Legge liebäugelt mit fünftem Indy-500-Start und historischem Phoenix-Doubleheader

Legge liebäugelt mit fünftem Indy-500-Start und historischem Phoenix-Doubleheader
Foto: Penske Entertainment: Karl Zemlin

Katherine Legge hat bereits ehrgeizige Pläne für die Motorsport-Saison 2026 – Die Britin peilt ihren fünften Start beim Indy 500 an und liebäugelt als einzige Fahrerin mit einem historischen Doubleheader aus NASCAR und IndyCar in Phoenix

Katherine Legge plant bereits ihre Motorsport-Saison 2026. Die Britin hat vor, beim 110. Indianapolis 500 ihren fünften Start hinzulegen. Zudem liebäugelt die 45-Jährige mit einem Einsatz beim Doubleheader der IndyCar und NASCAR in Phoenix, nachdem sie erst 2025 in der nordamerikanischen Stockcar-Serie debütierte.

Grund für ihre frühzeitige Planung ist der Hunger nach einem starken Resultat. Ihr erklärtes Ziel ist es, ihr bisher bestes Ergebnis – den 22. Platz bei ihrem Debüt 2012 zu schlagen, wie sie gegenüber RACER erklärt.

Neue Chance beim Indy 500

„Ich will es schaffen und eine echte Chance haben. Als ich 2013 für Sam Schmidt fuhr, hatte ich ein gutes Auto. Ein wirklich gutes Auto. Ich hatte die Chance, aber ich habe es selbst vermasselt. Als ich dann 2023 mit Rahal zurückkehrte, dachte ich: ‚Jetzt kriege ich meine Chance‘, weil Rahal gute Autos hatte – aber ausgerechnet in jenem Jahr hatten wir einfach kein starkes Material.“

„Dasselbe Spiel vergangenes Jahr mit Dale Coyne. Ich dachte: ‚Dale hat wirklich gute Speedway-Autos‘, aber wir hatten zu kämpfen. Ich will also zurückkehren und eine echte Chance haben – mit dem richtigen Auto und dem richtigen Team zum richtigen Zeitpunkt. Alle diese Teams waren gut; ich habe nur immer das Timing verpasst. Also plane ich, es wieder zu versuchen. Ich habe das Gefühl, dass ich die Ergebnisse, die möglich gewesen wären, noch nicht eingefahren habe, also halten wir Ausschau.“

Sie fügt hinzu: „Ich würde liebend gerne sehen, wo ich landen kann. Mit Sam Schmidt hatte ich ein Auto, das siegfähig war, oder zumindest gut für die Top 10, und ich weiß, dass ich da wieder mitfahren kann. Kein Rennen weckt solche Emotionen wie Indy. Es gibt natürlich einige wirklich coole Rennen: das Daytona 500, Le Mans, Bathurst, die 24 Stunden von Daytona. Die will man doch immer fahren, oder?“

Einzige Person die Doubleheader wagen will

Abgesehen vom Start beim Indy 500 sieht sie in der kommenden Saison auch eine historische Chance: Sie könnte als einzige Person überhaupt den Doubleheader in Phoenix in beiden Serien bestreiten.

„Solange du eine Chance hast und fühlst, dass du es noch draufhast und ich fühle, dass ich es noch draufhabe, will ich wieder in Indy fahren. Und ich würde unglaublich gerne auch Phoenix machen, das Cup-Wochenende zusammen mit der IndyCar. Vielleicht bin ich die einzige Fahrerin, die dort beides fährt.“

Aktuell gibt es von keinen weiteren NASCAR-Fahrern Bekenntnisse, am Doubleheader-Wochenende teilnehmen zu wollen. Selbst Kyle Larson, der in den vergangenen beiden Jahren die „Double Duty“ auf sich nahm – er startete also am selben Tag sowohl beim Indy 500 als auch beim Coca-Cola 600, zwei der wichtigsten US-Rennen des Jahres –, lehnte die Möglichkeit bereits offen ab, als die News zum Phoenix-Wochenende bekannt wurden.

Das sind die Gründe

In einem Interview mit SpeedFreaks machte er seine Position deutlich: „Ich liebe Crossover-Motorsport. Das ist genau mein Ding.“

Auf die Frage, ob er beide Rennen fahren würde, antwortete er jedoch unmissverständlich: „Nein, nein, nein, lass mal gut sein. Ich werde Spaß beim Zuschauen haben und unterstützen, wo ich kann. Aber nein, wir werden das Wochenende einfach so genießen. Vielleicht wäre es auf einer anderen Strecke anders, aber ich liebe Arizona einfach zu sehr – vor allem abseits der Strecke. Wahrscheinlich werde ich Golf spielen, vielleicht sogar während des IndyCar-Rennens.“

Damit ist Legge die einzige Rennfahrerin aus dem NASCAR-Zirkus, die bewusst mit Phoenix liebäugelt und gleichzeitig am Indy 500 teilnehmen will. Mit zwei großen Zielen für 2026 könnte sie nicht nur die erste Frau werden, die einen NASCAR-IndyCar-Double-Header fährt, sondern auch einen weiteren Start auf ihre Indy-500-Liste setzen, um endlich das erhoffte Top-Ergebnis einzufahren.

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Eriks Begeisterung für den Motorsport entfaltete sich frühzeitig, als er gemeinsam mit seinem Vater den Sachsenring besuchte. Das dort stattfindende ADAC GT Masters war ein prägendes Erlebnis für ihn. 2017 entdeckte er durch Zufall NASCAR im Fernsehen und schaute gemeinsam mit seinem Vater, einem großen Fan, die Rennen. Schon als Simracer kommentierte er virtuelle Ligen für Abgefahren Community und Virtual Racing. So kam er in Kontakt mit der Welt der Kommentatoren. Im Laufe seines Lebens besuchte er zahlreiche Live-Events. Sein Interesse gilt nicht nur den Rennen selbst, sondern auch dem Geschehen im Fahrerlager. Um seine Leidenschaft weiter auszubauen, entschied er sich, bei Leadlap.de als Hobbyredakteur und Podcaster seine nächsten Schritte in der Medienwelt zu machen.

Erik Resch

Eriks Begeisterung für den Motorsport entfaltete sich frühzeitig, als er gemeinsam mit seinem Vater den Sachsenring besuchte. Das dort stattfindende ADAC GT Masters war ein prägendes Erlebnis für ihn. 2017 entdeckte er durch Zufall NASCAR im Fernsehen und schaute gemeinsam mit seinem Vater, einem großen Fan, die Rennen. Schon als Simracer kommentierte er virtuelle Ligen für Abgefahren Community und Virtual Racing. So kam er in Kontakt mit der Welt der Kommentatoren. Im Laufe seines Lebens besuchte er zahlreiche Live-Events. Sein Interesse gilt nicht nur den Rennen selbst, sondern auch dem Geschehen im Fahrerlager. Um seine Leidenschaft weiter auszubauen, entschied er sich, bei Leadlap.de als Hobbyredakteur und Podcaster seine nächsten Schritte in der Medienwelt zu machen.
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