Lachender Dritter nach Crash: Ghirelli gewinnt packendes NASCAR-Euro-Series-Rennen
Beim V8GP der NASCAR Euro Series auf dem Circuit Paul Ricard gewann Vittorio Ghirelli das erste Rennen des Wochenendes – Er profitierte dabei von einer Kollision der Führenden
Beim ersten V8GP-Lauf der NASCAR Euro Series im französischen Le Castellet nahm das Rennen nach einer anfänglichen Vorstellung von Lokalmatador Paul Jouffreau und dem Griechen Thomas Krasonis eine unerwartete Wende zugunsten des Italieners Vittorio Ghirelli. Der PK-Carsport-Pilot und Teamkollege von Krasonis profitierte von einem Zusammenstoß der beiden Führenden und brachte den Sieg im Anschluss souverän ins Ziel.
Auslöser der folgenschweren Kollision war Jouffreau in der Startnummer 3. Der Franzose verschätzte sich beim Versuch, sich an die in Führung liegende Nummer 13 heranzubremsen, und rauschte dem Chevrolet ins Heck. Beide Piloten drehten sich infolgedessen und büßten ihre Spitzenpositionen ein.
Zwar konnte sich Jouffreau mit seinem demolierten Auto zunächst noch auf den dritten Platz zurückkämpfen, wurde jedoch von der Rennleitung für den Zwischenfall zur Verantwortung gezogen. Eine 30-Sekunden-Zeitstrafe warf ihn in der Endabrechnung auf Rang elf zurück. Jordan O’Brien und Martin Doubek profitierten von der Strafe und beendeten den dritten Saisonlauf hinter Ghirelli auf dem Podium.

„Es lief wirklich gut“, resümierte ein sichtlich zufriedener Ghirelli in der Victory Lane. „Ich hatte einen super Start und konnte mich innen neben die Nummer 6 setzen. Danach hatte ich eine richtig starke Pace, aber mir fehlte auf den Geraden etwas der Topspeed – da müssen wir uns die Daten noch einmal ansehen.“
Den entscheidenden Rennvorfall an der Spitze kommentierte der Italiener gelassen: „Ich hatte ein paar schöne Überholmanöver und natürlich ein wenig Glück, dass sich die 3 und die 13 berührt haben. Ich war aber ohnehin schneller als die beiden, von daher war das ein schönes kleines Comeback für mich, nachdem mir in der Super Pole noch die Rundenzeit gestrichen worden war.“
Mit Blick auf die Charakteristik des neuen Kurses im Kalender ergänzte er enthusiastisch: „Ich hoffe, den Fans hat es gefallen und sie haben eine gute Show gesehen! Es gibt hier ein paar echt schöne Kurven, in denen man richtig gut überholen kann. Ich hatte jedenfalls extrem viel Spaß bei meinen Manövern. Morgen machen wir genau da weiter!“

Die Pole-Position für das zweite Rennen des Wochenendes sicherte sich unterdessen Pechvogel Krasonis. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Boxengasse brannte der Grieche im richtigen Moment noch einmal die schnellste Runde in den Asphalt, um sich für den Sonntag optimal aufzustellen.
In der Junior Trophy für Fahrer unter 25 Jahren war es der Bremotion-Pilot Garrett Lowe, der den obersten Podestplatz vor Jack Davidson und Julien Rehberg für sich beanspruchte. Thomas Toffel entschied derweil die Challenger Trophy vor Davit Kajaia für sich, dessen Sohn am Freitag die Rookie-Challenge gewann.
Neben Krasonis und Jouffreau mischte in der Anfangsphase auch Vinnie Meskelis im Kampf um die Top-Plätze kräftig mit. Er konnte sich sogar vor die Startnummer 3 schieben, die nach dem Start zwischenzeitlich auf Rang drei zurückgefallen war. Meskelis musste sich allerdings elf Runden vor Rennende geschlagen geben, als sein Auto qualmend auf der Gegengeraden ausrollte.
Nicht nur das Team Bleekemolen, auch Alumnitec Racing hatte massiv mit dem Technikteufel zu kämpfen. Gianmarco Eroli – Vizemeister von 2025 – musste bereits aus der Boxengasse starten. Zu allem Überfluss war das Rennen auch für seinen Teamkollegen Nelson Piquet Jr. in der Startnummer 48 aufgrund von technischen Problemen frühzeitig in der Box beendet.
Das nächste Rennen der V8GP findet am Sonntag um 14:35 Uhr deutscher Zeit statt. Die Übertragung erfolgt wahlweise mit deutschem Kommentar auf Sportdigital1+ oder mit englischem Originalkommentar auf YouTube.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





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