Kyle Kirkwood triumphiert beim IndyCar-Debüt in Arlington
Kyle Kirkwood gewann das IndyCar-Rennen in Arlington für Andretti Global – Er besiegte trotz Fehlern beim Boxenstopp den Konkurrenten Alex Palou
Am 15. März wurde die texanische Metropole Arlington zum Schauplatz für den dritten Lauf der IndyCar-Saison 2026. Der 4,35 km lange Stadtkurs forderte den Piloten viel ab, am Ende war es Kyle Kirkwood, der im Honda mit der Startnummer 27 von Andretti Global den Sieg einfuhr.
Hier geht es zu den Highlights aus Arlington
Kirkwoods Triumph hing jedoch zeitweise an einem seidenen Faden. Trotz seines guten Tempos verlor der 27-Jährige bei zwei aufeinanderfolgenden Boxenstopps wertvolle Sekunden, da jeweils Radmuttern fallengelassen wurden. Das holte der Pilot aus Florida jedoch mit Leichtigkeit auf, egal ob auf den schnelleren Alternates oder den härteren Primaries. Der Andretti-Pilot war in der Lage, mehrere Zehntelsekunden schneller zu fahren als Palou.
„Vielen Dank an die Jungs. Was für ein unglaubliches Auto. Das war eine Rakete“, erklärte Kirkwood nach der Zieldurchfahrt. „Eins, drei und vier für Andretti. Das ist absolut unglaublich.“

Eine weitere Erkenntnis des Wochenendes war die erstarkte Form von Andretti Global. Mit Will Power auf Rang drei und Marcus Ericsson auf Platz vier gelang dem Team ein fast perfektes Mannschaftsergebnis, das lediglich durch Palou auf dem zweiten Platz unterbrochen wurde.
„Die Serie ist sehr hart“, gab Will Power nach seinem Podiumsplatz zu. „Ich hatte das Gefühl, heute ein perfektes Rennen gefahren zu sein. Die Strategie war vielleicht nicht optimal, aber in diesem Team hat man das Gefühl, immer nah am Podium zu sein, wenn man seinen Job macht.“
Parallel zur Hauptserie untermauerte Andretti Global auch in der Nachwuchsserie IndyNXT seine Stärke: Max Taylor feierte in einem von heftigen Windböen und massivem Start-Chaos geprägten 30-minütigen Sprint seinen ersten Karrieresieg. Der Andretti-Pilot mit der Startnummer 28 sicherte sich den Sieg, als er sich in der Schlussphase gegen die Rookies Enzo Fittipaldi und Tymek Kucharczyk durchsetzte.

Während Andretti ein positives Fazit ziehen kann, erlebten andere Fahrer ein Wochenende zum Vergessen. So wurde Josef Newgarden nach einer Kollision mit seinem Teamkollegen David Malukas auf Rang 15 zurückgeworfen.
Noch härter traf es IndyCar-Neuling Mick Schumacher, der sein Rennen in den Straßen von Arlington später schlicht als „dummes Rennen“ zusammenfasste. Bereits in der zweiten Runde kollidierte der RLL-Pilot mit Christian Lundgaard, was ihm eine Durchfahrtsstrafe einbrachte. In Runde 40 folgte der nächste Rückschlag: Nach einer Berührung mit Newgarden drehte sich Schumacher weg und verlor endgültig den Anschluss. Ohne die erhofften Gelbphasen blieb eine Aufholjagd aus, sodass er das Ziel lediglich auf dem 22. Platz erreichte.
Die Probleme bei Rahal Letterman Lanigan Racing beschränkten sich jedoch nicht nur auf die Zwischenfälle des Deutschen. Das gesamte Team kämpfte mit dem Tempo. Weder Louis Foster auf Rang 13 noch Graham Rahal auf Platz 18 konnten die Geschwindigkeit der Spitze mitgehen. Schumacher mahnte nach dem Rennen an, dass man verstehen müsse, warum der Speed über die Distanz fehlte, blickt aber kämpferisch auf das kommende Rennen: „Barber wird ein guter Ort für einen Neustart sein. Permanente Rennstrecken liegen uns normalerweise besser.“

Am Ende beendete Kirkwood das turbulente Wochenende in Arlington mit einem Vorsprung von 26 Punkten in der Gesamtwertung vor Palou. In zwei Wochen schlägt die IndyCar auf dem Barber Motorsports Park für das nächste Rennen auf.
Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.