Die National-Hotrods-Klasse ist eine Tourenwagenklasse, die ihre Rennen auf asphaltierten, kleinen Ovalen austrägt. Aufgrund der sehr ähnlichen Leistung der Fahrzeuge, kommt es stets zu spannenden Rennen in der Klasse.

Die Geschichte

Die National Hotrods haben ihre Wurzeln im britischen Hednesford. In den früheren 60er-Jahren wurde das erste Rennen auf dem lokalen Ovalkurs ausgetragen. Da in Großbritannien Rechtslenker zum Einsatz kommen, wird im Uhrzeigersinn gefahren. In den Niederlanden wird jedoch gegen den Uhrzeigersinn um das Oval gedonnert, weil Linkslenker eingesetzt werden. Die Weltmeisterschaft der National Hotrods findet jährlich im englischen Ipswich statt und ist eine der größten Autospeedway-Veranstaltungen in Europa. In den Niederlanden werden die Rennen durch die NHRRG (Nederlandse Hotrods Rijders Gemeenschap) organisiert.

© Volkan Avci (leadlap.de)

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Die Strecken

Die Rennen der National Hotrods werden ausschließlich auf asphaltierten Ovalen ausgetragen. Die Kurse sind zwischen 300 und 500 Metern lang und besitzen in der Regel keine Kurvenüberhöhung (Ausnahme: Zum Beispiel Hednesford). Die niederländischen Strecken sind: Raceway Venray, Midland Circuit Lelystad und Circuit de Polderputten Ter Apel.

Die Fahrzeuge

Die Tourenwagen bestehen aus einem Rohrrahmen-Chassis und einer Kunststoff-Silhouette, die bekannten Straßenfahrzeugen nachempfunden ist. Beliebte Modelle sind zum Beispiel der Peugeot 206, Opel Corsa, Opel Tigra, BMW Z4, Ford Focus und VW Corrado. Es gibt jedoch noch weitere Modelle, die als Basis für die Karosserie dient. Angetrieben werden die Fahrzeuge durch einen Volkswagen- oder Opelmotor mit zwei Litern Hubraum. Der Antrieb leistet bis zu 240 Pferdestärken.

© Volkan Avci (leadlap.de)

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Der Modus

Die Rennen haben eine Distanz von 16 bis 30 Runden (WM-Lauf sogar 75 Runden). Je nach Wetterlage, Strecke und Rennen wird entweder stehend oder fliegend gestartet. Pro Renntag gibt es mindestens zwei Vorläufe, in denen bereits Meisterschaftspunkte gesammelt werden. Im Finale wird eine höhere Anzahl an Zählern vergeben.  In den Vorläufen bekommt der Sieger 15 Punkte. Pro Position abwärts, gibt es einen Punkt weniger. Das gleiche System kommt im Finale zum Einsatz, wobei der Sieger 25 Zähler erhält. Wie im Autospeedway üblich, müssen die besten Fahrer von den hinteren Plätzen in das Rennen starten, während die Fahrer mit der geringsten Punkteausbeute in den vorderen Startreihen stehen. In dieser Tourenwagenklasse ist Kontakt nicht erlaubt und wird gegebenenfalls von der Rennleitung bestraft.