Die Late Model V8 Oval Series (LMV8-Ovalserie) ist eine Rennklasse, die auf dem Raceway Venray beheimatet ist und auf dem Halbmeilen-Oval zum Einsatz kommt. Die Piloten steuern US-amerikanische Stockcars, die auf dem Oval bis zu 200 Kilometer pro Stunde erreichen.

Seit dem Jahr 2011 ist die LMV8-Ovalserie auf dem Raceway Venray aktiv. Zuerst wurden Rennen unter dem Namen „European Late Model Series“ ausgetragen und eine Kooperation mit der CAMSO V8 aus Warneton eingegangen. Schnell wurde diese Zusammenarbeit wieder beendet, sodass die Veranstalter des Raceway Venrays und  CAMSO Warneton jeweils eine eigene Late-Model-Klasse organisierten. Die Teilnehmerzahl wuchs auf der in Venray beheimateten LMV8-Ovalserie sehr schnell. Im Jahr 2016 nehmen bis zu 25 Piloten an den Rennen teil und bieten den Zuschauern NASCAR-Racing pur!

© Volkan Avci (leadlap.de)

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Die Strecke

Die Rennserie gastiert ausschließlich auf dem Raceway Venray. Das Oval hat eine Länge von 880 Metern und hat eine progressive Kurvenüberhöhung von bis zu 25 Grad. Aufgrund dessen werden Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde erreicht.

Die Fahrzeuge

Die Chassis und Silhouetten werden ausschließlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika importiert. Die Silhouetten sind bekannten Fahrzeugen nachempfunden, wie dem Chevrolet Camaro, Ford Mustang oder Chevrolet Impala. Angetrieben werden die Fahrzeuge von einem 5,7-Liter-V8-Motor aus dem Hause Chevrolet, der rund 400 Pferdestärken leistet. Zudem werden zwei verschiedene Chassis eingesetzt:

  • ASCAR-Chassis: Symmetrisch, für den Rundkurs geeignet
  • Lefthander-Chassis: Asymmetrisch, allein für den Einsatz auf dem Oval geeignet
© Volkan Avci (leadlap.de)

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Die Lefthander-Chassis, die speziell für den Einsatz im Oval konzipiert werden, sind auf dem Raceway Venray gegenüber den ASCAR-Chassis im Vorteil. Um für Chancengleichheit in den Rennen zu sorgen, sind im Regelwerk viele Einstellungen fixiert und reglementiert. Die Einstellungsmöglichkeiten am Fahrzeug sind begrenzt, aber geben den Teams genügend Spielraum, um einen Vorteil auf der Strecke zu erlangen. Um Kosten zu sparen, dürfen pro Renntag nur 2 neue Reifen eingesetzt werden. Zudem stehen den Teams jeweils 6 gebrauchte Reifen pro Renntag zur Verfügung.

© Volkan Avci (leadlap.de)

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UnbenanntDer Modus

Insgesamt gibt es 3 Meisterschaften, an denen die Fahrer teilnehmen. Neben der Gesamtwertung, in der alle Piloten gewertet werden, tragen die Lefthander- und ASCAR-Fahrer unter sich noch jeweils eine eigene Meisterschaft aus. Vor der Saison müssen alle Fahrzeuge auf einem Leistungsprüfstand, um sicherzustellen, dass alle Autos den Regeln entsprechen. Die Motoren werden anschließend verplombt. Ab 2017 gibt es in der LMV8-Ovalserie ein Qualifying-System. Vor dem 1. Lauf gibt es ein Zeittraining, das die Startreihenfolge für das 1. Rennen bestimmt. Die Startreihenfolge für den 2. Lauf setzt sich aus den Rundenzeiten aus dem 1. Rennen zusammen. In den beiden Vorläufen sammeln die Fahrzeuge Qualifyingunkte, die das Grid für das Finale bestimmen. Für Position 1 gibt es 1 Punkt, für Position 2 dann 2 Punkte und so weiter. Im Finale steht der Pilot auf der Pole-Position, der in den Vorläufen am wenigsten Qualifyingpunkte gesammelt hat. Für den Start eines Rennen wurde eine Startzone auf der Start-Ziel-Geraden eingerichtet. Ein Vorlauf hat eine Distanz von 25 Runden. Im Finale werden 35 Runden gefahren. Einzig der LMV8-EuroCup wird über 40 Runden ausgetragen. Die Punkteverteilung (linke Tabelle) belohnt gute Positionen in den Vorläufen und im Finale, wobei der letzte Lauf eines Renntages immer höher gewichtet wird als die beiden Rennen zuvor.