Frauenrekord und Youngster‑Sieg: IRP schreibt ARCA‑Geschichte

Frauenrekord und Youngster‑Sieg: IRP schreibt ARCA‑Geschichte
Foto: ARCA Menards Series

Die ARCA-Serie war gemeinsam mit der East-Series auf dem Indianapolis Raceway Park unterwegs – Neben einem jungen Sieger gab es einen Frauenrekord

Wie schon die NASCAR Truck Series fuhr auch die ARCA nicht auf dem legendären 2,5‑Meilen‑Oval des Indianapolis Motor Speedway, sondern wenige Kilometer entfernt auf dem 0,69 Meilen kurzen Short‑Track des Indianapolis Raceway Park (IRP). Dort schnappte sich Brent Crews nach einem späten Restart den Sieg und verwies Lawless Alan und Brendan „Butterbean“ Queen auf die Plätze  zwei und drei.

Hier geht es zu den Highlights der ARCA

Damit verhalf der junge Joe-Gibbs-Racing-Pilot seinem Team zu einem weiteren Erfolg in der ARCA. Mit diesem Triumph hat Crews bereits die Hälfte aller Läufe, an denen er teilgenommen hat, gewonnen.

Bereits zu Beginn kristallisierten sich Queen und Crews als die Top-Fahrer heraus. Zunächst hatte Butterbean die Oberhand gegenüber dem Piloten in der 18, doch nach dem zweiten Restart setzte Crews ihn immer mehr unter Druck und übernahm schließlich gegen Rennende die Spitze.

Entscheidend für den Sieg des 17-Jährigen waren Anpassungen seines Crew-Chiefs Matt Ross, in der zweiten Rennhälfte, durch die er Queen überholte und in die Victory Lane „cruiste“.

“Ich war völlig erschöpft”, gab er nach der Zieleinfahrt zu. “Die JGR‑Jungs haben einen absolut fantastischen Job gemacht. [Queen] war in der ersten Hälfte richtig stark, und ich habe alles gegeben, um dranzubleiben. Ich wusste, dass Matt [Ross] und die Crew in der Halbzeit etwas in petto haben würden, das mir den entscheidenden Schub verpasst – und genau das haben sie getan.”

Hohe Frauenquote in Indianapolis

Foto: ARCA Menards Series

Eine Besonderheit dieses Events war die Starterliste. Insgesamt sechs Frauen nahmen an diesem ARCA-Rennen teil – die bisher höchste Anzahl von Pilotinnen in einem Lauf.

Die erfolgreichste von ihnen war die 20-jährige Isabella Robusto, die den vierten Platz erreichte. Die junge Fahrerin aus dem Hause Venturini Racing mischte in der letzten Phase sogar um Rang zwei mit, musste sich aber mit ihrer #55 hinter Alan (P2) und Queen (P3) geschlagen geben.

“Wir hatten ein richtig schnelles Auto, aber gegen Rennende ließ der Grip etwas nach”, schildert Robusto gegenüber Frontstretch. “Vor allem aus den Kurven heraus fehlte mir die nötige Traktion. Beim Überrunden habe ich zudem ein, zwei Fehler gemacht. Ich habe bis zum Schluss alles gegeben, aber letztlich fehlten mir einfach zwei Runden, um noch auf Rang drei zu kommen.“

Für eine ihrer Mitstreiterinnen verlief der Start weniger glücklich. Becca Monopoli schied bereits nach fünf Runden aufgrund eines technischen Defekts aus.

Der nächste Lauf der ARCA Series findet am 1. August auf dem Iowa Speedway statt und wird wie das Rennen in Indianapolis als Kombinationsveranstaltung von ARCA und ARCA East Series ausgetragen.

Autor(en)

Redakteur | Zur Webseite |  + posts

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
Facebook
X (Twitter)
YouTube
Instagram