Start-Ziel-Sieg: Max Reaves triumphiert dominant beim ARCA-Klassiker in Salem
Max Reaves hat das Rennen der ARCA Menards Series auf dem Salem Speedway von der Pole-Position aus gewonnen – Nach seinem bitteren Mauereinschlag im Vorjahr ließ das Joe-Gibbs-Racing-Talent der Konkurrenz diesmal keine Chance und führte jede einzelne Runde an
Max Reaves hat am Samstagabend das Spruce 212 der ARCA Menards Series auf dem traditionsreichen Salem Speedway im US-Bundesstaat Indiana gewonnen. Der Nachwuchsfahrer im Diensten von Joe Gibbs Racing dominierte das Short-Track-Event von der Pole-Position aus nach Belieben und führte das Feld von der ersten bis zur letzten Runde an. Für Reaves war es der vierte Saisonsieg in der Hauptserie und zugleich eine süße Revanche für das Vorjahr, als er an gleicher Stelle nach 173 Runden in der Mauer gelandet war.
Aus diesem Rückschlag der vergangenen Saison zog der Youngster die richtigen Schlüsse für seinen zweiten Auftritt auf dem extrem steilen Oval. Reaves wusste genau, dass die Außenbahn in Salem der Schlüssel zum Erfolg ist. Im diesjährigen Rennen klebte sein Toyota Camry wie auf Schienen im oberen Bereich der Strecke, wodurch er die Angriffe bei den zahlreichen Restarts souverän parierte.
„Vergangenes Jahr waren wir wirklich gut, aber es hat kein gutes Ende genommen“, erklärte ein erleichterter Reaves nach der Zieldurchfahrt. „Meine Jungs haben mir diese Woche einen so schnellen Camry hingestellt, und ich bin ihnen einfach unheimlich dankbar für alles.“
Die brenzligste Situation meisterte Reaves rund 57 Runden vor dem Ende gegen seinen härtesten Widersacher Tristan McKee. McKee stach beim Restart tief in Turn 1 hinein und touchierte Reaves‘ Fahrzeug, wodurch dessen Schwung am Ausgang von Kurve 2 kurzzeitig brach. McKee versuchte die Lücke auf der Innenbahn zu nutzen, doch Reaves baute auf der oberen Linie erneut massiv Momentum auf und behauptete die Spitzenposition.
„Wir waren so verdammt schnell“, rekapitulierte Reaves die entscheidende Phase. „Ich wurde kurz etwas nervös, aber wir waren einfach diejenigen, die es an diesem Abend zu schlagen galt. Nach den Ereignissen im letzten Jahr bin ich überglücklich, hier gewonnen zu haben.“
Das Duell mit McKee war zugleich ein packender Vorgeschmack auf das bevorstehende Meisterschaftsfinale der ARCA Menards Series East auf dem Bristol Motor Speedway. Vor dem Showdown auf dem dortigen Beton-Oval liegt Reaves in der Punktetabelle lediglich einen Zähler hinter McKee, der die Statistik der Einzelsiege in der East-Serie anführt. Mit sechs Erfolgen quer über die ARCA-Plattformen hinweg unterstrich Reaves in Salem eindrucksvoll seine fahrerische Reife im zweiten vollen Jahr.
Hinter dem dominanten Sieger überquerte Jake Bollman die Ziellinie als Zweiter und baute damit seine Führung in der Gesamtwertung der nationalen ARCA Menards Series weiter aus. Sein Teamkollege und Meisterschaftskonkurrent Thomas Annunziata wurde spät im Rennen in eine Kollision mit einem Überrundeten verwickelt und verlor Boden. Lokalmatador Will Kimmel kletterte als Dritter auf das Podest.
Landon S. Huffman rettete trotz zweier Unfälle einen beachtlichen vierten Platz für CR7 Motorsports über die Runden, während Isabella Robusto die Top 5 komplettierte. Auf den Rängen sechs bis zehn folgten McKee, Annunziata, Gavan Boschele, Austin Vaughn und Carson Brown. In der nationalen Meisterschaft stehen vor der Krönung des Champions 2026 nur noch zwei Rennen auf dem Programm.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






