Heimspiel für Dominator Palou: Steht der IndyCar-Deal in Barcelona kurz bevor?

Heimspiel für Dominator Palou: Steht der IndyCar-Deal in Barcelona kurz bevor?
Foto: Penske Entertainment: Joe Skibinski

Kehrt die IndyCar-Serie nach zwei Jahrzehnten auf europäischen Boden zurück? Ein geplanter Lauf in Barcelona soll Superstar Alex Palou ein Heimrennen bescheren, während hinter den Kulissen noch um die Machbarkeit und die Unterschriften gerungen wird

Es wäre ein echter Hammer: Wagen die IndyCars bereits in der Saison 2027 den Sprung über den Atlantik? Schauplatz des Geschehens dürfte der Circuit de Barcelona-Catalunya sein – die Heimstrecke des aktuellen Titelträgers Alex Palou. Der Spanier, der das Geschehen 2026 klar dominierte, hätte sich einen Grand Prix vor heimischer Kulisse nach seinen Erfolgen der vergangenen Jahre zweifellos verdient.

Doch wie viel Substanz steckt hinter den Gerüchten? Portale wie Motorsport.com berichten von einer bereits besiegelten Vereinbarung. Unter Berufung auf die spanische Tageszeitung El Periodico heißt es, der Europa-Lauf solle im Juli 2027 über die Bühne gehen und zeitnah offiziell verkündet werden. Vonseiten der IndyCar-Verantwortlichen gab es auf Medienanfragen bislang allerdings keine Stellungnahme.

Ein Gastspiel in Montmelo läge nahe: Der Kurs ist bestens Formel-1-erprobt und liegt unmittelbar vor der Haustür des Dominators Palou, der in der Region Barcelona aufgewachsen ist und dort schon zahlreiche Nachwuchsrennen bestritten hat. Hinzu kommt, dass Barcelona künftig nur noch sporadisch Teil des Formel-1-Kalenders sein wird – nämlich in den Jahren 2028, 2030 und 2032. Ein hochkarätiges Alternativ-Event käme den Streckenbetreibern daher mehr als gelegen.

Das US-Fachmagazin Racer.com tritt indes auf die Euphoriebremse: Unterschrieben sei noch nichts. Zwar bestätigt das Portal einen Vor-Ort-Besuch von Spitzenfunktionären der Penske Entertainment Group in Katalonien, und auch andere Nationen buhlen um einen Lauf. Spanien rangiere dank Palous Höhenflug jedoch ganz oben auf der Prioritätenliste; Brasilien wiederum könnte ab 2028 ein Thema werden.

Ein Abstecher nach Übersee bleibt für das Fahrerfeld dennoch ein logistischer Kraftakt. Das gesamte Material sowie die Infrastruktur der Teams sind auf den nordamerikanischen Kontinent zugeschnitten – organisatorische Hürden, die erst überwunden werden müssen. Laut Racer.com sei der Vertrag folglich noch nicht spruchreif, wenngleich beide Parteien mit Hochdruck daran arbeiteten, das Event 2027 zu realisieren. Spekulationen über ein mehrjähriges Abkommen ließen sich bisher nicht verifizieren.

Ein historischer Rückblick verdeutlicht die Dimensionen des Vorhabens: Das letzte IndyCar-Rennen außerhalb Nordamerikas ging 2013 im brasilianischen Sao Paulo über die Bühne. Auf europäischem Asphalt gastierte das US-Pendant zuletzt 2007, als die damalige Champ-Car-Serie im niederländischen Assen startete. Zuvor machten die US-Monoposti im Rahmen der CART- und IndyCar-Ära unter anderem in Großbritannien sowie auf dem deutschen Lausitzring Station.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite | + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.