Pure Dominanz in Pocono: Gio Ruggiero gewinnt ARCA-Rennen auf dem Tricky-Triangle
Bei der ARCA Series in Pocono feierte Gio Ruggiero nach einer absoluten Dominanz seinen vierten Saisonsieg – Der Joe-Gibbs-Racing-Pilot bezwang die Konkurrenz auf dem Tricky-Triangle mühelos
Dominante Fahrer gibt es in den Nachwuchsserien der NASCAR immer wieder. Waren es 2025 noch Connor Zilisch und Corey Heim in der O’Reilly bzw. der Truck Series, so dominiert in diesem Jahr Gio Ruggiero die ARCA Series wie kein Zweiter. Mit seinem Erfolg in Pocono sicherte sich Ruggiero seinen zweiten Sieg in Folge und den vierten Triumph in seinem fünften Saisonrennen 2026 – er spult ein Teilzeitprogramm ab, für die Serie war es bereits der achte Lauf.
„Ich dachte, wir waren im Training gut, aber ich hätte nicht erwartet, dass wir so schnell sein würden“, sagte Ruggiero. „Das war definitiv pure Dominanz – nicht von mir, sondern von der gesamten Crew der Nummer 18. Jeder bei Joe Gibbs Racing arbeitet unglaublich hart, und ich bin einfach stolz, Teil dieser Truppe zu sein.“
„Es wäre absolut cool, wenn JGR das gesamte Wochenende sweepen könnte – und ich durfte derjenige sein, der den Grundstein dafür legt.“
Sein Sieg in Pocono unterschied sich allerdings deutlich von den zwei vorangegangenen Erfolgen. Bei den Rennen in Michigan und Kansas schnappte sich Ruggiero die Siege erst in der finalen Rennphase, während der 19-jährige Joe-Gibbs-Racing-Pilot das Geschehen auf dem Tricky-Triangle dieses Mal nach Belieben beherrschte.
In den Bergen von Pennsylvania übernahm er bereits in Runde 8 die Spitze. Das einzige Mal, dass Ruggiero die Führung danach abgeben musste, war, als Ryan Vargas während einer Gelbphase mitten im Rennen antizyklisch auf der Strecke blieb und so Platz eins erbte.
Beim anschließenden Restart machte Ruggiero jedoch kurzen Prozess mit Vargas, geriet für den Rest des Nachmittags in keinerlei Bedrängnis mehr und fuhr einen komfortablen Sieg nach Hause.
Seinen Triumph widmete er dem ehemaligen Joe-Gibbs-Piloten Kyle Busch, indem er dessen berühmten Signature-Move – den „Bow“ vor den Tribünen – zeigte.
Ruggieros Erfolg war zudem der dritte Sieg für das ARCA-Programm von Gibbs in Pocono. Riley Herbst holte 2017 den ersten Erfolg für das Team auf diesem Kurs, während Ty Gibbs im Jahr 2020 ebenfalls in der Startnummer 18 triumphierte.
Hinter ihm zeigte Gavan Boschele eine sensationelle Aufholjagd: Trotz eines frühen Reifenschadens kämpfte er sich auf den zweiten Platz vor, nachdem er den drittplatzierten Carson Brown in der allerletzten Runde noch überholen konnte. Der Führende der ARCA-Gesamtwertung, Jake Bollman, landete auf Rang vier.
Auf dem fünften Platz fand sich Pole-Setterin Lanie Buice wieder. Sie ist damit erst die siebte Frau in der Geschichte der Serie, der es gelang, von Startplatz eins ins Rennen zu gehen.
Am kommenden Wochenende kehrt die ARCA Menards Series auf einen Short-Track zurück – dann gastiert die Serie auf dem Berlin Raceway in Marne, Michigan.
Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.
Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal
(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)
Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





