Titelkampf spitzt sich zu: Raphael Lessard triumphiert im Vallelunga-Krimi

Titelkampf spitzt sich zu: Raphael Lessard triumphiert im Vallelunga-Krimi
Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

Raphael Lessard hat das turbulente erste Halbfinalrennen der OPEN-Division im italienischen Vallelunga gewonnen – Mit seinem dritten Sieg in Serie verkürzt der Kanadier den Rückstand auf Tabellenführer Thomas Toffel auf nur noch 22 Zähler

UPDATE: Aufgrund einer Strafe wurde Claudio Cappelli nachträglich um zwei Plätze nach hinten strafversetzt. Grund dafür ist, dass sein Auto in der technischen Kontrolle hinten links rund zwei Millimeter unter dem Limit lag.

Raphael Lessard hat am Samstagnachmittag auf dem Autodromo di Vallelunga das erste Playoff-Halbfinale der OPEN-Division der NASCAR Euro Series für sich entschieden. Der Kanadier setzte sich in einem von zahlreichen Gelbphasen geprägten Rennen gegen den Schweizer Meisterschaftsführenden Thomas Toffel durch und feierte damit seinen vierten Karrieresieg in dieser Wertung. Durch den dritten Triumph in Folge schrumpfte Toffels Polster an der Tabellenspitze auf 22 Zähler zusammen.

Den Grundstein für seinen Erfolg legte Lessard bereits vor dem Start, als er die Pole-Position nach einer Strafversetzung von Toffel aus dem Qualifying erbte. Vom Start weg kontrollierte der Pilot im #11 Ford das Tempo an der Spitze und gab die Führung trotz ständiger Angriffe seines Widersachers über die gesamte Distanz nicht mehr aus der Hand. Bei noch drei ausstehenden Playoff-Läufen hat sich Lessard damit wieder in eine glänzende Ausgangslage gebracht.

„Sieg ist Sieg, ganz sicher“, freute sich Lessard nach der Zieldurchfahrt über seinen Coup. „Ich hätte das Ding gerne unter Grün beendet, aber ich glaube nicht, dass Toffel an mir vorbeigekommen wäre.“

Trotz des Triumphs sah der Rennsieger aber auch noch Luft nach oben bei seinem Arbeitsgerät. „Er war am Kurvenausgang bergauf extrem schnell. Egal, wie früh ich das Gaspedal voll durchgetreten habe und wie gut mein Exit war, er hat immer wieder zu mir aufgeschlossen. Wir müssen uns wieder an die Arbeit machen und versuchen, etwas mehr Traktion zu finden, aber ich bin wirklich glücklich. Ich kann den Jungs von Alumitec Racing gar nicht genug danken. Sie haben mir wieder ein fantastisches Auto hingestellt und wir greifen morgen wieder an!“

Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

Hinter dem Führungsduo feierte Lokalmatador Claudio Cappelli einen umjubelten Podestplatz vor den heimischen Tifosi. Der bärtige Publikumsliebling im Dienst von CAAL Racing pflügte bereits in der Anfangsphase durch das Feld und sicherte sich damit nicht nur sein erstes Gesamtpodium seit den Rennen in Spanien, sondern strich auch seinen fünften Sieg in Serie in der Legend Trophy ein. Die Top 5 komplettierten die Routiniers Vladimiros Tziortzis und Martin Doubek, die wertvolle Zähler für die Gesamtwertung verbuchten.

Rang sechs ging an Sandro Tavartkiladze, der mit einem weiteren Erfolg in der Master Trophy die Führung in dieser Sonderwertung übernahm. Dahinter verloren Gil Linster und Thomas Dombrowski auf den Rängen sieben und acht wichtige Meter im Meisterschaftskampf gegen Lessard und Toffel. Jens Beeusaert und Valentino Gambarotto komplettierten die Top 10 und kletterten gleichzeitig auf das Podest der Master Trophy.

In der Legend Trophy landete Melvin de Groot auf Rang elf hinter seinem Dauerkonkurrenten Cappelli, während Giovanni Faraonio auf Rang 17 das Podium dieser Wertung vervollständigte. Den Sieg in der Lady Trophy sicherte sich Happinessa, die sich nach einem späten Ausfall von Beitske Visser im finalen Restart gegen Mariam Davitidze durchsetzte. Die Pilotin im Ford von Rette Jones Racing by Hendriks sahnte dank einer starken Aufholjagd zudem die Bonuspunkte für die meisten gutgemachten Positionen ab.

Lange Zeit zum Verschnaufen bleibt den Teams und Fahrern im Fahrerlager vor den Toren Roms allerdings nicht. Am Sonntag steht ab 11:10 Uhr der zweite Lauf der OPEN-Division auf dem Programm, ehe die Spitzenklasse V8GP um 14:25 Uhr das Halbfinal-Wochenende in Vallelunga mit dem Sonntagsrennen abschließt.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.