Heißer Kampf um Chase-Plätze: So eng ist das Rennen in der NASCAR O’Reilly Series

Heißer Kampf um Chase-Plätze: So eng ist das Rennen in der NASCAR O’Reilly Series
Foto: NASCAR Media / Logan Riely/Getty Images

Die Top 12 der regulären Saison ziehen in den Chase der NASCAR O’Reilly Series ein – während an der Spitze die Machtverhältnisse geklärt sind, wird es ab Rang zehn extrem eng

Drei verbleibende Rennen entscheiden, wer in der Saison 2026 den Einzug in den Chase der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series packt. Die besten zwölf Piloten dürfen an der Endrunde über zehn Läufe teilnehmen und um den Titel in Liga zwei kämpfen. Justin Allgaier dominiert das Geschehen an der Spitze, während ab Platz zehn ein verdammt enges Ringen um die verbleibenden Chase-Tickets entbrannt ist.

Mit sechs Siegen und 16 Top-10-Ergebnissen besitzt Allgaier einen astronomischen Vorsprung von 240 Punkten auf den aktuellen Champion Jesse Love. Damit wird der JR-Motorsports-Pilot, der wohl auch in Zukunft für das Earnhardt-Team an den Start gehen wird, als Erster mit den meisten Bonuspunkten in die Endrunde starten – denn in Indianapolis, Iowa und Daytona ist er nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Neben Love haben auch die übrigen Fahrer in den Top 9 beste Aussichten auf die Qualifikation. Das Punktepolster von Sheldon Creed, Corey Day, Carson Kvapil, Brandon Jones, Austin Hill, Sammy Smith und Parker Retzlaff erscheint komfortabel genug, sodass sie abgesichert sein sollten – vorausgesetzt, die verbleibenden drei Events der regulären Saison bringen keine völlig verrückten Wendungen mehr.

Ab Rang zehn entbrennt jedoch der harte Kampf um die verbleibenden drei Chase-Tickets. Aktuell halten Sam Meyer (555 Punkte), Brent Crews (540 Punkte) und Taylor Gray (539 Punkte) die begehrten Positionen in den Top 12. Dahinter lauern namhafte Verfolger auf ihre Chance: Den Zehnten und den Fünfzehnten trennen gerade einmal 82 Zähler. Als direkte Herausforderer scharren Rajah Caruth (17 Punkte hinter dem Strich), William Sawalich (21 Punkte zurück) und Ryan Sieg (66 Punkte Rückstand) mit den Hufen.

Mit Indianapolis als Rundkurs-Style-Superspeedway, Iowa als schnellem Shorttrack und Daytona als Pack-Racing-Monstrum warten drei völlig unterschiedliche Kurse auf die Fahrer. Das macht eine verlässliche Prognose im Kampf um den Chase-Einzug extrem schwer. Haas-Pilot Meyer fuhr im Vorjahr in Indianapolis auf Rang zwei, siegte in Iowa und belegte Platz fünf in Daytona – hervorragende Vorzeichen für den 23-Jährigen.

Crews absolviert seine erste volle Saison in der O’Reilly Series und geht daher als unbeschriebenes Blatt in den heißen Endspurt. Gray präsentierte sich im Vorjahr in Indianapolis mit Platz fünf zwar stark, verpasste in Iowa und Daytona jedoch jeweils die Top 15.

Caruth bestritt 2025 lediglich das Rennen in Daytona und landete dort auf Rang 29. Sawalich hingegen überzeugte auf allen drei Kursen: Platz sechs in Indy, Rang elf in Iowa und Position zwölf in Daytona. Sieg verbuchte 2025 zwar zwei Top-10-Resultate bei diesen drei Events, benötigt 2026 allerdings ein kleines Wunder, um den Sprung in die Top 12 der Gesamtwertung noch zu packen. Fest steht: Der Kampf um den Einzug in den Chase der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series 2026 verspricht Hochspannung bis zur letzten Runde.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.