Zilisch holt Overtime-Sieg in Portland: Achter Saisonsieg, Rookie-Rekord
JR-Motorsports-Youngster Connor Zilisch gewann das Xfinity-Rennen in Portland nach einem späten Overtime-Restart – Der 19-Jährige sicherte sich Pole, beide Stages und führte 70 von 78 Runden auf dem 1,97-Meilen-Rundkurs
Ein dramatisches Last-Lap-Manöver krönte einen nahezu perfekten Arbeitstag von Connor Zilisch. Der 19-Jährige holte in Portland seinen achten Saisonsieg – davon sechs in den vergangenen sieben Rennen. Noch nie zuvor gewann ein Rookie so oft in seinem Debütjahr. Der JR-Motorsports-Pilot setzte nach Overtime das entscheidende Überholmanöver und brachte den Sieg souverän ins Ziel.
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Für den Youngstar hätte das Wochenende nicht besser laufen können: Pole-Position, beide Stage-Siege, schnellste Rennrunde. Auf dem Rundkurs im Nordwesten der USA dominierte Zilisch das Tempo und gewann mit 1,572 Sekunden Vorsprung vor William Sawalich, Nick Sanchez und Christian Eckes.
Einzig Austin Hill konnte dem Flow der 88 zeitweise Paroli bieten. Der RCR-Pilot führte acht Runden und blieb weitestgehend an Zilisch dran. Sieben Runden vor Rennende nutzte Hill einen Restart, um die Spitze zu übernehmen – doch die letzte Gelbphase brachte das Feld erneut zusammen und öffnete Zilisch die Tür für die Entscheidung in der Verlängerung.
In Four-Wide-Manier fuhr das Feld auf Turn 1 in der Overtime zu. Zilisch war beim Restart gezwungen, den Notausgang zu nutzen, blieb aber im Rhythmus. Aus dem Off-Track kam er zurück auf die Ideallinie, setzte sich neben Hill und war wenig später klar vorn.
Wenige Wochen nach seiner Schlüsselbein-OP zeigte Zilisch Durchaltevermögen und fand klare Worte: „Zwei Wochen nach der OP zurückzukommen – Es tat weh, aber es tat gut weh. Ich bin so stolz auf dieses Team. Es war ein riesiger Spaß in diesem Jahr. Jetzt holen wir uns die Meisterschaft.“ Mit dem Portland-Erfolg baute er seine Serie auf 13 Top-5-Ergebnisse in Folge aus.
Zum Manöver durch die Auslaufzone sagte der Rennsieger: „Es ist lustig – ich bin die Linie in den Trainings gefahren und dachte mir: ‚So viel langsamer ist das gar nicht.‘ Sobald ich gebremst habe, hatte ich ein wenig Wheel-Hop, aber als mir klar war, dass ich die Kurve nicht kriege, habe ich’s durchgezogen. Es hat funktioniert. Es war nicht der Plan, aber ich musste es tun.“
Ein Rennen bleibt, um das 12-Fahrer-Feld für die Playoffs festzulegen. Acht Piloten haben bereits gewonnen, vier weitere halten aktuell über die Punkte ihren Platz. Der nächste Lauf der Serie findet am Samstag, 7. September, um 1.30 Uhr auf dem World Wide Technology Raceway in Gateway statt.
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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





