Tyler Reddick über Trainingscrash: „Auto ist ziemlich übel zugerichtet“
Tyler Reddick wurde im Freien Training der NASCAR Cup Series in Homestead in einen Zwischenfall verwickelt – erst am Samstag wird klar sein, ob er ins Backup-Auto wechseln muss
Das Finale der NASCAR Cup Series 2026 auf dem Homestead-Miami Speedway begann alles andere als optimal für Tyler Reddick. Beim Einbiegen in die Boxengasse kollidierte der 30-Jährige mit Todd Gilliland und beschädigte dabei seinen #45 Toyota von 23XI Racing. Ob die Mannschaft auf das Ersatzfahrzeug zurückgreifen muss, entscheidet sich erst unmittelbar vor dem Qualifying am Samstag.
„Todd und ein paar Autos vor mir bogen in Richtung Boxengasse ab“, schilderte Reddick nach der Session. „Als ich mich fürs Anbremsen entschied, hatte ich das noch gar nicht gesehen – ehrlich gesagt wurde mir die Sicht von der Startnummer 38 verdeckt, also dachte ich, alles wäre frei.“

„Erst in der allerletzten Sekunde, als die Wahl nur noch war, entweder ihn oder die Streckenbegrenzungstonnen zu treffen, sah ich die abbiegenden Autos vor uns. Ich habe also nur noch versucht, voll in die Eisen zu steigen, um den Aufprall so gering wie möglich zu halten. Aber ja, das Auto ist ziemlich übel zugerichtet.“
„Die komplette Frontpartie. Es ist wirklich extrem ärgerlich – es war das beste Auto, das ich hier je hatte“, ärgerte sich Reddick. Auf die Frage, ob er auf das Backup-Auto zurückgreifen müsse, meinte er: „Ich weiß es nicht, aber wie vorher wird es wohl nicht mehr sein. Versuchen müssen wir es trotzdem.“
Zum genauen Ablauf ergänzte Reddick, Gillilands Fahrzeug habe ihm den Blick versperrt: „Wie gesagt, sobald man die Zufahrt zur Boxengasse ansteuert, liegt das außerhalb meines Blickfelds. Ich habe mir die Wiederholung angesehen und mit Trevor gesprochen: Man sieht die Startnummer 10 und die 38 und geht davon aus, dass beide ganz normal in die Boxengasse fahren.“
„Es liegt wohl einfach am Streckenverlauf – die Einfahrt ist direkt dort, extrem eng“, erklärte Reddick weiter. „Alles passierte so schnell, dass ich im Moment des Aufpralls kaum begriffen habe, was geschehen ist. Aber in der Wiederholung sieht man, dass vorne links bei der 38 die Räder blockieren, und zwar ziemlich spät, nach dem Übergang.“
„Alles deutet darauf hin, dass die Autos davor deutlich langsamer unterwegs waren als das reguläre Boxengassentempo. Als ich die abbiegenden Autos endlich sehen konnte, war es einfach zu spät, um der #38 noch auszuweichen.“
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.







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