ARCA Series West in Las Vegas: Taylor Mayhew gewinnt Kyle Busch Classic nach Fotofinish

ARCA Series West in Las Vegas: Taylor Mayhew gewinnt Kyle Busch Classic nach Fotofinish
Foto: ARCA Racing

Taylor Mayhew gewann das Kyle Busch Classic auf dem Bull Ring des Las Vegas Motor Speedway – Beim ARCA-West-Rennen setzte er sich in einem Fotofinish gegen Robbie Kennealy durch

Taylor Mayhew hat beim Kyle Busch Classic auf dem Bullring des Las Vegas Motor Speedway seinen ersten Sieg in der ARCA Series West gefeiert. Der Sohn des früheren West-Series-Siegers David Mayhew setzte sich nach einer chaotischen Schlussphase und einem Fotofinish gegen Robbie Kennealy durch.

Der Abend begann für Mayhew denkbar schlecht. Ein Kupplungsproblem an seinem Chevrolet von Cook Racing Technologies verhinderte die Teilnahme am Qualifying, wodurch er seine Aufholjagd aus dem Feld heraus starten musste. 

Mit einer geduldigen Fahrt arbeitete er sich Runde für Runde nach vorn. In der Schlussphase schien zunächst Trevor Huddleston auf Kurs zum Sieg zu sein, ehe eine späte Gelbphase das Rennen in die Verlängerung schickte. Auf dem eigentlich entscheidenden Umlauf kollidierten Huddleston und Mason Massey im Kampf um die Spitze in den Kurven drei und vier. Kennealy erbte zwar die Führung, doch die Gelbphase kam noch vor dem Zielstrich heraus und es folgte ein finaler Restart.

Kontakt in Kurve drei entscheidet

Beim Green-White-Checkered-Sprint führte Kennealy das Feld in die letzte Runde. Mayhew blieb direkt an seinem Heck und setzte beim Anbremsen auf Kurve drei einen leichten Stoß. Kennealy geriet dadurch etwas aus der bevorzugten Linie, während Mayhew den besseren Schwung mitnehmen konnte.

Auf der Ziellinie trennten beide nur 0,045 Sekunden. Mayhew holte damit seinen ersten Triumph in der ARCA Series West, und das bereits in seinem vierten Start.

„Das war nicht nur ich, das waren all meine Jungs hinter mir“, sagte Mayhew nach dem Rennen. „Sie haben unglaublich hart gearbeitet, damit wir überhaupt hier starten konnten. Wir hatten das ganze Wochenende ein sehr schnelles Auto. Wegen der Probleme vor dem Qualifying konnten wir keine Zeit setzen, also haben wir uns Fahrer für Fahrer nach vorn gearbeitet. Ich habe Robbie einen kleinen Stoß gegeben. Er hat gesagt, er hätte wohl das Gleiche gemacht.“

Familiengeschichte und emotionaler Abend

Mit dem Sieg tritt Mayhew in die Fußstapfen seines Vaters David Mayhew. Dieser hatte seinen ersten West-Series-Erfolg einst erst bei seinem 25. Start auf dem Iowa Speedway gefeiert. Taylor benötigte dagegen lediglich vier Rennen, um ebenfalls einen Sieg in der traditionsreichen Westküstenserie einzufahren.

Besonders passend: David Mayhew kannte Kyle Busch persönlich gut. Entsprechend emotional war der Erfolg beim nach dem NASCAR-Star benannten Kyle Busch Classic für die Familie.

„Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team und kann kaum glauben, dass ich hier stehe“, erklärte Mayhew. „Mein Vater kannte Kyle ziemlich gut. Diese Trophäe zuhause im Regal zu haben, wird wirklich etwas Besonderes sein.“

Für Kennealy war die Niederlage dagegen besonders bitter. Der Fahrer von Jan’s Racing Team verpasste seinen ersten West-Series-Sieg der Saison nur um wenige Meter. Trotzdem machte er Mayhew für dessen Manöver keinen Vorwurf.

„In dem Moment kann ich nicht wirklich sauer sein, weil ich wahrscheinlich den gleichen Move gemacht hätte“, sagte Kennealy. „Dieses Rennen ist für mich emotional. Vor zwei Jahren, vor zwei Tagen, war die Gedenkfeier für den Tod meines Vaters. Ich wollte dieses Rennen unbedingt gewinnen – auch wegen Kyle Busch. Wir haben den ganzen Tag hart gekämpft. Da gibt es keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.“

Siebter Sieger in sieben Rennen

Das Kyle Busch Classic setzte damit eine außergewöhnliche Serie fort: Zum vierten Mal in Folge wurde ein Rennen der ARCA Series West mit einem Überholmanöver in der letzten Runde entschieden. Gleichzeitig gab es in den vergangenen sieben Rennen sieben unterschiedliche Sieger.

Hinter Mayhew und Kennealy komplettierte dessen Teamkollege Cole Denton das Podium. Vito Cancilla überzeugte bei seinem West-Series-Debüt mit Rang vier. Huddleston fing sich nach seinem Dreher noch und wurde Fünfter.

Die ARCA Menards Series West bleibt noch für zwei Rennen in der Saison 2026 aktiv. Weiter geht es am 17. Oktober auf dem Phoenix Raceway mit dem Desert Diamond Casino West Valley 100.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.