Alonso begrüßt IndyCar-Rennen in Barcelona: Palou lädt ihn direkt zum Gaststart ein

Alonso begrüßt IndyCar-Rennen in Barcelona: Palou lädt ihn direkt zum Gaststart ein
Foto: Penske Entertainment: Chris Owens

Fernando Alonso sieht das neue IndyCar-Rennen in Barcelona als Gewinn für den spanischen Motorsport – Alex Palou würde den zweimaligen Formel-1-Weltmeister bei der Premiere 2027 gern selbst im Starterfeld sehen

Fernando Alonso begrüßt die Expansion der IndyCar-Serie nach Spanien. Für den zweimaligen Formel-1-Weltmeister und Indy-500-Starter unterstreicht das Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya vor allem die Bedeutung permanenter Rennstrecken. Alex Palou verbindet mit der Premiere am 18. Juli 2027 unterdessen einen persönlichen Wunsch: Er möchte Alonso als Teilnehmer gewinnen. Eine Zusage oder eine entsprechende Startvereinbarung gibt es bislang nicht.

„Ich denke, das wird gut. Es ist natürlich ein historisches Ereignis für unser Land und für Barcelona“, erklärte Alonso am Rande des Formel-1-Wochenendes auf dem Circuit of the Americas.

Die IndyCar-Premiere fällt in ein Jahr, in dem Barcelona keinen Formel-1-Grand-Prix austrägt. Spanien bleibt mit dem Rennen in Madrid jedoch weiterhin im Kalender der Königsklasse vertreten. Für den Circuit de Barcelona-Catalunya bedeutet das IndyCar-Gastspiel damit eine zusätzliche internationale Veranstaltung in einem Jahr ohne eigenen Formel-1-Lauf.

Alonso: „Wir können ohne Barcelona nicht auskommen“

Alonso sieht den Wert der Strecke allerdings nicht allein in ihren großen Rennveranstaltungen. Entscheidend sei auch die Möglichkeit, die Anlage unabhängig von einem einzelnen Rennwochenende für Tests und die Ausbildung junger Fahrer zu nutzen.

„Das ist der Vorteil einer permanenten Rennstrecke: Man hat die Möglichkeit, an jedem Tag des Jahres zu testen, aber auch unterschiedliche Rennen auszutragen“, erklärte der Spanier. Darin liege aus seiner Sicht der größte Vorteil gegenüber Stadtkursen.

Gerade für den spanischen Motorsport sei diese Infrastruktur unverzichtbar. Alonso verwies dabei auf Nachwuchskategorien wie die Formula Regional, die Formel 3 und die Moto3 sowie auf Fahrer, die erstmals ein neues Fahrzeug testen.

„Deshalb ist Barcelona für den Motorsport in Spanien so wichtig. Wir können ohne Barcelona nicht auskommen“, betonte er. „Man braucht eine Strecke, auf die man fahren kann. Mit der IndyCar haben wir nun ein weiteres Beispiel dafür, wie viel Glück wir haben.“

Palou wünscht sich Alonso im Starterfeld

Während Alonso den neuen Lauf begrüßt, würde Palou ihn bei der Premiere am liebsten selbst auf der Strecke sehen. Auf die Frage nach einem möglichen prominenten Gastfahrer fiel seine Wahl eindeutig auf seinen Landsmann.

„Ich würde zu 100 Prozent Fernando nominieren“, sagte Palou. „Er ist das Indy 500 gefahren. Er würde hervorragend passen, und er ist an diesem Wochenende verfügbar. Das ist also meine Einladung an ihn.“

Palous Vorstoß ist zunächst ein persönlicher Wunsch, keine Ankündigung eines Gaststarts. Auch IndyCar-Präsident Doug Boles bestätigte lediglich, dass die grundsätzliche Idee eines prominenten Gastfahrers innerhalb der Serie angesprochen worden sei.

Das Starterlimit erfordert eine Lösung

Die größte organisatorische Hürde ist das derzeitige Startplatzmodell. Außerhalb des Indy 500 sind nach der geltenden Charterregelung nur die 25 Charter-Einträge zugelassen. Für Alonso müsste deshalb entweder ein regulärer Fahrer seinen Platz abgeben oder die Serie eine Ausnahme für ein zusätzliches Auto ermöglichen.

„Derzeit planen wir im kommenden Jahr bei jedem Rennen mit 25 Autos, mit Ausnahme des Indianapolis 500“, erklärte Boles. Dort bleibt es beim regulären Starterfeld von 33 Fahrzeugen, für das sich gegebenenfalls weitere Teilnehmer zu qualifizieren versuchen.

Eine Gastlösung für Barcelona schließt der IndyCar-Präsident dennoch nicht grundsätzlich aus. Die Idee sei auf dem Radar der Serie, bringe aber Herausforderungen mit sich. Bis zum Rennen im Juli 2027 wolle man sich weiter damit beschäftigen.

Damit bleibt Palous Einladung vorerst offen: Alonso unterstützt das neue Rennen – ob er bei der Premiere auch selbst am Steuer sitzt, ist eine andere Frage. Ein Gaststart ist bislang weder beschlossen noch durch eine Ausnahme vom Starterlimit ermöglicht worden.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.