Offiziell bestätigt: Mick Schumacher startet 2026 in Vollzeit in der IndyCar Series
Mick Schumacher wechselt 2026 als Vollzeitpilot zu RLL Racing in die IndyCar Series – Der Sohn von Michael Schumacher kehrt in den Formelsport zurück, statt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft zu verbleiben
Mick Schumacher kehrt in den Formelsport zurück. Der Sohn des Rekord-Weltmeisters Michael Schumacher wird in der Saison 2026 für Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) in der amerikanischen IndyCar Series an den Start gehen. Schumacher hat einen Vertrag für die gesamte Saison unterzeichnet und wird somit alle 17 Rennen des Kalenders bestreiten – inklusive des legendären Indy 500, eine erfolgreiche Qualifikation vorausgesetzt.
Damit entschied sich der 26-Jährige bewusst gegen einen Verbleib bei Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und für ein neues Kapitel in Nordamerika. Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit war ein Test im Herbst 2025 auf dem Indianapolis Motor Speedway, bei dem Schumacher das Team von RLL nachhaltig beeindruckte.

Begeisterung über die „reine“ Form des Motorsports
Für Schumacher ist der Wechsel in die USA mehr als nur eine neue Serie; es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln des Rennfahrens. „Ich war sofort begeistert vom Auto und der amerikanischen Art des Motorsports“, erklärt Schumacher seine Motivation. „Sie wirkt auf mich purer, es geht mehr um das direkte Racing. Genau auf diesen Aspekt freue ich mich sehr.“
Er sieht seine vielfältige Erfahrung als großen Vorteil für das Team: „Mit meinem Hintergrund sowohl in der Formel 1 als auch im Langstreckensport sowie meiner Erfahrung in diversen Rennserien bringe ich Wissen mit, das sicher zu einer großartigen Partnerschaft beitragen wird.“

RLL-Eigentümer loben außergewöhnlichen Test
Seitens des Teams herrscht große Euphorie über die Verpflichtung. Miteigentümer Bobby Rahal betonte in der Pressemitteilung, wie sehr Schumacher beim ersten Kennenlernen überzeugte: „Sein Test mit uns auf dem IMS-Rundkurs war außergewöhnlich – er hat jedes einzelne Teammitglied beeindruckt. Jeder ging mit dem festen Entschluss aus diesem Event, alles zu tun, um Mick in unser Programm zu holen.“
Auch David Letterman und Mike Lanigan sehen in der Verpflichtung einen Coup. Letterman sprach angesichts der Zusammenarbeit von „grenzenlosen Möglichkeiten für die Zukunft“. Rahal ergänzte: „Wir sind begeistert, dass er sich für uns entschieden hat, und können es kaum erwarten, an die Arbeit zu gehen.“ Schumacher selbst lobte den Ansatz des Teams: „RLL hat mich schon während der Tests extrem gut vorbereitet, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel aufbauen können.“

Die Herausforderung im Oval: Respekt, aber keine Angst
Der Wechsel in die IndyCar Series konfrontiert Schumacher auch mit seiner größten sportlichen Unbekannten: Ovalkurse. Trotz der Warnungen seines Onkels Ralf Schumacher vor den Gefahren dieser Streckentypen, zeigt sich der Rookie unerschrocken und neugierig.
„Ich bin bisher noch nie ein Oval gefahren, deshalb ist das natürlich interessant“, so Schumacher. „Die Geschwindigkeiten sind enorm, deutlich höher als bei den meisten anderen Autos. Das reizt mich auf jeden Fall.“ Um optimal vorbereitet zu sein, kündigte das Team an, dass die ersten spezifischen Oval-Tests „in Kürze“ folgen werden.
Sein Debüt gibt Mick Schumacher am 1. März des kommenden Jahres beim Saisonauftakt in St. Petersburg (Florida). Seine Einstellung zum neuen Projekt fasste er nach den Tests pragmatisch zusammen: „Wenn ich das mache, dann richtig.“
Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






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