ARCA East Series Finale in Bristol: Tristan McKee krönt sich zum Champion, Carson Brown dominiert
Beim Saisonfinale der ARCA East Series auf dem Bristol Motor Speedway dominierte Carson Brown das Rennen von der Pole-Position – Der 16-jährige Tristan McKee beendete das Rennen auf Rang zwei und krönte sich zum Champion der Serie
Mit dem Rennen der ARCA East Series in Bristol ist die Saison 2026 zu Ende gegangen. Für die Pinnacle Racing Group (PRG) hätte das Saisonfinale in Bristol kaum besser laufen können: Nachwuchstalent Tristan McKee sicherte sich nicht nur seinen ersten Meistertitel, sondern sein Teamkollege Carson Brown brachte das Auto auch noch souverän in die Victory Lane.
Für Brown war es bereits der dritte ARCA-Triumph seiner Karriere und sein Auftritt hätte nicht dominanter sein können. Von der Pole-Position gestartet, führte er jede einzelne Runde des Rennens bis zum Schwenken der Zielflagge an.
„Dieser Sieg steht ganz weit oben auf meiner Liste, um ehrlich zu sein“, resümierte Brown nach dem Rennen. „Mein Spotter Derek Kneeland hat da oben im Turm wirklich alles gegeben und war mein zweites Paar Augen. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin froh, dass ich das Auto für die Jungs in die Victory Lane bringen konnte.“

Nervenkrieg um die Meisterschaft: McKee behält die Ruhe
Während Brown an der Spitze unaufhaltsam davonzog, konzentrierte sich der frischgebackene Champion McKee auf das Wesentliche: Er musste seinen direkten Konkurrenten Max Reaves auf Distanz halten, um die Meisterschaft abzusichern. Reaves beendete das Rennen schließlich auf Rang vier – hinter Kaden Honeycutt, der selbst nur knapp den zweiten Platz verpasste. Damit platzten Reaves‘ Titelträume, während der amtierende East-Series-Champion Isaac Kitzmiller die Top 5 komplettierte.
Die Ausgangslage hätte spannender nicht sein können: Lediglich ein einziger Punkt trennte McKee vor dem Finale von Reaves. Es war das Resultat einer hart umkämpften Saison, in der die beiden Nachwuchshoffnungen vor Bristol sechs der sieben Rennen unter sich aufgeteilt hatten. Ein einziger Fehler oder ein kurzer Moment der Schwäche hätte gereicht, um McKees Meisterschaftsträume in Luft auflösen zu lassen.
Doch dem immensen Druck begegnete McKee mit genau jener ruhigen Gelassenheit, die mittlerweile zu seinem Markenzeichen geworden ist. Er beendete das „Bush’s Best 200“ auf Platz zwei. Das Ergebnis reichte für den 16-Jährigen völlig aus um sich seinen ersten Titel in der East Series zu sichern.

„Es fühlt sich großartig an, das hier erfolgreich zu Ende zu bringen“, freute sich McKee. „Es war ein enger Kampf mit Max. Zu Beginn des Rennens und auch im Training hatten wir noch Probleme. Die Fahrzeugbalance hat nicht ganz gestimmt, und wir haben uns eine Zeit lang schwergetan. Aber beim letzten Restart gegen Ende konnte ich die Außenbahn optimal nutzen und mich auf Platz zwei vorschieben. Es war definitiv ein tolles Jahr.“
Titelgewinne sind für McKee kein Neuland. Bereits im vergangenen Jahr krönte er sich zum jüngsten Champion in der Geschichte der Trans Am Series, als er die TA2-Meisterschaft gewann. Der ARCA-Titel untermauert nun eindrucksvoll seinen Status als eines der vielversprechendsten Nachwuchstalente im US-Motorsport.
Obwohl die Saison der ARCA Menards Series East nun Geschichte ist, steht in der nationalen ARCA Series noch ein letztes Rennen aus. Das große Saisonfinale findet am kommenden Freitag um 02:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf dem Kansas Speedway statt.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.







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