Bitteres Wochenende für Lessard in Valencia: So gingen die Siege an Thomas Toffel

Bitteres Wochenende für Lessard in Valencia: So gingen die Siege an Thomas Toffel
Foto: NASCAR Euro Series / Nina Weinbrenner

Thomas Toffel gewann beide Läufe der NASCAR Euro Series OPEN beim Saisonauftakt in Valencia aufgrund der technischen Probleme und Zeitstrafen von Raphael Lessard – Der Schweizer nutzte die Schwächen des Kanadiers konsequent aus und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung

Das Eröffnungsrennen der OPEN-Klasse der NASCAR Euro Series in Valencia war Fluch und Segen zugleich – je nachdem, welcher Fahrer gefragt wird. Thomas Toffel setzte sich beim Saisonauftakt in Spanien an beiden Renntagen durch und sicherte sich damit bereits zu Beginn einen beachtlichen Vorsprung in der Gesamtwertung.

Hier geht es zu den Rennen von Samstag und Sonntag

Der Schweizer profitierte dabei am gesamten Wochenende vom Pech des Alumitech-Racing-Neuzugangs Raphael Lessard. Der Kanadier hatte in beiden Läufen das Potenzial zum Sieg, verlor den ersten Platz jedoch aufgrund technischer Probleme, während der lauernde Toffel beide Male zur Stelle war und die Siege einstrich.

Foto: NASCAR Euro Series / Nina Weinbrenner

„Ich fühle mich großartig! Das war das perfekte Wochenende für die OPEN-Division“, sagte Toffel in der Victory Lane. „Eigentlich wäre ich lieber als Zweiter ins Ziel gekommen und er hätte gewinnen sollen, denn Lessard war einfach schneller. Seine Pace war besser, also müssen wir uns noch steigern. Gegen Ende habe ich viel Traktion verloren, was es schwierig machte, vor Dombrowski und Linster zu bleiben. Aber am Ende sind die Regeln eben die Regeln. Es war erst Lessards zweites Wochenende in der Euro-NASCAR; ich hatte zu Beginn meiner Karriere die gleichen Probleme, deshalb bin ich sicher, dass er im Rest der Saison ganz vorne mitmischen wird.“

Im ersten Rennen wurde Lessard fünf Runden vor der Zielflagge langsamer, woraufhin Toffel die Führung übernahm. Der Sonntag verlief für den Newcomer kaum besser: Während einer Gelbphase überschritt der Alumitech-Pilot die erlaubte Geschwindigkeit. Die daraus resultierende 10-Sekunden-Zeitstrafe warf ihn am Ende auf Rang fünf zurück, obwohl er als Erster die Ziellinie überquert hatte.

Foto: NASCAR Euro Series / Nina Weinbrenner

Claudio Cappelli, der es bereits am Samstag auf das Podium geschafft hatte, sicherte sich am Sonntag den Sieg in der Legend Trophy. Er lieferte sich einen harten Kampf mit Kenko Miura, der in dieser Wertung Platz zwei belegte und das Rennen auf dem sechsten Gesamtrang beendete. Miura sicherte sich jedoch nicht nur den zweiten Platz in der Legend Trophy: Der Japaner holte sich zudem die Bonuspunkte für die meisten gewonnenen Positionen, nachdem er von Startplatz 21 ins Rennen gegangen war.

In der Lady Trophy überzeugte Beitske Visser mit einem – im wahrsten Sinne des Wortes – starken Auftaktwochenende, wenn man bedenkt, dass die Pilotin zuvor lediglich einen Test und einen Trackday in Meppen absolviert hatte. Trotz eines Ausfalls der Servolenkung am Samstag erkämpfte sich die Niederländerin ein Top-15-Ergebnis.

Am Sonntag sicherte sich die Neuzugängin den zehnten Platz und damit die Lady Trophy vor Vanessa Neumann. Letztere hatte das Samstagsrennen in der Frauen-Wertung gewonnen und bei ihrem Debüt in der Startnummer 30 von Rette Jones Racing mit Rang 8 ein persönliches Bestergebnis erzielt.

Nach dem Eröffnungswochenende reist Toffel mit einem Vorsprung von 80 Punkten ab. Dahinter folgen Linster und der Führende der Legend Trophy, Cappelli, mit 69 Zählern. Tziortzis und de Groot belegen die Plätze vier und fünf, direkt vor Lessard. Dieser wird beim nächsten Lauf am 23. Mai auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich versuchen, die verlorenen Punkte wieder gutzumachen.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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