„Einfach gigantisch“: Wie Späteinsteiger Henrik Peters die NASCAR Euro Series aufmischte

„Einfach gigantisch“: Wie Späteinsteiger Henrik Peters die NASCAR Euro Series aufmischte
Foto: Michael Großgarten / Leadlap.de

In seiner Premierensaison im professionellen Rennsport verpasste Henrik Peters mit Hendriks Motorsport das Podium in der V8Challenge nur haarscharf – Nach dem starken Top-5-Gesamtergebnis visiert der 49-jährige Deutsche nun für 2027 noch höhere Ziele in der NASCAR Euro Series an

„Also, meine erste Saison im professionellen Motorsport, in diesem Fall in der NASCAR Euro Series, war einfach gigantisch“, resümiert Henrik Peters gegenüber Leadlap.de seinen Einstand mit Hendriks Motorsport in der V8Challenge. Der Deutsche schrammte in seiner Rookie-Saison innerhalb der Gleichmäßigkeitsprüfung nur knapp an den Podestplätzen vorbei.

„Wenn ich zurückblicke, kam ich als Underdog direkt aus dem reinen Trackday-Sport dort hinein“, erklärt Peters, der die Meisterschaft auf Platz vier beendete. „Wie Mel und ich uns etabliert haben – sowohl auf der menschlichen Schiene als auch mit Blick auf die vielen Bekanntschaften und die herzliche Aufnahme – das ist fantastisch.“

Foto: Michael Großgarten / Leadlap.de

„Wenn ich an unsere Truppe denke, die Hendriks-Family, oder an Michael Bleekemolen, der unglaublich herzlich zu uns ist, sowie an all die weiteren Kontakte: Das ist großartig. Allein dafür hat es sich gelohnt, sich diese völlig neue Welt zu erschließen und darin einzutauchen.“

„Auch sportlich lief es hervorragend“, freut sich der 49-jährige Spätstarter. „Ich habe extrem viele Komplimente erhalten, natürlich von meiner Mannschaft wie etwa von Gil [Linster], aber auch von Fahrerkollegen. Claudio [Cappelli] begegnet uns sehr herzlich, bestärkt uns stets und sagt: ‚Gut gemacht!‘ Das gilt gleichermaßen für unsere Mechaniker.“

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„Meine oberste Priorität lautete, den Wagen heil zu lassen und parallel dazu schnell zu werden“, blickt Peters zurück. „Ich denke, das ist mir geglückt. Ich verzeichnete lediglich drei Dreher in der gesamten Saison, allesamt ganz zu Beginn, und in Valencia habe ich mir früh zwei Bremsplatten eingefangen.“

„Das war es aber auch schon; mehr Zwischenfälle gab es über das gesamte Jahr hinweg nicht. Entsprechend stolz sind alle Beteiligten – vor allem auf die steile Lernkurve und den Umstand, dass ich Coachings sofort eins zu eins auf der Strecke umsetzen kann.“

Foto: Michael Großgarten / Leadlap.de

„Dass dieser Weg mich im Finale von Zolder zwischenzeitlich sogar auf Platz eins einer Wertungssession führte, unterstreicht diese Entwicklung nachhaltig“, schildert Peters, der in der Saison 2026 mit mehreren Podien glänzte. „Wenn man sich vor Augen führt, zu welchen Leistungen wir fähig sind – das betrifft nicht nur mich, sondern all die Konkurrenten auf diesem Niveau: Wir bringen fünf Runden innerhalb einer einzigen Hundertstelsekunde ins Ziel. Wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt, ist das schlicht der Wahnsinn.“

„Dementsprechend glücklich blicke ich auf die Saison zurück“, resümiert Peters. „Teamchef Roy [Hendriks] betonte ebenfalls: Die Jungs vor mir betreiben das seit Jahren, während ich neu dabei bin. Nächstes Jahr greife ich voll an, will gleich beim Auftakt in Valencia Akzente setzen und von Beginn an fleißig Punkte sammeln. So lautet die Marschroute. Wenn alles passt, plane ich zudem einen Gaststart in der V8Open.“

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„Ob im gewohnten Umfeld bei Hendriks oder einem anderen Rennstall, wird sich zeigen. Zudem steht ein Einsatz im Fun Cup gemeinsam mit Gil auf der Agenda, um zusätzliche Fahrpraxis zu sammeln“, führt der Deutsche mit Blick auf seine Zukunftspläne aus. Der Plan ist laut Peters, wieder mit dem niederländischen Team anzugreifen, auch wenn der Vertrag noch unterschrieben werden muss.

„Man hört mir wohl an, wie überwältigt wir vom gesamten Saisonverlauf sind“, schließt der NASCAR-Pilot ab. „Am Ende die Top 5 in der Meisterschaft zu belegen – wer hätte das gedacht? Besser geht immer, aber es hätte auch deutlich weiter nach hinten gehen können, wenn ich die erfahrene Konkurrenz im Feld betrachte. Direkt hinter mir rangiert schließlich ein [Andreas] Kuchelbacher, der bereits seit acht Jahren am Start ist. Es war ein extrem erfolgreiches Premierenjahr, und entsprechend groß sind die Emotionen.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite | + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.