ARCA West: Hailie Deegan gewinnt Finale während Trevor Huddleston erneut Meister wird

ARCA West: Hailie Deegan gewinnt Finale während Trevor Huddleston erneut Meister wird
Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

Hailie Deegan sicherte sich ihren zweiten Saisonerfolg beim ARCA Series West Finale auf dem Kevin Harvick’s Kern Raceway – Trevor Huddleston krönte sich auf der Strecke seiner Eltern zum zweimaligen Meister der Serie

Hailie Deegan hat das vorzeitig abgebrochene Saisonfinale der ARCA Series West auf dem Kevin Harvick’s Kern Raceway gewonnen. Anhaltender Regen sorgte bereits nach 42 der geplanten 150 Runden für das Ende. Trevor Huddleston reichte Platz fünf, um seinen zweiten Meistertitel in Folge perfekt zu machen.

Im Qualifying musste sich Hailie Deegan noch knapp geschlagen geben: Gerade einmal sieben Tausendstelsekunden fehlten ihr auf die Pole-Zeit von Mia Lovell. Im Rennen rückte sie die Verhältnisse allerdings schnell gerade. Von der äußeren Startposition übernahm Deegan bereits in der ersten Runde die Führung und setzte sich anschließend ab.

Beim einzigen Restart des Abends konnte Lovell die Führende noch einmal unter Druck setzen. Ein Zwischenfall zwischen Sam Corry und Joey Iest unterbrach ihren Angriff jedoch. Wenige Minuten später setzte der Regen ein, der das Saisonfinale schließlich vorzeitig beendete.

„Ich habe mich nach dem Qualifying geärgert. Uns haben 0,007 Sekunden auf die Pole gefehlt. Ich habe an mir gezweifelt, aber wir konnten schnell die Führung übernehmen und uns danach absetzen“, erklärte Deegan. „Ich hatte ein richtig gutes Auto und hatte nicht das Gefühl, die Reifen zu stark zu beanspruchen. Ich hätte gerne noch mehr Runden gefahren. Es hat richtig viel Spaß gemacht, aber den Sieg nehmen wir mit.“ Für Deegan war es der zweite Erfolg innerhalb der vergangenen vier Saisonrennen.

Rennleitung wertet Finale vor der Halbzeit

Der entscheidende Regen zog in Runde 42 über die Strecke in Bakersfield. Da keine Wetterbesserung in Sicht war, entschied sich die Rennleitung in Abstimmung mit den Streckenverantwortlichen und den Übertragungspartnern gegen eine Fortsetzung.

Obwohl damit nicht einmal die Hälfte der vorgesehenen Renndistanz absolviert war, konnte das Ergebnis gewertet werden. Artikel 9-13-2.C des ARCA-Reglements erlaubt dies, wenn alle zumutbaren Versuche zur Durchführung der ausgeschriebenen Distanz ausgeschöpft wurden und eine Wiederaufnahme nicht praktikabel ist.

Hinter Deegan und Lovell fuhr Hudson Sharp bei seinem West-Series-Debüt für Nitro Motorsports auf Rang drei. Taylor Mayhew wurde Vierter vor Huddleston. Die Plätze sechs bis zehn gingen an Robbie Kennealy, Cole Denton, Tanner Huddleston, Mason Massey und Vito Cancilla.

Huddleston feiert Titelverteidigung auf familieneigener Strecke

Für Trevor Huddleston stand der Abend ganz im Zeichen der Meisterschaft. Mit zwei Siegen und insgesamt zehn Top-5-Ergebnissen sicherte er sich zum zweiten Mal hintereinander den Titel in der ARCA Series West.

Die Ausgangslage war bereits vor dem Finale eindeutig: Huddleston musste in Kern nur noch an den Start gehen, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Dass die Titelparty ausgerechnet in Kern stattfand, verlieh dem Erfolg eine besondere Note. Seine Eltern, Tim und Lisa, besitzen und betreiben die Anlage.

„Der erste Titel war großartig, der zweite ist noch besonderer“, sagte Huddleston. „Wir sind das kleine Team, das es geschafft hat. Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir es schaffen können. Alle, die hier sind, waren schon vergangenes Jahr dabei. Wir hatten nicht vor, aufzuhören. Jetzt als Meister in der Victory Lane zu stehen und das mit meiner Familie zu erleben, ist einfach großartig.“

Mit seinem zweiten Titel zieht Huddleston in der ewigen Bestenliste unter anderem mit Brendan Gaughan, Derek Thorn, Jesse Love und Sean Hingorani gleich.

Die Saison 2026 ist damit abgeschlossen. Weitere Details zum Kalender der ARCA Series West für 2027 sollen in den kommenden Wochen folgen.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.