William Sawalich triumphiert in Rockingham: JGR-Doppelerfolg beendet JRM-Siegesserie
In Rockingham sicherte sich der 19-Jährige William Sawalich seinen ersten Erfolg in der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series – Damit beendete Joe Gibbs Racing die dominante Siegesserie von JR Motorsports
Lange Zeit sah es in Rockingham nach dem nächsten Erfolg für Chevrolet in der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series aus, doch am Ende stand ein Toyota in der Victory-Lane. Nach einem Restart in Runde 172 übernahm William Sawalich die Kontrolle über das Rennen und fuhr in den verbleibenden 79 Runden einen souveränen Vorsprung heraus.
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Nach 250 Runden überquerte er die Ziellinie 0,863 Sekunden vor seinem Teamkollegen Brandon Jones. Für Sawalich war es im 42. Anlauf der erste Sieg in der zweiten NASCAR-Liga. Zusätzlich krönte er sich zum jüngsten Sieger, den das 0,94-Meilen-Oval in den drei NASCAR-Top-Serien je gesehen hat.
Dabei war das Rennen in der ersten Hälfte eine reine Machtdemonstration von Corey Day und Hendrick Motorsports. Der Pole-Setter dominierte das Feld fast nach Belieben, führte insgesamt 118 Runden an und sicherte sich beide Segment-Siege. Ein verpatzter Boxenstopp in der Pause nach Stage zwei warf das Nachwuchstalent zurück. Ein außerplanmäßiger Stopp wegen einer lockeren Radmutter zwang Day schließlich zu einer Aufholjagd, die ihn immerhin noch auf den zehnten Platz führte.

„Unser Supra fuhr wie auf Schienen“
Sawalich zeigte sich nach der Zieldurchfahrt sichtlich bewegt: „Das bedeutet mir alles. Wir hatten ein hartes Jahr und auch der Start in diese Saison war nicht einfach“, erklärte er. „Unser Supra fuhr heute wie auf Schienen. Er war in Stage eins und zwei schon gut, aber in der Clean-Air an der Spitze war er einfach unglaublich.“ Dass er die Nerven behielt, verdankt er auch der Rennanalyse des Vorjahres: „Vergangenes Jahr hat mich der Überrundungsverkehr den Sieg gekostet. Das ging mir im Kopf herum, aber ich blieb ruhig und es hat funktioniert.“
Während Sawalich feierte, zeigte sich Brandon Jones auf Rang zwei kämpferisch. Nach einem frustrierenden Wochenende in Martinsville setzte er in Rockingham voll auf Aggressivität: „Ich wollte heute niemanden schonen und habe jede Lücke genutzt. Am Ende hat Sawalich beim letzten Restart einfach einen Tick zu viel Vorsprung herausgefahren, um ihn noch einmal ernsthaft zu gefährden.“

Pech für Jesse Love, Highlight für Caruth
Hinter den JGR-Piloten sicherte sich Justin Allgaier den dritten Rang, gefolgt von Rajah Caruth, der mit Platz vier sein bestes Karrierergebnis erzielte. Caruth stach dabei besonders durch ein spektakuläres Three-Wide-Manöver gegen Sheldon Creed und Carson Kvapil hervor.
Weniger Glück hatte Allgaiers Titelrivale Jesse Love. Nach einer Berührung mit Caruth landete die Startnummer 2 in der Mauer und musste nach einem außerplanmäßigen Stopp mit zwei Runden Rückstand auf Rang 27 zufriedengeben. In der Tabelle vergrößerte Allgaier seinen Vorsprung damit massiv auf 126 Punkte.

Turbulentes Debüt für Cleetus McFarland
Für besonderes Aufsehen sorgte das O’Reilly-Debüt des YouTube-Stars Cleetus McFarland mit der Startnummer 33 für Richard Childress Racing. McFarland, der in seinem ARCA-Rennen ein Top-5-Ergebnis erzielte, erlebte in der zweiten NASCAR-Liga einen ereignisreichen Arbeitstag inklusive mehrerer Dreher. Er konnte den Wagen jedoch stets vor größerem Schaden bewahren und beendete das Rennen schließlich auf Platz 32.
Am kommenden Samstag steigt der nächste Lauf der O’Reilly Series im Thunder Valley auf dem Bristol Motor Speedway.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






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