Mauerküsse und Führungswechsel: Corey Day siegt nach irrem NASCAR-Thriller in Sin City

Mauerküsse und Führungswechsel: Corey Day siegt nach irrem NASCAR-Thriller in Sin City
Foto: NASCAR Media / Chris Graythen/Getty Images

Corey Day hat sich in einem dramatischen Schlussspurt auf dem Las Vegas Motor Speedway durchgesetzt – Der 20-jährige Hendrick-Youngster bezwang Carson Kvapil nach einem packenden Duell in den letzten Runden hauchdünn

NASCAR-Rookie Corey Day hat am Samstag das Focused Health 302 auf dem Las Vegas Motor Speedway für sich entschieden. Der 20-Jährige setzte sich im Chevrolet mit der Startnummer 17 von Hendrick Motorsports in einem packenden Schlussspurt gegen JR-Motorsports-Pilot Carson Kvapil durch. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,287 Sekunden feierte Day seinen dritten Sieg in der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series und verbesserte sich in der Meisterschaft auf Rang fünf.

Das Finale in Sin City entwickelte sich zu einem echten Krimi. In den letzten zwölf Runden wechselte die Führung zwischen Day und Kvapil gleich viermal hin und her. Day schrammte mehrfach an der Außenmauer entlang, setzte aber zwei Umläufe vor Schluss das entscheidende Manöver und machte den Triumph perfekt.

„Oh Mann, das Auto war völlig am Untersteuern, und ich hatte solche Angst, nach unten zu rutschen, über die Front zu schieben und ihn vorbeizulassen“, strahlte Day nach dem Rennen. „Es war einfach ein großartiges Auto insgesamt. Um ehrlich zu sein, hatten wir über den Sommer echt zu kämpfen. Wir haben im April in Talladega gewonnen, dann fast in Dover, und danach lief erst einmal gar nichts mehr. Das fühlt sich jetzt richtig gut an. Es war definitiv ein dominanter Tag für uns mit einem fantastischen Wagen.“

Day war von der Pole-Position gestartet, entschied die erste Stage für sich und führte das Feld über 136 von 201 Runden souverän an. „Ich wusste von Beginn des Jahres an, dass wir Titelanwärter sein würden“, betonte der Youngster mit Blick auf die verbleibenden fünf Saisonläufe. „Wir hatten zwar eine Durststrecke im Sommer, aber jetzt bringen wir die Dinge wieder in die richtige Richtung. Wir werden einfach weiterarbeiten.“

Kvapil zeigte sich trotz der knappen Niederlage kämpferisch. Durch Platz zwei kletterte der 23-Jährige in der Gesamtwertung auf den zweiten Rang und liegt nun noch 19 Punkte hinter Tabellenführer Sheldon Creed.

„Ich hatte das Gefühl, dass unser Material ganz unten auf der Bahn richtig stark war“, bilanzierte Kvapil sein Rennen. „Ein riesiges Lob an die Jungs, die mir ein Top-3-Auto hingestellt haben. Am Ende dachte ich eigentlich, dass die 17 extrem stark ist. Etwas Überrundungsverkehr hat ihn dann aufgehalten, und ich konnte ganz unten in Turn 1 und 2 etwas Speed finden. Ich habe die obere Linie an der Mauer gar nicht wirklich probiert. Mir war klar, dass es für mich am besten ist, unten zu bleiben, sobald ich an ihm vorbei war. Er ist dann ganz oben gefahren und hat die Kurve einfach perfekt getroffen.“

Foto: NASCAR Media / Chris Graythen/Getty Images

Hinter dem Führungsduo sicherte sich der aktuelle Champion Jesse Love im Richard-Childress-Chevrolet den dritten Rang. Die Plätze vier und fünf gingen an William Sawalich und Taylor Gray. Sam Mayer kämpfte sich nach einer Strafe beim Boxenstopp nach Stage 2 vom Ende des Feldes zurück und belegte Position sechs, nachdem er zuvor das zweite Segment gewonnen und 40 Runden lang geführt hatte. Jeremy Clements, Anthony Alfredo und Chase-Teilnehmer Austin Hill komplettierten die Top 10.

Ein herber Rückschlag traf derweil Justin Allgaier. Nach dem Boxenstopp zur ersten Stage-Pause geriet der Toyota von Brandon Jones in Turn 2 ins Rutschen und drückte Allgaiers Wagen unsanft in die Mauer. Für den Meister der Regular-Season bedeutete der Vorfall nach einer Notreparatur letztlich nur Rang 34.

„Ich habe gelupft und versucht, außen an Jones vorbeizuschlüpfen, aber es hat einfach nicht gereicht“, ärgerte sich Allgaier. „Es tut mir unheimlich leid für jeden Einzelnen im Team. Wir hatten das ganze Jahr über überall richtig Speed, deshalb ist es extrem frustrierend, so in die Playoffs zu starten. Wir fahren nächste Woche nach Charlotte und versuchen, wieder zu gewinnen. Ein enttäuschendes Ende für einen Tag, an dem wir dachten, wir kämen gut voran.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.