Zwischen Podest und Frust: Dominique Schaak hadert trotz Master-Podium mit NASCAR-Saison

Zwischen Podest und Frust: Dominique Schaak hadert trotz Master-Podium mit NASCAR-Saison
Foto: Michael Großgarten / Leadlap.de

Beim packenden Saisonfinale der NASCAR Euro Series im belgischen Zolder sicherte sich Dominique Schaak am vergangenen Wochenende Rang drei in der Master Trophy – Trotz des versöhnlichen Podestplatzes hadert der Magdeburger Rennfahrer mit verpassten Chancen und blickt selbstkritisch auf eine wechselhafte Saison zurück

BS+BREMOTION und Dominique Schaak blicken auf eine Saison 2026 mit Licht und Schatten zurück. Der Deutsche belegte in der NASCAR Euro Series OPEN den elften Rang der Gesamtwertung und holte damit Platz drei in der Master Trophy für aufstrebende Fahrer. Obwohl es einige beachtliche Höhepunkte gab, fällt das Fazit des Magdeburgers ernüchternd aus: Mit der Ausbeute ist er letztlich nicht glücklich.

Zunächst lohnt sich ein Blick auf das Playoff-Finale in Zolder, bei dem erneut doppelte Zähler auf dem Spiel standen. Schaak qualifizierte sich für Startplatz 13 und schob sich im Samstagsrennen – das durch einen heftigen Regenschauer samt Boxenstopps eine turbulente Dynamik entwickelte – auf Rang elf nach vorn. Am Sonntag folgte mit Position zwölf ein solider Abschluss des Rennjahres.

„Natürlich ist es nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht habe“, blickt Schaak gegenüber Leadlap.de auf Zolder zurück. „Auch wenn die Chance nur noch sehr gering war, habe ich bis zum Schluss gehofft, am Ende in der Master Trophy ganz oben stehen zu dürfen. Ich bin letztlich zu defensiv in das Wochenende gegangen, wollte nicht zu viel riskieren und habe etwas auf den Renngott gehofft. Mit Platz elf und Platz zwölf in den Rennen hat es einfach nicht gereicht, um am Ende ganz oben zu stehen.“

„Im ersten Rennen im Regen hatte ich einen extrem guten Speed, kam aber im Dreikampf weder an Florian Richard noch an Maxim van Laere vorbei“, erklärt er. „Auch im zweiten Rennen war Platz zwölf unterm Strich zu wenig. Daher ist Platz drei in der Master Trophy zwar ein versöhnlicher Abschluss, aber natürlich nichts, was mich glücklich macht, da ich mein Ziel verfehlt habe, die Wertung zu gewinnen. In der Gesamtwertung wollte ich erneut in die Top 10 fahren; das habe ich mit Platz elf am Ende knapp verpasst.“

Nach sechs kräftezehrenden Events, zwölf umkämpften Läufen und einer stetigen Achterbahnfahrt der Gefühle resümiert Schaak: „Es war eine sehr harte Saison, und das Feld lag extrem eng beisammen. Bis zum Schluss gab es in der Gesamtwertung sowie in allen Trophies viele Möglichkeiten, und mehrere Fahrer hätten sich den Titel sichern können. Bezogen auf das Rennwochenende sorgt Platz drei zwar für ein kleines Schmunzeln, entspricht aber natürlich nicht meinen Erwartungen.“

Foto: Michael Großgarten / Leadlap.de

„Wir haben die Masters Trophy nicht in Zolder verloren, sondern vielmehr beim Saisonauftakt in Valencia“, stellt Schaak klar. „Dort lag ich auf den Gesamträngen acht und neun, fiel im ersten Rennen mit einem Achsschenkelbruch aus und hatte im zweiten Rennen einen Reifenschaden.“

„Da haben wir sehr viele Punkte liegen lassen. Auch in Vallelunga waren die Ergebnisse – gerade in den Playoffs – nicht ausreichend. Diese beiden Wochenenden waren der Knackpunkt dafür, dass am Ende zu wenige Punkte auf dem Konto standen, um in den Top 10 zu landen und die Masters Trophy zu gewinnen“, so die klare Analyse des Piloten im BS+BREMOTION-Chevrolet mit der Startnummer 99.

Foto: Michael Großgarten / Leadlap.de

„Daran müssen wir arbeiten“, blickt er nach vorne. „Gemeinsam mit dem Team habe ich bereits analysiert, woran es lag. Ich kenne meine Schwächen, möchte sie in der kommenden Saison abstellen, mich verbessern, an den entsprechenden Stellschrauben drehen und im nächsten Jahr stärker zurückkehren. Im besten Fall erreichen wir die diesjährigen Ziele dann in der neuen Saison.“

„Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden mit der Leistung des Teams. Wir haben eine solide Saison mit guten Ergebnissen abgeliefert und waren bis zum Schluss in allen Wertungen im Titelrennen vertreten“, freut sich Schaak. „Dass wir bis zum letzten Lauf in der Teamwertung, in der Junior Trophy, in der V8GP- sowie in der Master-Wertung Titelchancen hatten, beweist, dass wir auf einem guten Weg sind. Wenn wir an den entscheidenden Stellen noch zehn bis 20 Prozent zulegen, werden wir unsere Ziele erreichen – und das steht für das nächste Jahr ganz oben auf der Agenda.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.