einsatz, da wird ja nicht wirklich gerammt. Ich bin aber gespannt, wie es sich anfühlt, den eigenen Bumper zu nutzen oder einen Stoß abzubekommen. Davor habe ich keine Angst, ich sehe dem Ganzen positiv entgegen.“
Natürlich ist die Vorbereitung auf das erste Rennen in der Saison 2026 noch nicht abgeschlossen: „Mein Fokus liegt jetzt darauf, das Auto und sein Setup noch besser zu verstehen, da wir in diesem Bereich bisher kaum experimentiert haben. Ich möchte einfach weiter dazulernen; mit der Erfahrung kommt dann auch die Geschwindigkeit.“
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.