IndyCar-Boxenfunk 2026: Prema-Gründer verlassen das Team

IndyCar-Boxenfunk 2026: Prema-Gründer verlassen das Team
Foto: Penske Entertainment: James Black

Willkommen zu unserem IndyCar-Boxenfunk, dem Ticker mit den kleinen News rund um die Formelserie in den USA – Hier werden kurze Meldungen im Jahr 2026 zusammengefasst

INDY = IndyCar; NXT = IndyNXT

19. Januar 2026: Prema-Gründer verlassen das Team (INDY)

Ein Erdbeben in der Führungsetage von Prema Racing bedroht die Zukunft des erst 2025 gestarteten IndyCar-Programms massiv: Die Gründerfamilie um Angelo und Rene Rosin sowie Rene Rosins Partnerin Angelina Ertsou haben das Unternehmen verlassen, während Geschäftsführer Piers Phillips nun in einem Wettlauf gegen die Zeit versucht, den Rennstall durch den Verkauf an neue Investoren zu retten.

Hintergrund ist ein offenbar seit Mai 2025 bestehender Finanzierungsstopp durch die Eigentümergruppe DC Racing Solutions (DCRS), der den Start der beiden Chevrolet-Boliden von Callum Ilott und Robert Schwartzman beim Saisonauftakt in St. Petersburg Ende Februar akut gefährdet. Die Deadline ist strikt: Bis Ende Januar müssen Millionenbeträge für Motoren-Leasing und Firestone-Reifen überwiesen werden, andernfalls verliert das Team seine Ausrüstung und die Startplätze 26 und 27 im Grid könnten vakant bleiben.

11. Januar 2026: Neuer Tech-Auflieger für das IOB und Laser-Pläne ab 2028 (INDY)

Penske Entertainment rüstet auf: Ein neuer Auflieger für die technische Abnahme wird künftig operativ vom neu geschaffenen Independent Officiating Board (IOB) geleitet. IndyCar-Präsident Doug Boles bestätigte, dass der Lkw zwar im Besitz der Serie bleibt, vor Ort aber „komplett vom IOB betrieben“ wird. Damit steht der neuen unabhängigen Instanz für die Regelüberwachung zum Saisonstart modernste Infrastruktur zur Verfügung.

Technisch blickt die Serie voraus: Für das 2028 kommende Dallara-IR28-Chassis plant Boles die Einführung von Laser-Scanning zur Standard-Überprüfung der Karosserie. Da verlässliche Vergleichsdaten beim seit 2012 stetig modifizierten DW12 kaum noch zu erheben sind, wird die aus der NASCAR und IMSA bekannte Technologie erst mit der nächsten Fahrzeuggeneration fester Bestandteil der Inspektion.

11. Januar 2026: Finanzspritze für den Leaders Circle (INDY)

11. Januar 2026: Erster Andretti-Test für Power (INDY)

8. Januar 2026: Neuer Spotter für McLaughlin (INDY)

Scott McLaughlin geht mit einer veränderten Crew in die Saison 2026: Der Penske-Pilot wird bei seinen Einsätzen in Zukunft auf David Hunt zählen. Hunt gilt als einer der besten Spotter der Szene und behielt zuletzt für Colton Herta die Übersicht. Hunt ersetzt Adam Fournier, mit dem McLaughlin sieben Siege und 23 Podestplätze erreichte, bevor Fournier in die NASCAR wechselte.

7. Januar 2026: So kam Schumacher zu RLL (INDY)

2. Januar 2026: Neue Regelhüter formieren sich: Erstes IOB-Treffen in Indianapolis (INDY/NXT)

Das neu geschaffene Independent Officiating Board (IOB) hat sich kurz vor Weihnachten erstmals persönlich in Indianapolis getroffen, um die Strukturen der künftigen Regelüberwachung festzulegen. Unter dem Dach der IndyCar Officiating Incorporated (IOI) berieten die Experten Ray Evernham, Raj Nair und FIA-Vertreter Ronan Morgan über Regelwerk und technische Inspektionen.

Die Besetzung bündelt Expertise aus diversen Top-Serien: Während Nair durch das Ford-GT-Programm WEC-Erfahrung einbringt, liefert Evernham tiefes NASCAR- und SRX-Wissen, ergänzt durch Morgans internationale FIA-Perspektive. „Sie haben das Beste aus dem gesamten Sport gesehen“, so Boles über die Synergien des Trios, das nun konkrete Pläne für die kommende Saison ausgearbeitet hat. Ziel ist eine strikte Trennung von sportlicher Leitung und kommerziellen Interessen.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

Eriks Begeisterung für den Motorsport entfaltete sich frühzeitig, als er gemeinsam mit seinem Vater den Sachsenring besuchte. Das dort stattfindende ADAC GT Masters war ein prägendes Erlebnis für ihn. 2017 entdeckte er durch Zufall NASCAR im Fernsehen und schaute gemeinsam mit seinem Vater, einem großen Fan, die Rennen. Schon als Simracer kommentierte er virtuelle Ligen für Abgefahren Community und Virtual Racing. So kam er in Kontakt mit der Welt der Kommentatoren. Im Laufe seines Lebens besuchte er zahlreiche Live-Events. Sein Interesse gilt nicht nur den Rennen selbst, sondern auch dem Geschehen im Fahrerlager. Um seine Leidenschaft weiter auszubauen, entschied er sich, bei Leadlap.de als Hobbyredakteur und Podcaster seine nächsten Schritte in der Medienwelt zu machen.

André Wiegold und Erik Resch

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