Jagd auf die Playoffs: Xavi Razo bezwingt das Chaos von Queretaro
Mit Nerven aus Stahl hat Xavi Razo das tückische Ecocentro-Oval in Queretaro bezwungen und seinen elften Karrieresieg gefeiert – Trotz einer späten Gelbphase hielt der Routinier dem Druck der Verfolger stand und meldete sich eindrucksvoll im Titelkampf zurück
Xavi Razo hat sich am vergangenen Wochenende beim Queretaro 140 auf dem mexikanischen Ecocentro-Oval seinen ersten Saisonsieg in der NASCAR Mexico Series 2026 erkämpft. Der Tame-Racing-Pilot trotzte im dramatischen Finale einer späten Gelbphase und hielt seine Verfolger Jose Luis Ramirez sowie Alex de Alba auf Distanz.
Für Razo war es der elfte Karriersieg in der höchsten mexikanischen Stockcar-Liga, mit dem er eine lange Durststrecke beendete und wichtige Punkte für den Einzug in die Playoffs sammelte.
Das sonst eher ernste Gesicht des Siegers wich im Ziel einem breiten Strahlen, das selbst unter dem Helm zu erkennen war. Kaum hatte Razo seinen Chevrolet mit der Startnummer 7 nach den traditionellen Burnouts abgestellt, explodierte der Boxenfunk vor Jubel. Der Befreiungsschlag nach einer von Pech geprägten Phase der Saison war der gesamten Mannschaft deutlich anzumerken.
„Zu gewinnen ist unbezahlbar, aber man feiert es noch viel mehr, wenn man eine so wichtige Menge an Punkten für das Chase-Format einfährt“, bilanzierte Razo nach der Siegerehrung.
Neben der Trophäe war der Triumph auf der anspruchsvollen Strecke vor allem Balsam für die Seele des Teams. Das Auto habe absolut perfekt funktioniert, weshalb der Dank von ganzem Herzen an die Mechaniker von Tame Racing gehe, fügte der sichtlich erleichterte Sieger hinzu.
Hinter dem Sieger entwickelte sich derweil ein hitziger Kampf um die verbliebenen Podestplätze. Ramirez schaffte im Dizolvin-Flux-Boliden eine furiose Aufholjagd und kreuzte die Ziellinie als Zweiter. Da er das Rennen von weit hinten in Angriff nehmen musste, fühlte sich dieser Silberrang für ihn wie ein verkappter Sieg an.
„Dieses Ergebnis ist für das Team, die ganze Familie und um diejenigen, die schlecht über uns reden, zu zeigen, dass wir großartig sind“, sendete ein sichtlich emotionaler Ramirez eine deutliche Botschaft an seine Kritiker.
Den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich de Alba, der im packenden Finale ebenfalls noch Siegchancen witterte. Eine späte Neutralisation des Rennens machte die Taktik des Piloten aus San Luis Potosi allerdings zunichte. Er war gerade dabei, die Lücke zum Führenden zu schließen, als die gelbe Flagge das Feld wieder zusammenbremste.
„Die letzte Gelbphase hat mir geschadet, weil ich den Führenden bereits eingeholt hatte“, ärgerte sich de Alba im Ziel.
Dennoch zeigte er sich als fairer Sportsmann und betonte, dass die Situation letztlich für alle gleich gewesen sei. Während es den einen genutzt habe, habe es den anderen eben geschadet, aber das Wichtigste sei, weiterhin fleißig Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Das nächste Kräftemessen der NASCAR Mexico Series steht bereits am 1. und 2. August auf dem Super Ovalo Potosino an.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





