Tulum-Krimi am Flughafen: Eloy Sebastian Falcon erbt Premierensieg
Auf einem Oval am Flughafen: Eloy Sebastian Falcon hat sich in der NASCAR Mexico Series in die Siegerliste eingeschrieben
Eloy Sebastian Falcon hat am Wochenende das Rennen der NASCAR Mexico Series auf dem neuen Oval am internationalen Flughafen von Tulum gewonnen. Vor einer großen Zuschauerkulisse sicherte sich der Pilot von Volaris-Aldo Conti seinen ersten Sieg in der Top-Klasse, nachdem der ursprüngliche Sieger Ruben Rovelo aufgrund eines Regelverstoßes beim Start bestraft wurde.
Das Rennen auf dem Gelände des Felipe Carrillo Puerto Airports war geprägt von einem heftigen Massencrash und einer Kulisse aus Kampfjets und Drohnen-Shows. Eigentlich war Ruben Rovelo als Erster über die Ziellinie gefahren, doch die Rennleitung griff hart durch.
Weil er beim Start seine gewählte Position in der Startaufstellung nicht vorschriftsmäßig eingehalten hatte, wurde er auf den achten Platz zurückversetzt. Falcon rückte damit an die Spitze und staubte den prestigeträchtigen Sieg ab.
„Das Rennen wäre mir fast entglitten“, gab der glückliche Sieger nach der Siegerehrung zu Protokoll. „Als ich merkte, dass ich ihn auf der Strecke nicht überholen konnte, habe ich mir gesagt, dass die Punkte für den zweiten Platz auch nicht schlecht sind, und dann passierte eben das, was passierte.“
Für Falcon war es die Belohnung für ein schwieriges Wochenende: „Das ist das Ergebnis der Arbeit des gesamten Teams von David Tame. Es war eigentlich undenkbar nach einem Wochenende, das wie ein Albtraum begonnen hatte.“
Hinter dem Premierensieger sicherte sich Rodrigo Rejon den zweiten Platz. Der GGG-Pilot war von Rang drei gestartet und hielt sich aus den gröbsten Schlammasseln heraus. Er betonte den hohen Stellenwert dieses Podiums in einem körperbetonten Rennen.
„Das war ein großartiges Rennen. Nach all den Kontakten, die es über die Distanz gab, ist der zweite Platz ein echter Erfolg“, so Rejon. „Ich verlasse Tulum glücklich, denn es war ein besonderes Rennen in einem wirklich beeindruckenden Rahmen.“ Das Podium komplettierte Irwin Vences, der sich von Startplatz sieben nach vorne gekämpft hatte.
Für den krassesten Moment des Tages sorgte ein Massencrash nach der Hälfte der Renndistanz am Ausgang von Kurve drei. Fünf Fahrzeuge krachten ineinander, wobei sich einige Autos sogar auf die Motorhauben der Vordermänner schoben.
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





