NASCAR Euro Series expandiert nach Georgien: Rustavi-Einstand für 2027 geplant

NASCAR Euro Series expandiert nach Georgien: Rustavi-Einstand für 2027 geplant
Foto: NASCAR Euro Series

Die NASCAR Euro Series plant für den Spätherbst 2027 ein All-Star-Rennen in Georgien – Ab 2028 soll der Rustavi International Motorpark bis einschließlich 2030 auch Meisterschaftsläufe austragen

Die NASCAR Euro Series expandiert nach Georgien: 2027 soll im Spätherbst zunächst ein Einladungsrennen auf dem Rustavi International Motorpark stattfinden. Von 2028 bis 2030 sieht die Vereinbarung auch Meisterschaftsläufe auf der Strecke vor.

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung beim Saisonfinale auf dem Circuit Zolder in Belgien. An der Zusammenarbeit sind neben der Serienführung der georgische Motorsportverband GASF und staatliche Stellen beteiligt.

Für das Auftaktevent 2027 kündigt die Serie logistische Unterstützung und finanzielle Reisekostenzuschüsse für teilnehmende Teams und Fahrer an. Angaben zur Höhe der Zuschüsse enthält die Mitteilung bislang nicht. Auch das genaue Rennformat, der Zeitplan und die weiteren Veranstaltungsbedingungen sollen erst später vorgestellt werden.

Mehr als ein zusätzliches Rennen

Vorbereitet wurde die Zusammenarbeit durch einen Besuch von Seriengründer und -präsident Jerome Galpin sowie COO Anne Galpin im März 2026. Beide führten Gespräche mit georgischen Regierungsvertretern und besichtigten den Rustavi International Motorpark. 

Galpin verbindet mit der Expansion deshalb nicht nur einen zusätzlichen Austragungsort. „Unser Anspruch geht weit über ein neues Rennen hinaus: Wir wollen eine dauerhafte Präsenz für NASCAR aufbauen und die Entwicklung des Motorsports in der gesamten Region unterstützen“, erklärte der Serienpräsident. Darüber hinaus sieht er Möglichkeiten, neue Fans zu erreichen sowie zusätzliche sportliche und wirtschaftliche Perspektiven für Teams und Fahrer zu schaffen.

Die Vereinbarung knüpft an die bereits bestehende georgische Beteiligung an der Serie an. In ihrer Ankündigung verweist die NASCAR Euro Series unter anderem auf das Kolkhi Georgia Racing Team sowie Davit und Sandro Kajaia, Sandro Tavartkiladze und Mariam Davitidze. Mit Rustavi erhalten die georgischen Teilnehmer künftig die Aussicht auf ein Heimrennen.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Motorsportentwicklung in unserem Land, da Georgien einmal mehr bewiesen hat, dass es ein verlässlicher Partner für einen großen internationalen Verband ist“, sagte Sportminister Shalva Gogoladze. Dabei verwies er auch auf die Trophy-Erfolge von Tavartkiladze und Davit Kajaia in den vergangenen beiden Jahren.

Foto: NASCAR Euro Series / Nina Weinbrenner

Rustavi: Vom sowjetischen Rundkurs zum NASCAR-Austragungsort

Der Rustavi International Motorpark liegt rund 20 Kilometer von der georgischen Hauptstadt Tiflis entfernt. Die Anlage wurde 1978 offiziell eröffnet, die ersten Rennen fanden im Oktober 1979 statt. Rustavi war der dritte und letzte in der Sowjetunion errichtete permanente Rundkurs. Seine Lage bot einen Vorteil gegenüber anderen sowjetischen Rennstrecken: Das Klima ermöglichte einen ganzjährigen Betrieb.

Die ursprüngliche Hoffnung, Rustavi zu einem Motorsportzentrum zu entwickeln, erfüllte sich zunächst jedoch nicht dauerhaft. Bis 1989 fanden dort Rennen statt, anschließend verlor die Strecke ihre Bedeutung für den professionellen Motorsport. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verfiel die Anlage zunehmend.

Die Wende folgte 2009, als Unternehmer und Rennteam-Besitzer Shota Abkhazava das Gelände bei einer staatlichen Auktion erwarb. Neben Anpassungen am Streckenverlauf entstanden neue Boxenanlagen, Tribünen sowie Fahrzeug- und Fußgängertunnel. Im April 2012 wurde der modernisierte Kurs wiedereröffnet.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.