Die magische 500: AJ Allmendinger feiert emotionales Cup-Jubiläum in der Heimat
AJ Allmendinger feiert am Sonntag in Sonoma seinen 500. Start in der NASCAR Cup Series – Für den kalifornischen Rundkurs-Spezialisten schließt sich bei seinem emotionalen Heimspiel ein Kreis
NASCAR-Dauerbrenner AJ Allmendinger steht vor einem ganz besonderen Jubiläum: Der Kalifornier wird am Sonntag auf dem Rundkurs in Sonoma sein 500. Rennen in der NASCAR Cup Series bestreiten.
Nach seinem starken fünften Platz in San Diego am vergangenen Wochenende peilt der Kaulig-Racing-Pilot bei seinem Heimspiel im US-Bundesstaat Kalifornien im Chevrolet mit der Startnummer 16 ein weiteres Top-Ergebnis an. Unterstützt von Teambesitzer Matt Kaulig und Teamchef Trent Owens will der Rundkurs-Spezialist den Meilenstein auf einer seiner Lieblingsstrecken gebührend feiern.
„500 Cup-Starts zu erreichen, ist etwas, das ich mir beim ersten Mal hinter dem Steuer niemals hätte vorstellen können“, blickt Allmendinger sichtlich bewegt auf seine lange Karriere zurück. Dass dieses Jubiläum ausgerechnet in Sonoma stattfindet, macht die Sache für ihn umso emotionaler.
„Es in Sonoma zu schaffen, in meinem Heimatstaat Kalifornien und mit den Männern und Frauen von Kaulig Racing, macht es noch spezieller. Ich hatte das Glück, für großartige Teams zu fahren, mit unglaublichen Menschen zu arbeiten und die Unterstützung von fantastischen Fans zu genießen.“
Besonders der Führungsetage seines aktuellen Rennstalls ist der Routinier zu Dank verpflichtet. Allmendinger betont: „Ich bin Matt Kaulig und Chris Rice besonders dankbar, dass sie an mich geglaubt und mir die Möglichkeit gegeben haben, Teil dieser Organisation zu sein.“
„Siege mit Kaulig Racing zu feiern, bedeutet mir wegen der Menschen hier und dem täglichen Einsatz von jedem Einzelnen so viel.“ Seine fahrerische Klasse hat er mit drei Cup-Siegen, 23 Top-5-Platzierungen und 90 Top-10-Ergebnissen längst untermauert.
Für Teambesitzer Matt Kaulig ist der Jubilar weit mehr als nur ein Angestellter, der schnelle Rundenzeiten liefert. „500 Starts in der NASCAR Cup Series sind eine unglaubliche Leistung und ein Beweis für AJs Talent, Entschlossenheit und Leidenschaft für den Rennsport“, lobt Kaulig seinen Schützling.
„Was AJ so besonders macht, ist nicht nur das, was er auf der Strecke erreicht hat, sondern wie er führt, kämpft und unsere Organisation jeden Tag repräsentiert. Seit er zu Kaulig Racing gestoßen ist, war er maßgeblich daran beteiligt, dass wir gewachsen sind, Rennen gewonnen und uns auf dem Cup-Niveau etabliert haben.“
Auch Geschäftsführer Chris Rice schlägt in die gleiche Kerbe und findet emotionale Worte für den Anführer des Teams. „An 500 Starts zu denken, ist etwas, das man in kaum einer Sportart hört. Dass ein Kerl so lange durchhält, ist ziemlich besonders“, erklärt Rice.
„Aber was er für Kaulig Racing und für mich persönlich bedeutet, ist etwas, das ich nie in Worte fassen konnte. Ich werde ihm nie genug danken oder zurückgeben können für alles, was er für das Team und für mich getan hat.“
Rice erinnert sich gerne an den gemeinsamen Weg, der von zahlreichen Erfolgen gekrönt war. „Es ist eine fantastische Leistung. Von dem Punkt, an dem er anfing, als er in den Cup kam, bis zu dem, wo er heute steht – er hat zwei Cup-Rennen mit uns gewonnen und 16 Siege in der Xfinity-Serie geholt“, rechnet der CEO vor.
„Aber darüber hinaus geht es darum, was für ein Freund er ist und dass er jemand Besonderes ist, der mir und diesem Team so viel bedeutet. Er ist seit 2019 unser Anführer und er wird es noch für eine lange Zeit bleiben.“
Die Karriere des 1981 in Los Gatos geborenen Allmendingers ist ein Lehrstück in Sachen Ausdauer. Seinen allerersten Cup-Start legte er am 25. März 2007 auf dem Bristol Motor Speedway hin, ehe im August 2014 in Watkins Glen der erlösende erste Sieg folgte. Weitere Triumphe auf dem Rundkurs von Indianapolis im Jahr 2021 und auf dem Roval in Charlotte 2023 zementierten seinen Ruf als einer der besten Rundkurs-Piloten der Gegenwart.
Gemeinsam mit seinem aktuellen Crew-Chief Trent Owens spürt Allmendinger immer noch das sprichwörtliche Feuer in sich. „Ich habe schon oft gesagt, dass Trent der beste Crew-Chief in der Garage ist, und ich glaube, dass wir zusammen noch viel zu erreichen haben“, gibt sich der Fahrer kämpferisch. „Ich bin stolz auf das, was wir bereits geschafft haben, und ich freue mich auf das, was noch vor uns liegt.“
Owens gibt das Lob postwendend an seinen Fahrer weiter und zieht den Hut vor dessen Vielseitigkeit, die Allmendinger einst sogar den Titel des besten Rookies in der Champ-Car-Serie einbrachte.
„Ich habe noch nie mit einem Fahrer gearbeitet, der in allem gewonnen hat, in dem er jemals angetreten ist, egal in welcher Serie“, zeigt sich der Crew-Chief beeindruckt. „So viele Rennen hier in der NASCAR zu erreichen und so erfolgreich auf der Strecke zu sein, ist unglaublich. Nur selten bleiben Fahrer so lange im Cup, geschweige denn, dass sie all das erreichen, was er in der gesamten Rennsportwelt geschafft hat.“
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





