Goldener Schlusspunkt: Max Reaves triumphiert beim ARCA-Abschied von Joe Gibbs Racing

Goldener Schlusspunkt: Max Reaves triumphiert beim ARCA-Abschied von Joe Gibbs Racing
Foto: Ted Malinowski/ARCA Racing

Emotionaler Abschied in der Wüste von Arizona: Max Reaves hat das letzte ARCA-Rennen der Teamgeschichte für Joe Gibbs Racing gewonnen – Bei einsetzendem Regen und nach packenden Duellen behielt der Nachwuchsfahrer in Phoenix die Nerven

Max Reaves hat am Samstagabend auf dem Phoenix Raceway das Desert Diamond Casino West Valley 100 der ARCA Menards Series West gewonnen und Joe Gibbs Racing damit einen perfekten Abschied beschert. Der Nachwuchspilot steuerte die Startnummer 18 des Traditionsteams trotz zweier später Restarts zum Sieg, ehe einsetzender Regen das Rennen unter Gelb vorzeitig beendete. Für Reaves war es der erste Triumph in der West-Serie überhaupt, während JGR mit diesem Erfolg sein ARCA-Programm nach der Saison 2026 planmäßig und mit einem letzten Pokal im Gepäck einstellt.

Für den Rennsieger ging damit ein hochemotionaler Abend zu Ende, der ihm sportlich alles abverlangte. Der Schlusspunkt unter die Ära des Rennstalls auf der ARCA-Plattform bedeutete ihm sichtlich viel.

„Sie haben mir die Welt bedeutet und sie werden mir immer die Welt bedeuten, weil ich hier angefangen habe“, sagte Reaves über die Mannschaft von Joe Gibbs Racing. „Das ist so ein erfolgreiches Team. Ich muss einfach jedem bei JGR und meinem Fahrer-Coach Bobby Labonte für alles danken, was sie für mich getan haben. Ich bin einfach überglücklich, Teil dieser Organisation zu sein.“

Sportlich dominierte Reaves zwar weite Teile der Anfangsphase und des Schlusssprints, doch der Weg zur Siegerehrung war ein hartes Stück Arbeit. Taylor Reimer im Chevrolet mit der Startnummer 82 von Pinnacle Racing Group machte dem späteren Sieger über weite Strecken des Rennens das Leben schwer und saß ihm rundenlang im Nacken.

Bereits vor der Halbzeitpause gelang es Reimer, Reaves die Führung zu entreißen, ehe sich dieser die Spitzenposition beim folgenden Restart zurückholte. In der Schlussphase entbrannte im dichten Überrundungsverkehr erneut ein packender Schlagabtausch, bei dem Reimer kurzzeitig wieder die Nase vorn hatte.

Reaves konterte die Attacke jedoch mit einem sauberen Crossover-Manöver auf der Innenbahn und eroberte Platz eins zurück. Nur Augenblicke später kam es zu einer Berührung mit dem überrundeten Fahrzeug von Andrew Chapman, was das Feld für einen Overtime-Restart wieder eng zusammenführte.

Zwar konnte sich Reaves beim Restart sofort leicht absetzen, doch ein Crash von Helio Meza im Kampf um Rang zwei rief erneut die Gelbe Flagge auf den Plan. Wenige Augenblicke später setzte der Regen über Avondale ein, sodass die Rennleitung keine andere Wahl hatte, als das Geschehen vorzeitig abzuwinken.

„Ich war wirklich extrem nervös. Wir hatten vom ersten Training bis zum Ende des Rennens ein verdammt schnelles Auto“, gab Reaves nach dem Rennen offen zu Protokoll. „Ich glaube, das war das nervöseste Gefühl, das ich je in einem Rennwagen hatte, so etwa zwölf Runden vor Schluss. Ich habe so sehr gehofft, dass keine Gelbphase kommt, aber genau das ist passiert.“

Am Ende überwog beim Youngster jedoch die pure Erleichterung über den Coup. „Ich muss einfach meiner gesamten Crew danken. Ich bin so dankbar, diesen Cook-Out-Camry noch ein letztes Mal in die Victory-Lane gebracht zu haben. Ich bin einfach unheimlich glücklich, dass es mit so einem Höhepunkt zu Ende gegangen ist.“

Hinter Reaves überquerte Reimer die Ziellinie als Zweite und verbuchte damit ihr bislang bestes Karriereergebnis auf ARCA-Ebene. Rang drei sicherte sich Mason Massey vor Gavan Boschele und Kasey Kleyn. Die Top 10 komplettierten Hailie Deegan, Trevor Huddleston, Mia Lovell, Jade Avedisian und Robbie Kennealy.

Das große Saisonfinale der ARCA Menards Series West steigt am Samstag, den 31. Oktober, auf dem Kevin Harvick’s Kern Raceway mit dem NAPA Auto Parts 150.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.