Vom Pech verfolgt: Connor Zilischs bittere Abrechnung nach Austin-Krimi

Vom Pech verfolgt: Connor Zilischs bittere Abrechnung nach Austin-Krimi
Foto: NASCAR Media / Logan Riely/Getty Images

Die Pace stimmte, doch das Ergebnis am COTA sorgt für Frust – Connor Zilisch spricht nach dem Chaos in Texas Klartext über die beiden Rückschläge in Texas

Connor Zilisch erlebte beim Gastspiel der NASCAR Cup Series auf dem Circuit of the Americas (COTA) eine emotionale Achterbahnfahrt, die trotz einer beeindruckenden Aufholjagd in einer Enttäuschung endete. Der Youngster in Diensten von Trackhouse Racing kämpfte sich am vergangenen Sonntag in Austin mehrfach durch das Feld nach vorne, bis ihn eine Kollision in Kurve 1 kurz vor Rennende alle Siegchancen kostete.

Am Ende reichte es für den Chevrolet mit der Startnummer 88 nur für den 14. Platz, obwohl Zilisch phasenweise zu den schnellsten Piloten auf der texanischen Rundstrecke gehörte.

Der entscheidende Moment ereignete sich in Runde 79, als das Feld nach einer Gelbphase beim Restart auf das Gas ging. Zilisch lauerte auf Rang vier, mitten im Getümmel der Top-Stars, als eine Kettenreaktion in der engen ersten Kurve das Chaos auslöste. Denny Hamlin schob William Byron an, woraufhin Austin Cindric und Zane Smith in Zilisch hineinkrachten und ihn in einen Dreher drückten.

„Ich habe das Gefühl, eines der besten Rennen gefahren zu sein, die ich je bestritten habe, und wir werden am Ende 14.“, bilanzierte ein sichtlich frustrierter Zilisch nach dem Rennen. Der Frust saß tief, denn die Pace seines Fahrzeugs hätte für deutlich mehr gereicht. „Es ist echt ätzend. Der Chevrolet war den ganzen Tag über verdammt schnell.“

Zilisch sah sich in der Schlussphase in einer perfekten Ausgangslage, um den erfahrenen Cup-Piloten den Sieg streitig zu machen.

„Wir haben uns am Ende, bei dieser letzten Gelbphase im dritten Segment, in die Position gebracht, eine Chance auf den Rennsieg zu haben, und wurden in Kurve 1 erneut abgeschossen“, erklärte das Toptalent den entscheidenden Rückschlag. Für Zilisch war es bereits der zweite Vorfall an derselben Stelle, nachdem er zuvor schon durch Daniel Suarez gedreht worden war.

Trotz des Suarez-Abschusses und des Rückfalls ans Ende des Feldes gab der Rookie nicht auf und kämpfte sich mit den schnellsten Rundenzeiten des gesamten Feldes wieder in die Top 5 zurück. Diese Comeback-Qualitäten waren das Highlight eines Tages, der für ihn ansonsten von den Fehlern anderer geprägt war.

„Ich weiß nicht, ob ich etwas anders machen muss, aber es ist einfach einer dieser Tage“, grübelte Zilisch über die aggressive Fahrweise bei den Restarts.

Obwohl das nackte Ergebnis nicht das widerspiegelt, was auf der Strecke möglich war, zieht der Trackhouse-Pilot auch positive Schlüsse aus seinem Auftritt in Texas. Die Dominanz, mit der er sich nach den Rückschlägen wieder nach vorne arbeitete, hinterließ bei der Konkurrenz bleibenden Eindruck.

„Es war gut“, kommentierte Zilisch seinen Weg durch das Feld. „Als Rennfahrer bin ich nicht zufrieden, aber ich habe gezeigt, dass ich es kann.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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