Zehn-Jahres-Deal perfekt: IndyCar kehrt mit Barcelona-Rennen nach Europa zurück
Die IndyCar Series wird 2027 für mehrere Jahre nach Europa zurückkehren – Im Rahmen der Kalenderveröffentlichung gab die nordamerikanische Formel-Serie offiziell den Termin für ein Rennen in Barcelona bekannt
Die IndyCar Series wagt nach mehr als einem Jahrzehnt wieder den Sprung über den Atlantik: Vom 16. bis 18. Juli 2027 trägt die US-Formelserie ein Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya aus. Für den mehrmaligen Champion Alex Palou wird das Rennwochenende zum lang ersehnten Heimspiel.
Der traditionsreiche Grand-Prix-Kurs in Montmeló vor den Toren Barcelonas wird Schauplatz eines historischen Wochenendes. Für Palou, der das Geschehen im US-Formelsport in den vergangenen Jahren mit Chip Ganassi Racing maßgeblich dominiert hat, geht damit ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung.
„Ich freue mich riesig darauf, beim ersten IndyCar-Rennen in Barcelona am Start zu sein“, so Palou. „Das ist eine fantastische Möglichkeit und es bedeutet mir unglaublich viel, endlich ein Heimrennen in Barcelona zu haben. Das lässt sich kaum in Worte fassen. Ich weiß, dass die Fans es lieben werden, und wir wollen ihnen eine packende Show bieten. Zusammen mit der Mannschaft von Chip Ganassi Racing werden wir alles geben, um die Trophäe im Juli nach Hause zu holen.“

Zehn-Jahres-Vertrag sichert langfristige Europa-Rückkehr
Bei der offiziellen Präsentation der Veranstaltung stellte Pau Relat, Präsident der Betreibergesellschaft Fira de Barcelona und Fira Circuit, die Pläne für die Zukunft vor: Die Vereinbarung mit Penske Entertainment soll laut ihm eine Laufzeit von vollen zehn Jahren haben.
Für den Kurs bedeutet die Verpflichtung der IndyCar Series eine gezielte Erweiterung des eigenen Profils neben etablierten Formaten wie der MotoGP. Relat betonte, dass man eine klare, langfristige Vision verfolge, um den IndyCar Grand Prix von Barcelona dauerhaft als feste Größe im internationalen Rennkalender zu etablieren und neue Zuschauergruppen an die Strecke zu locken.
Das Ende einer langen internationalen Durststrecke
Mit dem Schritt nach Katalonien beendet die IndyCar Series eine jahrelange Abstinenz abseits des nordamerikanischen Kontinents. Zuletzt fuhr die Serie im Mai 2013 auf dem Stadtkurs von Sao Paulo in Brasilien außerhalb Nordamerikas.
Auf europäischem Boden liegt der bis dato letzte Auftritt der US-Open-Wheel-Elite sogar noch weiter zurück: Im September 2007 trug die damalige Champ-Car-Serie ein Rennen auf dem TT Circuit Assen in den Niederlanden aus, das der Brite Justin Wilson für RuSPORT für sich entschied.
Auch im Formel-1-Fahrerlager stieß die Ankündigung auf Freude. Der spanische F1-Routinier und ehemalige Indy-500-Starter Fernando Alonso äußerte sich im Rahmen des US-Grand-Prix auf dem Circuit of The Americas äußerst positiv: „Das ist natürlich ein historisches Ereignis für unser Land und für Barcelona“, sagte Alonso.

Mark Miles besiegt seinen Endgegner
Hinter den Kulissen galt vor allem Mark Miles, President und Geschäftsführer von Penske Entertainment, als treibende Kraft hinter der internationalen Expansion. Seit seinem Einstieg vor über einem Jahrzehnt versuchte Miles wiederholt, neue Überseerennen zu etablieren. Die Liste der gescheiterten oder versandeten Versuche ist lang: Sondierungsgespräche und Pläne für Rennen in Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Mexiko (Mexiko-Stadt, Monterrey, Puebla), China (Wuhan), den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Italien, Australien und Japan führten zu keinem wertbaren Ergebnis. Mit dem Spanien-Deal hat Miles seinen “Endgegner” besiegt.
„Das ist ein monumentaler Tag für unseren Sport“, erklärte Miles. „Wir freuen uns sehr darauf, unseren extrem umkämpften Rad-an-Rad-Motorsport nach Europa zu bringen, und das vor allem in die Heimat von Alex Palou. Wir erleben Alex’ außergewöhnliches Talent seit Jahren und wissen, wie sehr die spanischen Fans darauf brennen, ihn live an der Strecke racen zu sehen.“
Der Circuit de Barcelona-Catalunya zähle zu den weltweit bekanntesten Motorsport-Schauplätzen und biete vor den Toren der katalanischen Metropole die ideale Kulisse für das Europa-Comeback der Serie.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.







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