Rückschlag in Phoenix: Warum Denny Hamlin im Titelkampf erneut an sich selbst scheitert
Denny Hamlin hat beim NASCAR-Lauf in Phoenix die ideale Gelegenheit verpasst, im Meisterschaftskampf an Kyle Larson vorbeizuziehen – Wegen eines verpatzten Boxenstopps und eines Reifenschadens fiel der Gibbs-Pilot stattdessen auf Rang vier zurück
Als Kyle Larson auf dem Phoenix Raceway strauchelte, bot sich für Denny Hamlin die ideale Chance, sich wieder an die Spitze zu setzen. Doch der Gibbs-Pilot ließ die Gelegenheit ungenutzt und belegt in der Chase-Wertung nun lediglich Rang vier – mit 31 Punkten Rückstand auf den Hendrick-Piloten. Hamlin bräuchte einen absolut fehlerfreien Chase, um endlich seinen ersten Titel einzufahren. 2026 gelingt dem 45-Jährigen dieses Kunststück abermals nicht und seine Chancen schwinden.
Auf die Konkurrenz blickt Hamlin nach dem jüngsten Rückschlag dennoch nicht: „Weil es um unseren Tag geht und nicht um den der anderen. Wir haben Rennen nicht nach unseren besten Möglichkeiten zu Ende gefahren. Wenn wir also jetzt ganz schnell damit anfangen können, weiß man nie, was noch passieren kann.“

Der Fehlerteufel fuhr wieder einmal mit: Ein verpatzter Stopp, der Verlust wichtiger Track-Position und schließlich ein Reifenschaden verhinderten, dass Hamlin das volle Potenzial seines Wagens ausschöpfen konnte. Larsons Patzer blieb von Hamlin damit nahezu unbestraft.
„Eine Kurve vorher spürte ich, wie das Auto aufsetzte“, erklärt Hamlin. „Da wusste ich definitiv, dass mit einem Reifen etwas nicht stimmte. Ab dem Moment habe ich nur versucht, durchzuhalten und es irgendwie an die Boxengasse zu schaffen – und natürlich hatte ich mit dem platten rechten Hinterreifen keine Ahnung, wie schnell ich überhaupt unterwegs war.“
„Der Anfang war nicht besonders gut, nachdem wir in den Verkehr geraten waren. Aber in der zweiten Rennhälfte waren wir meiner Meinung nach stark und drauf und dran, um den Sieg mitzufahren. Und ich war gerade direkt an der [Nummer] 19 dran im Kampf um Platz drei, als der Reifen platzte. Also definitiv nicht optimal, aber was willst du machen?“
„Ich habe das Gefühl, wir müssen – wenn wir so ein gutes Auto haben wie heute in der zweiten Rennhälfte – das Rennen einfach auch gut beenden. Und genau das haben wir zuletzt einfach nicht geschafft“, stellt Hamlin klar. Im Titelkampf 2026 droht der Routinier nun erneut daran zu scheitern, dass sich in der entscheidenden Schlussphase zu viele Patzer einschleichen.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.







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