Cockpit-Frage gelöst: Cole Custer steuert Haas-Boliden auch in der Cup-Saison 2027
Cole Custer und das Haas Factory Team werden gemeinsam die NASCAR Cup Series 2027 angreifen – Damit ist die Startnummer 41 besetzt
Cole Custer hat seinen Vertrag beim Haas Factory Team verlängert. Damit wird der 28-Jährige auch in der NASCAR-Cup-Saison 2027 am Steuer des Chevrolet mit der Startnummer 41 sitzen. Spekulationen, Custer könne sein Cockpit für Brad Keselowski räumen und in die NASCAR O’Reilly Auto Parts Series zurückkehren, sind damit vom Tisch.
Der Rennfahrer aus Kalifornien ist bereits seit 2017 eng mit dem Rennstall verbunden und bestritt seither zahlreiche Einsätze für Teambesitzer Gene Haas in der Cup- und O’Reilly-Serie. Seinen bislang einzigen Laufsieg in der höchsten NASCAR-Klasse feierte er 2020, als Haas noch gemeinsam mit Tony Stewart antrat. Sein Vater Joe Custer ist derweil als Präsident des NASCAR-Teams sowie als Geschäftsführer des hauseigenen Formel-1-Rennstalls tätig.
„Wir freuen uns darauf, Cole Custer 2027 wieder in unserem #41 Haas-Factory-Chevrolet an Bord zu haben“, erklärt Teaminhaber Haas. „Cole besitzt das Potenzial zum Champion und bringt genau die Konstanz mit, die wir Woche für Woche benötigen. Wir sind stolz darauf, ihn weiterhin in der NASCAR Cup Series zu unterstützen.“

Trotz des wiederholten Lobs blieben die ganz großen Erfolge für das Ein-Wagen-Team zuletzt aus. Seit dem Ausstieg von Tony Stewart Ende 2024 wartet die Haas-Mannschaft auf den sportlichen Durchbruch; 2025 reichte es in der Gesamtwertung lediglich zu einem ernüchternden 32. Rang. Hinzu kam vor der Saison der Herstellerwechsel von Ford zu Chevrolet.
Ein Engagement von Keselowski galt in der Gerüchteküche nicht zuletzt deshalb als denkbares Szenario, weil Haas in der Vergangenheit mit Stewart bereits auf ein Teilhabermodell gesetzt hatte. Zudem gilt Custer in der O’Reilly-Serie als verlässlicher Siegfahrer: 2023 krönte er sich dort zum Champion und blickt inzwischen auf 15 Laufsiege zurück.
Auch 2026 präsentiert sich Haas im Unterhaus extrem schlagkräftig – Titelkandidat Sheldon Creed, der das Team am Jahresende verlassen wird, führt das Klassement an, während Sam Mayer ebenfalls im Playoff-Feld mitmischt.
Die Spekulationen um eine Rochade haben sich nun zerschlagen. Da Haas über lediglich einen Charter verfügt, bleibt dieser fest in den Händen von Custer. Der 28-Jährige muss trotz des Abgangs von Creed nicht zurück in die zweite Liga beordert werden, um den Weg für Keselowski freizumachen. Damit herrscht für Custer auch 2027 sportliche Kontinuität.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.







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