Am 2. April besuchte ich erstmals die VLN-Langstreckenmeisterschaft des Nürburgrings. Über 150 Fahrzeuge standen am Start des ersten Laufes der Saison 2016. Hier findet Ihr meinen persönlichen Kommentar zu meinen VLN-Debüt!

Als ich früh morgens am Ring ankam, gab es die erste Überraschung. Das Eifel-Wetter hatte seinem Namen wieder alle Ehre gemacht und Neben verhinderte den pünktlichen Start des Zeittrainings. Nach kurzer Verzögerung starteten die Fahrer jedoch in das Training.

Da ich den Eintritt von 15€ bezahlt hatte, nahm ich auf der Tribüne auf der Zielgeraden platz und beobachtete wie Fahrzeug für Fahrzeug auf die Strecke ging. Vom GT3-Boliden bis zum in die Jahre gekommenen BMW war alles dabei. Eine optisch und akustisch tolle Kulisse. Der Streckensprecher hielt die Zuschauer auf dem Laufenden, wobei er oft von den lauten Motorengeräuschen übertont wurde.

© André Wiegold

© André Wiegold

Nach der Qualifikation ging es ins Fahrerlager und in die Boxengasse. Im Eintritt ist der Zutritt bereits inklusive! Die GT3-Boliden und Fahrzeuge aus den anderen VLN-Klassen aus nächster nähe zu sehen, war wirklich toll. Da man die Boxen und die Fahrzeuge aus nächster Nähe betrachten konnte, hatte man das Gefühl, dass die VLN Motorsport zum Anfassen ist. Dass sich zum Beispiel Timo Scheider Zeit für die Fans nahm, fand ich sehr bemerkenswert.

Mit etwas Verzögerung startete die VLN-Saison 2016 in drei Gruppen in das erste Rennen. Die große Anzahl der Fahrzeuge war sehr beeindruckend und trotz des über 20 Kilometer langen Kurses, war immer eine große Anzahl an Fahrzeugen von der Tribüne aus zu sehen. In den vier Stunden sah ich viele tolle Überholmanöver, enge Zweikämpfe und ein spannendes Rennen bis zur letzten Sekunde.

© André Wiegold

© André Wiegold

Am 30. April werde ich den zweiten VLN-Lauf besuchen und freue mich auf ein ähnlich spannendes Rennen wie beim ersten Rennen der neuen Saison!

Als Neueinsteiger in die VLN gibt es jedoch auch Kritik: Da ich weder die Klassen noch die Fahrer der VLN auswendig kenne, verlor ich recht schnell den Überblick, welche Fahrzeuge im direkten Kampf um Plätze fuhren. Auf den Fahrzeugen fand ich keine Hinweise, in welcher Klasse das Fahrzeug eigentlich startet. Nachdem ich die Startnummer im Programmheft einer Klasse zugeordnet hatte, war das Fahrzeug natürlich schon längst aus der Sichtweite. Ein Klasse-Aufkleber oder verschieden Farben für Startnummern würden Anfängern den Einstieg in die VLN sicher erleichtern.

Hier findet Ihr die Bilder vom ersten Lauf der VLN!

Desweiteren ist man am Ring auf ein Gerät mit Internetverbindung angewiesen. Die fehlenden Videoleinwände für Live-Bilder oder nur einem Live-Timing machen es schwer, dem Rennen zu folgen. Durch die Boxenstopps und vielen Überrundungen habe ich schnell den Überblick verloren.

© André Wiegold

© André Wiegold

Trotzdem fand ich den Besuch der VLN sehr gelungen! Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut, vor allem wenn bedacht wird, dass die Plätze an der Nordschleife sogar kostenlos sind.