„Trotz guten Rennspeeds“ in Italien: Dominique Schaak spricht von „Schadensbegrenzung“

„Trotz guten Rennspeeds“ in Italien: Dominique Schaak spricht von „Schadensbegrenzung“
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Dominique Schaak wollte in den Playoffs so richtig angreifen, musste in Vallelunga aber den Schaden begrenzen – Für das Finale in Zolder ist der Deutsche hochmotiviert, um die Master Trophy zu kämpfen

Mit den Plätzen 13 und 14 hat Dominique Schaak mit BS+BREMOTION am ersten Playoff-Wochenende der NASCAR Euro Series nicht die Ergebnisse eingefahren, die er sich vorgenommen hatte. Trotz der kleinen Rückschläge liegt der Deutsche dennoch in Schlagdistanz, um sich die Master Trophy in der OPEN zu holen – auch wenn es ein hartes Stück Arbeit werden wird, Sandro Tavartkiladze zu schlagen.

„Ich würde sagen, es war ernüchternd“, so Schaak im Gespräch mit Leadlap.de. „Man kann es aber unter Schadensbegrenzung verbuchen, weil unsere Rennergebnisse mit Platz 13 und 14 spiegeln eigentlich nicht das wider, was wir empfunden haben in Vallelunga, weil unser Renn-Speed war gut. Im ersten Rennen konnte ich das leider auch nicht so richtig zeigen, da auch kein richtiger Rennrhythmus zustande gekommen ist mit den ganzen Safety-Car-Phasen.“

„Wir waren definitiv schneller als im Qualifying“, so Schaak, der im Zeittraining nur auf Platz 16 landete und damit eine schwierige Ausgangssituation für das Samstagsrennen hatte. „Auch im zweiten Rennen hatte ich eine gute Renn-Pace. Ich musste zwischenzeitlich meine Reifen ganz schön schonen, konnte aber zum Ende hin nochmal die Lücke zur Kampfgruppe mit Beitske Visser, Florian Richard, Melvin de Groot, Valentino Gambarotto und Jens Beeusaert schließen und konnte mich noch ordentlich einmischen.“

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„Aber ja, die Zeit ging hinten raus natürlich aus“, erklärt der BS+BREMOTION-Fahrer. „Hätte ich mich am Anfang im zweiten Rennen nicht so hart gegen Maxim van Laere verteidigen müssen, dann wären meine Reifen vielleicht nicht in die Knie gegangen und ich hätte viel früher in den Sechskampf vorne eingreifen können. Es war nicht so, aber wie gesagt: Platz 13 und 14 spiegeln irgendwie nicht unseren Renn-Speed wider, weil der war echt gut.“

„Wir waren ein bisschen verwundert, dass wir im Qualifying auf 16 stehen, ich selber auch, weil die Rundenzeit war jetzt nicht schlecht“, blickt Schaak auf den Samstagmorgen zurück. „Ich glaube, die anderen haben einfach nochmal eine Schippe draufgelegt. Und dann war natürlich die Ausgangslage nicht optimal. Aber wie gesagt: Die Ergebnisse spiegeln irgendwie nicht das wider, was wir in Vallelunga gefühlt haben, weil wir eigentlich einen guten Renn-Speed hatten und das lässt uns natürlich auch für Belgien hoffen.“

Aufgrund des schwierigen Playoff-Auftakts steht Schaak nun auf Platz elf der OPEN-Gesamtwertung und damit auf Rang drei der Master Trophy – hinter Tavartkiladze (+35 Punkte) und Richard (+4 Punkte). Da in Belgien in beiden Rennen wieder doppelte Punkte vergeben werden, hat der Magdeburger noch alle Chancen, in den Titelkampf einzugreifen.

„Ich bin auch froh, dass das Stolpern in Vallelunga, wenn man das so nennen kann, keine extrem exorbitanten Auswirkungen hatte, dass die Konkurrenz das nicht perfekt oder optimal nutzen konnte“, sagt er. „Bestes Beispiel ist Maxim van Laere, der als Master-Trophy-Tabellenführer angereist ist und am Ende jetzt bei den Masters auf Platz vier steht. Und da sieht man halt, wie schnell das gehen kann. Sandro Tavartkiladze hat natürlich ordentlich Boden gutgemacht mit 35 Punkten Vorsprung zu mir, aber in Zolder ist nach wie vor alles offen.“

„Sandro braucht da auch nur einen Ausfall haben oder mal in Probleme kommen und dann sieht das ganze Bild auch schon wieder was anders aus“, gibt sich Schaak vor dem Saisonfinale am 17. und 18. Oktober in Belgien kämpferisch. „Patrick [Brenndörfer, Teamchef] meinte, er will auf jeden Fall keine schlechtere Ausgangslage haben als vor Vallelunga für das Finale. Und das haben wir nicht. Wir stehen in der Master Trophy ja weiterhin auf Platz drei.“

„Der Titel ist dort möglich und auch realistisch“, stellt Schaak klar. „Und klar brauche ich da noch ein bisschen Glück von oben, aber wir haben gesehen, wie schnell das gehen kann. Und bei der Teamwertung sind wir auch weiterhin im Rennen um den Titel. Von daher war das Rennen in Vallelunga auf jeden Fall eine Schadensbegrenzung.“

In der Teamwertung sammelt Schaak zusammen mit Garrett Lowe, der in der V8GP-Meisterschaft startet, Punkte für das #99 Team. Nach dem ersten Playoff-Wochenende auf dem Autodromo di Vallelunga steht BS+COMPETITION auf Platz vier der Gesamtwertung – nur 28 Punkte hinter der Startnummer 24 von PK Carsport. Für das deutsche Team aus Frankfurt ist auch in dieser Wertung weiterhin alles möglich.

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„Ich freue mich jetzt auf Zolder. Ich mag die Strecke, wir waren da immer gut unterwegs“, blickt Schaak auf das Saisonfinale. „Das Team ist hochmotiviert. Ich bin dem Team mega dankbar. Wir sind eine absolute Einheit, wir sind eine eingeschworene Familie und manchmal ist das der Schlüssel zum Erfolg – auch wenn wir das kleinste Budget mitbringen und nicht aus den Vollen schöpfen können, wir jetzt keine große Möglichkeit hatten, um testen zu gehen.“

„Wenn man sich das anschaut: Wir hatten jetzt im Laufe der Saison drei Testtage, was ja auch keine richtigen Testtage waren, sondern eher Teststunden“, erklärt der 36-Jährige, der am Sonntag in Italien seinen Geburtstag feierte. „Und wir haben auch, was die Reifen betrifft, nicht immer die Möglichkeit, in den Freien Trainings oder auch bei den Tests einen nach dem nächsten rauszuschießen.“

„Von daher bin ich dem Team sehr dankbar, auch für den Teamspirit, und ich hoffe, dass das am Ende in Belgien der Schlüssel zum Erfolg ist. Wir sind alle hochmotiviert und ja, ich denke, in Belgien kann man einfach nur sagen: ‚Let’s race, the show must go on‘.“

„Der Titelkampf hat sich ordentlich zugespitzt und die Fans der EuroNASCAR dürfen sich in Zolder, glaube ich, auf packende Action in allen Klassen und in vielerlei Hinsicht freuen. Ich bin trotzdem sehr zuversichtlich und sage: Danke Vallelunga und danke EuroNASCAR, dass ich in der Situation sein und überhaupt im Cockpit sitzen darf.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.