Nick Hoffman dominiert World of Outlaws in Volusia (fast) nach Belieben
Nick Hoffman dominierte die DIRTcar Nationals in Volusia nach Belieben – Nur Brandon Sheppard konnte dem Gesamtsieger einen ersten Platz entreißen
Im Schlamm und unter dem Flutlicht von Volusia gab es am zweiten Rennwochenende nur einen Fahrer, der das Maß aller Dinge war und die Konkurrenz förmlich Staub stehen ließ: Nick Hoffman dominierte das Event der World of Outlaws Dirt Late Model Series, wie er nur wollte, und gewann zwei der drei Läufe der DIRTcar Nationals. Der Einzige, der dem 33-Jährigen einen Sieg entreißen konnte, war Brandon Sheppard.
Am Ende sicherte sich Hoffman zwei „Gators“ und krönte seine konstante Leistung mit der Trophäe für den Gesamtsieg des Wochenendes. Bereits am Donnerstag zeigte „The Thrill From Mooresville“, wie Hoffman auch genannt wird, keine Gnade.
Der Pilot aus North Carolina riss bereits in der ersten Runde die Führung an sich, als er den Polesetter Chris Madden auf der Gegengeraden überholte, nachdem dieser etwas zu langsam aus der zweiten Kurve gekommen war. Zwar bremsten einige Gelbphasen den Rhythmus, verhinderten jedoch nicht, dass Hoffman seinen Vorsprung ausbaute – am Ende überquerte er die Linie mit fünf Sekunden Abstand zum restlichen Feld.
In der zweiten Nacht lief es für den Tabellenführer zunächst nicht ganz so reibungslos, da er nicht an der Spitze startete. Doch bereits in der zweiten Runde griff der Mann aus Mooresville seinen Kontrahenten Austin Smith an. Wenige Runden später fand sich der Pilot der Nummer 9 in einem harten Three-Wide-Duell wieder. Er behielt die Oberhand, und nur kurze Zeit später lag er erneut in Führung. Auch am Freitag bewies das Volusia-Ass Nervenstärke, behielt bei mehreren Restarts die Kontrolle und fuhr den zweiten Sieg ein.
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Sheppard knackt Hoffman

Der Einzige, der „The Thrill“ in Volusia bezwingen konnte, war Sheppard. Er bewältigte die schwierigste Aufgabe dieses Wochenendes: Hoffman zu überholen.
18 Runden vor Schluss des 50-runden-langen Hauptrennens fand Sheppard in den Kurven 1 und 2 den nötigen Grip, während Hoffman auf der mittleren Linie ins Rutschen kam. Die beiden lieferten sich auf der Gegengeraden ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor Hoffman tief in Kurve 3 hineinstach. Das ließ Sheppard innen genug Raum, um seine Linie zu halten und an der Start-Ziel-Linie die Führung zu übernehmen.
Von da an gab es kein Halten mehr für Sheppard auf dem Weg zu seinem 88. World-of-Outlaws-Triumph. „Ich konnte lange Zeit auf der zweiten Position fahren und beobachten, was Nick macht“, analysierte Sheppard nach dem Rennen. „Als ich sah, wo er im Vergleich zu mir Probleme hatte und wo ich selbst Zeit verlor. Ich habe mich darauf eingestellt und konnte ein paar Linien finden, auf denen ich etwas Zeit gutmachte. Ich habe abgewartet und ihn dazu gebracht, seine Linie etwas zu verändern, indem ich ihm immer wieder die Nase meines Wagens zeigte. In Kurve 1 und 2 fühlte ich mich richtig gut, und so konnten wir am Ende die Führung übernehmen.“
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Doch auch Sheppards starke Performance reichte am Ende nicht aus, um Hoffman den Gesamtsieg streitig zu machen: Der Doppel-Sieger sicherte sich den „Big Gator“ für die beste Leistung über das gesamte Wochenende. Mit diesem Triumph im Rücken reist Hoffman als Tabellenführer zur nächsten Runde, die ebenfalls in Florida stattfindet: Am 20. und 21. Februar geht es zum Hendry County Motorsports Park für das „Swamp Cabbage 100“.
Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






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