Die „Smoke.Show“ geht weiter: NASCAR-Legende Tony Stewart startet für Kaulig Racing in Talladega
NASCAR-Legende Tony Stewart kehrt noch in dieser Saison hinter das Steuer eines Trucks zurück – Auf dem berüchtigten Superspeedway von Talladega wird der dreimalige Cup-Champion erneut den Ram von Kaulig Racing pilotieren
NASCAR-Hall-of-Famer Tony Stewart kehrt für ein weiteres Gastspiel in die NASCAR Craftsman Truck Series zurück: Der dreimalige Cup-Champion wird auf dem berüchtigten Talladega Superspeedway abermals für Kaulig Racing antreten. Das Team bestätigte am Donnerstag offiziell das Comeback des 53-Jährigen im Ram 1500 mit der Startnummer 25. Damit greift eine der schillerndsten Figuren des US-Motorsports nach dem Auftakt in Daytona zum zweiten Mal in diesem Jahr in der dritten NASCAR-Liga ins Lenkrad.
Für Kaulig Racing fungiert die Startnummer 25 in dieser Saison als sogenannter „Free-Agent-Truck“, auf dem sich verschiedene Fahrer abwechseln. Stewart hatte das Programm bereits im Februar beim traditionsreichen Saisonauftakt auf dem Daytona International Speedway eingeweiht. Nun wartet mit dem 2,66 Meilen langen Tri-Oval in Alabama das nächste Himmelfahrtskommando im engen Windschatten-Paket.

„Wann immer du die Chance bekommst, in einen Ram-Truck zu steigen und auf einer Strecke wie Talladega Rennen zu fahren, ergreifst du sie sofort“, erklärt Stewart seinen Entschluss. „Daytona im Februar war ein Riesenspaß, aber bei diesem Trip geht es vor allem darum, Freude zu haben und gleichzeitig Kaulig Racing dabei zu helfen, Daten und Wissen für die Superspeedways aufzubauen.“
Tatsächlich hat der Routinier eine klare Mission für den Hersteller im Visier: „Ram hat enorm viel Herzblut in dieses NASCAR-Projekt gesteckt. Wenn meine Erfahrung dem Team dabei hilft, das Windschatten-Paket zu verfeinern und die Lernkurve zu beschleunigen, haben am Ende alle gewonnen.“
Dass Stewart nach wie vor kein Risiko scheut, bewies er bereits im Februar. Sein Auftritt in Daytona endete nach 39 Runden vorzeitig in einem heftigen Crash – es war sein allererstes nationales NASCAR-Rennen seit seinem offiziellen Rücktritt im Jahr 2016. Abseits seiner gelegentlichen Stockcar-Abstecher geht der Publikumsliebling inzwischen hauptberuflich auf der Viertelmeile der NHRA im Top-Fuel-Dragster auf Zeitenjagd.
Auch auf den steilen Kurven von Talladega blickt Stewart auf glorreiche Tage zurück. In seiner langen Karriere feierte er auf dem Superspeedway zwei Triumphe, darunter einen Erfolg in der O’Reilly-Auto-Parts-Serie im Frühjahr 2008 sowie einen Cup-Sieg im Herbst desselben Jahres. Damals sicherte er sich den Pokal auf kuriose Art und Weise, als der vor ihm über die Ziellinie fahrende Regan Smith wegen eines illegalen Überholmanövers unterhalb der gelben Linie bestraft wurde.
Trotz all dieser Triumphe betritt der Champion in Alabama Neuland: Es wird das erste Mal in seiner Karriere sein, dass er ein Truck-Series-Rennen in Talladega bestreitet.
Auf Seiten der Teamführung und des Herstellers ist die Begeisterung über die prominente Verstärkung ungebrochen. „Tony in Talladega wieder hinter das Steuer des Ram 1500 zu holen, entfacht eine unglaubliche Energie in unserem gesamten Team und bei den NASCAR-Fans weltweit“, betont Tim Kuniskis von Stellantis.
Genau das sei schließlich der Kern des Projekts: „Darum geht es in unserem Free-Agent-Programm. Wir haben es ins Leben gerufen, um gestandene Größen in die Ram-Trucks zu setzen, ans Limit zu gehen, echtes Feedback zu sammeln und den Fans die Show zu liefern, für die sie hergekommen sind.“
Für Kuniskis steht fest, was die Zuschauer am Renntag erwartet: „Tony ist ein Hall-of-Famer und durch und durch ein Vollblut-Rennfahrer. ‚Smoke‘ wieder auf den Steilkurven von NASCARs größter Strecke zu sehen, wird ein echtes Spektakel.“
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.







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