NASCAR Trucks in Charlotte: Riggs zwingt Tabellenführer Honeycutt in die Knie

NASCAR Trucks in Charlotte: Riggs zwingt Tabellenführer Honeycutt in die Knie
Foto: NASCAR Media / David Jensen/Getty Images

Layne Riggs hat sich beim Chase-Lauf der NASCAR Truck Series auf dem Charlotte Motor Speedway gegen Tabellenführer Kaden Honeycutt durchgesetzt – Mit seinem siebten Saisonsieg verkürzt der Ford-Pilot den Rückstand im Titelkampf auf nur noch 17 Punkte

Layne Riggs hat am Freitagabend das Ecosave 200 der NASCAR Craftsman Truck Series auf dem Charlotte Motor Speedway für sich entschieden und damit den Titelkampf im Chase wieder spannend gemacht. Der Pilot von Front Row Motorsports pflügte von Startplatz 13 durch das Feld, rang Meisterschaftsspitzenreiter Kaden Honeycutt in Runde 128 von 134 nieder und verkürzte mit seinem siebten Saisonsieg den Punkterückstand auf lediglich 17 Zähler. Honeycutt verlor kurz vor Schluss auch noch Rang zwei an Christian Eckes, rettete nach einem Mauerkontakt aber Rang drei ins Ziel.

Schon in der Anfangsphase hatte Riggs über den Teamfunk selbstbewusst verkündet, dass die Konkurrenz in ernsthaften Schwierigkeiten stecke. Ganz so mühelos gestaltete sich der Ritt zur Zielflagge dann allerdings doch nicht, denn die Boxencrew des Ford-Piloten erwischte keinen fehlerfreien Abend. Immer wieder verlor Riggs beim Service wertvollen Boden, den er sich mit harten Manövern auf dem Asphalt zurückholen musste.

„Das war am Ende ein verdammt harter Kampf zwischen mir und der Startnummer 11“, freute sich Riggs nach dem Zieldurchlauf über das Duell mit Honeycutt. „Es hat riesigen Spaß gemacht. Ich glaube, ich musste die #11 drei- oder viermal überholen, nachdem wir jedes Mal bei den Stopps zurückgefallen waren. Wir müssen definitiv in der Boxengasse arbeiten, das ist nach wie vor unsere Schwachstelle. Aber ich habe einfach weiter nach vorne gepusht.“

Für den Front-Row-Piloten war der Coup zugleich die sportliche Erlösung für das Desaster Ende September auf dem Kansas Speedway, als er auf Rang zwei liegend in der Schlussphase in die Mauer krachte und auf Platz 19 abstürzte. „In Kansas war ich vorne dabei und habe mir intern selbst den Druck gemacht, dass ich unbedingt gewinnen muss“, blickte Riggs zurück. „Heute hatte ich überhaupt keinen Druck. Ich bin einfach rausgegangen und habe das Ding gefahren.“

Honeycutt verließ die Boxengasse zwar mehrfach vor seinem Widersacher, fand auf dem 1,5-Meilen-Oval aber letztlich keine Antwort auf den Speed des Verfolgers. Sieben Runden vor Schluss brach dem Toyota-Fahrer auf der Außenbahn das Heck aus, touchierte die Mauer und machte die Tür für den Führungswechsel auf.

„Ich habe keine Ahnung, wie zum Teufel ich das Auto da noch abgefangen habe“, gab Honeycutt nach seinem Beinahe-Dreher zu. „Wenn ich mir die Wiederholung ansehe, wünschte ich, ich hätte ihn nicht so aggressiv mit Air-Blocking verteidigt. Das hat mir letztlich alles kaputtgemacht. Ich habe mich viel zu sehr auf ihn fixiert, statt einfach mein eigenes Rennen zu fahren.“

Hinter dem Sieger sicherte sich Eckes zum zweiten Mal in Serie den zweiten Platz, liegt vor den verbleibenden vier Chase-Rennen aber weiterhin 88 Punkte hinter Honeycutt auf Rang vier der Tabelle. „Unser Chevrolet war den ganzen Tag über richtig stark“, zog Eckes Bilanz. „Auf den Geraden fehlte uns etwas Topspeed und wir hatten mit der Balance zu kämpfen. Zweimal in Folge Zweiter zu werden, ist trotzdem gut. Natürlich wollen wir gewinnen, und ich habe das Gefühl, dass wir ganz kurz davor sind.“

Chandler Smith kam hinter dem Gaststarter Bayley Currey als Fünfter ins Ziel und weist im Titelrennen nun 77 Punkte Rückstand auf. Die Top 10 komplettierten Daniel Hemric, Landen Lewis, Andres Perez De Lara, Tyler Ankrum und Justin Haley.

Das Renngeschehen wurde von fünf Gelbphasen über 28 Runden und einer knapp 13-minütigen Rennunterbrechung mit Roter Flagge in Runde 118 geprägt. Eine Massenkarambolage mit acht Fahrzeugen eliminierte unter anderem Connor Mosack und Rajah Caruth, deren Boliden als Hommage an Meilensteine von Kyle Busch Motorsports an den Start gegangen waren.

Die NASCAR Truck Series gastiert am Freitag auf dem Phoenix Raceway, wo die nächste Chase-Runde über den Einzug ins Saisonfinale entscheidet.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.