Vier Sieger und fünf Rennen: Wilde Action zum Start der Stockcar-F2-Saison in Venray
In fünf Rennen gab es vier unterschiedliche Sieger: Die Stockcar F2 auf dem Raceway Venray sorgte zum Auftakt der Saison 2026 für eine Menge Action
Weit über 30 Autos fanden den Weg zum Auftakt der Stockcar-F2-Saison 2026 auf dem Raceway Venray. In fünf Rennen sahen die Fans ein starkes Feld mit vier unterschiedlichen Siegern. Brian Kuper war der einzige Fahrer, der es schaffte, gleich zweimal in die Victory-Lane des flachen Autospeedway-Ovals zu fahren.
Entscheidung auf den letzten Metern
Donna Wittebol eröffnete als Polesitterin das erste Rennen der Stockcar F2 in der Saison 2026 auf dem Raceway Venray. Für Mike Kessels und Jan Dam van Aart war der erste Lauf nach nur wenigen Sekunden zu Ende, als die beiden auf der Start-Ziel-Gerade aneinander gerieten und ihre Autos ineinander verkeilten. Zwar konnten sie die Situation auflösen, sodass es grün blieb, aber ins Ziel kamen die beiden nicht.
Von Platz zwölf gestartet, arbeitete sich Luc Ottenheym sukzessive in Richtung Spitze. Nach nur zehn Runden fuhr er bereits auf Platz vier vor und nahm die Spitze ins Visier. Andy van’t Veer sammelte auf Platz eins fleißig Führungsrunden, doch am Ende fehlte ihm nur eine einzige Runde, um den Sieg wirklich einzutüten. Plötzlich fehlte die Pace in seinem Auto, was Ottenheym in der letzten Kurve eiskalt ausnutze, um den ersten Vorlauf zu gewinnen.
Der Champion ist da
Im zweiten Heat sammelte Juup van Ninhuys von der Pole-Position aus einige Runden auf Platz eins, ehe die Elite, die in den Reversed-Grid-Rennen von hinten starten musste, mächtig Druck machte. Die Top-Fahrer profitierten dabei aber auch von einer Unterbrechung, da zwei Fahrzeuge ausgangs von Kurve 2 mitten auf der Fahrbahn zum Stehen kamen. Später gab es noch eine zweite Caution, da Chris Weyenberg in den Kurven 1 und 2 strandete.
Nach dem Restart ging es dann schnell: Erst übernahm Daan Bouman die Führung, der diese in einem offenen Schlagabtausch aber wieder an van Ninhuys abgeben musste. In der letzten Runde nutzte der aktuelle Champion Wim Peeters Jr. das Chaos an der Spitze aber aus, um sich von Platz 27 auf den ersten Rang vorzuschieben. In seiner Startnummer 124 fand der schnelle Niederländer damit schnell den Rhythmus, um wieder ganz vorne mitzuspielen.
Kuper schlägt zu
Der Start des dritten Vorlaufs verzögerte sich immer wieder, da die Rennleitung nicht mit dem Prozedere zufrieden war, aber dann ging es endlich los. Doch ein Crash auf der Gegengeraden zwang die Rennleitung sofort dazu, das Rennen zu neutralisieren. Da der Unfall so früh im Rennen für gelbe Flaggen sorgte, musste der Lauf wieder von null gestartet werden. Darin verwickelt war Nico Storb aus Deutschland in seiner Startnummer 226.
Anschließend ging der dritte Heat dann doch noch reibungslos über die Bühne. Erst führte Ninhuys das Geschehen an, dann setzte sich van’t Veer an die Spitze. Dahinter reihte sich Brian Kuper ein, der nur auf seine Chance auf den großen Wurf lauerte. Der folgte in Runde 13, als der Fahrer der Startnummer 538 die Führung übernahm und den Lauf vor van’t Veer, Ninhuys, Dani van Haarlem und River Anker gewann.
Kuper nimmt Fahrt auf
Im vierten Vorlauf sammelte van’t Veer wieder Führungsrunden, als er in Runde zwei die Spitze übernahm, doch er schaffte es wieder nicht, diesen Vorteil in einen Sieg umzumünzen. Aufgrund mehrerer gestrandeter Autos in den Kurven 1 und 2 musste das Rennen früh mit roten Flaggen unterbrochen werden. In Runde fünf war es dann Kuper, der wieder zuschlug und sich Platz eins schnappte.
Van’t Veer kam nicht mehr heran und musste sich mit Platz zwei zufriedengeben, dahinter rundeten Peeters Jr. Sebastiaan Vowinkel und Bouman die Top 5 ab. Dabei überstand Kuper eine weitere Gelbphase, nachdem drei Autos ausgangs von Kurve 4 zum Stehen und nicht mehr vom Fleck kamen.
Heißes Finale rundet den Tag ab
Van Ninhuys übernahm gleich beim Start die Führung und hielt diese bis Runde sieben. Wieder schaffte es van’t Veer, Platz eins zu übernehmen und sich vor das riesige Feld von 37 Boliden im Finale zu setzen. Und dieses Mal profitierte er davon, dass hinter ihm zahlreiche Kämpfe um die Plätze in den Top 5 entbrannten.
Das Rennen musste dann unterbrochen werden, da wieder zwei Fahrzeuge ausgangs der zweiten Kurve zum Stehen kamen und in der Schusslinie standen. Der Vorsprung war futsch und es kam, wie es kommen musste: Van’t Veer fehlte wieder eine einzige Runde zum eigentlich überfälligen Sieg in der Stockcar F2 in Venray.
In der vorletzten Runde schoss Bouman an van’t Veer vorbei, machte die Rechnung aber nicht mit Matt Stoneman, der im selben Moment zum Angriff blies und sich von Platz drei auf Rang eins nach vorne katapultierte. Stoneman führte die letzte Runde souverän an und gewann so das Finale der Stockcar F2 an diesem ersten Renntag. Bouman wurde Zweiter, van’t Veer fiel sogar noch auf Platz sechs zurück. Peeters Jr. erbte vor Ottenheym und Kuper den dritten Platz.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





