Dominique Schaak: Darum ist mit dem Deutschen „in der Master Trophy zu rechnen“
Dominique Schaak zeigte beim Auftakt der NASCAR Euro Series 2026 in Valencia sein wahres Potenzial – Obwohl die Technik ihm einen Strich durch die Rechnung machte, hält er die zwei Rennen für eine Kampfansage
„Ich bin natürlich mega glücklich, dass wir über das ganze Wochenende gesehen haben, dass bei mir der Speed und die Pace da ist, um konstant in die Top 10 und auch um den Master-Trophy-Titel zu fahren“, sagt Dominique Schaak gegenüber Leadlap.de nach dem Auftakt der NASCAR Euro Series 2026 auf dem Circuit Ricardo Tormo in Spanien. Der Deutsche hatte zwar mit technischen Problemen zu kämpfen, dennoch sieht er großes Potenzial im #99 Chevrolet von BS+BREMOTION.
„Ich wäre im ersten Rennen ohne Defekt Master-Trophy-Sieger gewesen und im zweiten Lauf wäre ich auf Platz zwei gelandet, wenn ich keinen Reifenschaden gehabt hätte. Das zeigt schon, dass in der Master-Wertung mit mir zu rechnen ist.“ Schaak kratzte im ersten Rennen an einem Top-10-Ergebnis und war auch am Sonntag auf dem Weg, viele Punkte einzusammeln.
„Ich hatte in Valencia einfach extrem viel Pech“, so sein Fazit. Er führt aus: „Im Qualifying konnte ich nicht teilnehmen, weil der Zündverteiler defekt war – somit letzte Startposition. Im Rennen habe ich mich dann bis auf Platz acht vorgekämpft. Ich war eigentlich total glücklich, aber dann erlitt das Auto im ersten Rennen leider Gottes auf Platz acht liegend einen Achsschenkelbruch. Ich habe in einer langsamen Kurve nach rechts eingelenkt und auf einmal fuhr das Auto geradeaus. Dann musste ich das Rennen in der Box beenden.“

„Das war sehr ärgerlich, aber die Hoffnung lag dann auf Rennen zwei“, so Schaak weiter. „Auch da hatte ich wieder ein sehr gutes Rennen und habe viele Positionen gewonnen. Zum Zeitpunkt, als ich den Reifenschaden erlitten habe, lag ich auf Platz elf. Wir wissen nicht genau, woher der Schaden kam. Ich hatte ein Überholmanöver mit Maxime Van Lare und dabei eine Berührung, aber ob das dazu geführt hat – keine Ahnung. Es kann auch sein, dass wir uns irgendwo ein Trümmerteil eingefahren haben.“
„Es ist sehr ärgerlich, weil das Endergebnis nicht das widerspiegelt, was wir auf der Rennstrecke gezeigt haben“, ärgert sich Schaak nach einem Auftakt mit Höhen und Tiefen. „In den Freien Trainings waren wir in den Top 10, im Rennen war der Speed für die Top 10 da und in der Master Trophy wäre es Platz eins und zwei gewesen. Ich wurde leider von der Technik ausgebremst.“
Aufgeben ist für Schaak keine Option, denn dass BS+BREMOTION schnelle Autos auf den Asphalt bringen kann, zeigte sein Teamkollege Garrett Lowe in der V8GP-Meisterschaft, in der der Amerikaner zweimal in die Top 10 gelangte und am Sonntag sogar um den Sieg kämpfte – es reichte am Ende für Lowe für Rang zwei.
Schaak will daher das Positive aus Spanien mit nach Frankreich nehmen: „Von daher war es eher Schadensbegrenzung, lässt aber natürlich für die Saison hoffen. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass die richtigen Ergebnisse kommen und wir uns belohnen werden.“
„Das war einfach ein vom Technikteufel geprägtes Wochenende. Aber das Ziel ist ganz klar: Master-Champion werden und die Teammeisterschaft mit Garrett gewinnen. Wir haben gesehen, dass das möglich ist. Man sollte mich dieses Jahr auf dem Zettel haben. Ich bin dem Team mega dankbar, dass sie alles gegeben haben. Wir werden uns belohnen, das kann ich schon mal vorausschauend sagen.“
Schaak liegt nach den ersten zwei Rennen der Saison 2026 auf Platz 15 der Gesamtwertung und Rang zwei im Master-Trophy-Klassement hinter van Laere. Der Abstand auf den Führenden der Sonderwertung beträgt vor den zwei Rennen in Le Castellet nur 13 Punkte. Der nächste Lauf der NASCAR Euro Series findet am 23. und 24. Mai auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich statt.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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