Nervenschlacht in Kanada: Wie sich Kevin Lacroix die Riverside-Krone aufsetzte

Nervenschlacht in Kanada: Wie sich Kevin Lacroix die Riverside-Krone aufsetzte
Foto: Matthew Manor

Kevin Lacroix hat das packende Pinty’s 300 der NASCAR Canada Series auf dem Riverside International Speedway für sich entschieden – In einem von Wetterkapriolen und harten Positionskämpfen geprägten Rennen behielt der Chevrolet-Pilot kühlen Kopf und feierte seinen dritten Karrieresieg auf dieser Strecke

Kevin Lacroix hat am Samstagabend das Pinty’s 300 der NASCAR Canada Series auf dem geschichtsträchtigen Riverside International Speedway im Osten Kanadas für sich entschieden. Der Fahrer des Startnummer 74 Chevrolet trotzte dem schwierigen Wetter und der extremen Konkurrenz, um nach 300 Runden seinen dritten Karrieresieg auf der Traditionsstrecke einzufahren. In einem packenden Finale verwies er die Routiniers Donald Theetge und L.P. Dumoulin auf die Plätze zwei und drei.

Schon vor dem grünen Licht sorgte das kanadische Wetter für das erste Drama des Tages. Weil heftige Regenschauer das Qualifying unmöglich machten, wurde die Startaufstellung kurzerhand nach den Trainingszeiten formiert. Donald Theetge erbte dadurch die Pole-Position, büßte die Führung nach dem Start jedoch prompt an einen entfesselten Marc-Antoine Camirand ein.

Es entwickelte sich ein munteres Wechselspiel an der Spitze, bei dem sich Theetge die Führung zunächst zurückholte, während dahinter das Feld unbarmherzig sortiert wurde. Auch die Reifen spielten im ersten Renndrittel eine entscheidende Rolle. So musste der erfahrene D.J. Kennington nach einem schleichenden Plattfuss früh die Box ansteuern, was ihn weit zurückwarf.

Zur Rennhalbzeit zündete Lacroix den Turbo, passierte den Führenden und gab das Tempo an der Spitze fortan vor. Selbst zwei Gelbphasen wegen planmäßiger Rennunterbrechungen brachten den Führenden nicht mehr aus dem Konzept. Während Theetge im Finale mit der Balance seines Boliden kämpfte, kontrollierte Lacroix das Geschehen von der Spitze aus spürbar souverän.

„Wir haben diesen Sieg wirklich gebraucht, um den Schwung und die Motivation für den Rest der Saison hochzuhalten“, bilanzierte ein sichtlich erleichterter Lacroix im Ziel. „Riverside war genau der richtige Ort dafür, denn hier waren wir schon immer verdammt schnell. Endlich hatten wir ein Rennen ohne Pech, und das fühlt sich einfach richtig gut an.“

Hinter dem Sieger rettete Theetge den zweiten Platz über die Linie, obwohl sein Auto im letzten Renndrittel massiv an Grip verlor. Er zeigte sich dennoch als fairer Verlierer und betonte das saubere Duell an der Spitze: „Kevin war am Ende einfach extrem schnell. Wir hatten in den ersten zwei Dritteln des Rennens ein starkes Auto, aber zum Schluss wurde der Wagen viel zu loose.“

Das Podium komplettierte Dumoulin, der sich in den Schlussminuten noch einmal an das Heck der Führenden herangearbeitet hatte. Er sieht sein Team auf dem richtigen Weg und blickt optimistisch auf die kommenden Aufgaben: „Das Podium nehmen wir definitiv mit. Wir sind noch nicht in der Victory-Lane angekommen, aber wir kommen der Sache immer näher und haben im Vergleich zum vorigen Rennen einen riesigen Schritt gemacht.“

Für die Teams der NASCAR Canada Series bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Bereits am kommenden Wochenende steht in der Provinz Quebec das nächste Highlight auf dem Programm, wenn am 4. Juli auf dem Autodrome Montmagny ein intensiver Doubleheader ausgetragen wird.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.