Mehr Power für die Zukunft: EuroNASCAR und ORECA schmieden Motoren-Allianz
Kurz vor dem Start der heißen Playoff-Phase setzt die EuroNASCAR ein klares Ausrufezeichen in Sachen Motoren-Gleichheit – Durch die Kooperation mit ORECAs Motorenabteilung in Magny-Cours wird die technische Überwachung der V8-Boliden auf ein neues Level gehoben
Die NASCAR Euro Series hat kurz vor dem Beginn der heißen Playoff-Phase eine richtungsweisende technische Allianz mit dem französischen Motorsport-Schwergewicht ORECA geschlossen. Serienorganisator Team FJ besiegelte den Deal, um das hauseigene V8-Motorenprogramm über ORECAs spezialisierte Triebwerksabteilung im französischen Magny-Cours auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Chancengleichheit im Starterfeld durch akribische Prüfstandsläufe und präzise technische Kontrollen noch weiter zu verschärfen.
Im Kern der Vereinbarung steht die lückenlose Qualitätskontrolle der reinrassigen US-Aggregate. Sämtliche neuen sowie revidierten V8-Einheitstriebwerke der europäischen NASCAR-Serie müssen künftig die Prüfstände der ORECA-Spezialisten passieren, ehe sie überhaupt an die Rennteams ausgeliefert werden. Darüber hinaus klinken sich die Motorenbauer direkt in die technische Inspektion an den Rennwochenenden ein, um Datenanalysen zu liefern und sicherzustellen, dass kein Team auf unerlaubte Leistungsspitzen zurückgreifen kann.
Hinter den Kulissen blicken die Verantwortlichen aber bereits weit über das aktuelle Reglement hinaus. Langfristig wollen beide Parteien fortschrittliche Entwicklungsprojekte ausloten, um die nächste Generation der hubraumstarken V8-Aggregate für Europas führende Tourenwagenserie fit zu machen. Dass man sich dafür ORECA als Partner geangelt hat, unterstreicht die Ambitionen: Die Franzosen gelten als absolute Referenz im weltweiten Langstreckensport, entwickeln Prototypen für die WEC sowie die IMSA und betreuen weltweit Motorenprojekte in unterschiedlichsten Rennklassen.
„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Motorenabteilung von ORECA, um die Serie und die EuroNASCAR-Autos kontinuierlich zu verbessern“, betont EuroNASCAR-Präsident Jerome Galpin. Seit der Gründung im Jahr 2009 habe die Serie nie aufgehört, nach vorne und vor allem weit in die Zukunft zu blicken. „Diese technische Partnerschaft wird vor dem Start der Playoffs 2026 sofortige Wirkung zeigen, bietet uns aber auch eine großartige Chance für die zukünftige Evolution unserer Antriebseinheiten. Das Beste kommt erst noch!“
Auch auf Seiten des französischen Konstrukteurs blickt man mit großer Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit den bulligen V8-Boliden. ORECA-Motorenchef Serge Meyer unterstreicht, dass man die jahrzehntelange Erfahrung aus einigen der härtesten Motorsportprogramme der Welt nahtlos einbringen möchte.
„Wir sind stolz darauf, unsere Motoren-Expertise und Erfahrung in die NASCAR Euro Series einzubringen und zur weiteren Entwicklung des V8-Programms beizutragen“, erklärt Serge Meyer. Es gehe bei diesem Deal um weit mehr als reine Validierungsläufe und technische Unterstützung. „Es geht darum, unser Know-how zu bündeln, um das Wettbewerbsniveau weiter nach oben zu schrauben und die nächsten Schritte für die Serie vorzubereiten.“
Die Arbeit im Hintergrund läuft bereits auf Hochtouren, nachdem am vergangenen Wochenende im tschechischen Most der Vorhang über der regulären Saison gefallen ist. Die Organisation rüstet sich nun für die entscheidende Phase im Titelkampf: Die Halbfinals steigen am 19. und 20. September im italienischen Vallelunga, ehe am 17. und 18. Oktober im belgischen Zolder das große Meisterschaftsfinale über die Bühne geht. Genau zur Crunch-Time der Saison will die EuroNASCAR damit klarstellen, dass auf der Strecke ausschließlich das fahrerische Können den Ausschlag gibt.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






