Heimsieg in der NASCAR Euro Series: Jouffreau dominiert V8GP-Rennen in Frankreich
Beim zweiten Lauf der NASCAR Euro Series in Le Castellet feierte Paul Jouffreau einen dominanten Heimsieg – Nach harter Arbeit mit dem Team triumphierte der Franzose auf dem Circuit Paul Ricard
Das Abschlussrennen der NASCAR Euro Series in Le Castellet auf dem Circuit Paul Ricard krönte das Wochenende mit einem Heimsieger. Paul Jouffreau gewann den zweiten Wochenendlauf der V8GP-Division und sicherte sich den Triumph nach 13 dominanten Runden auf dem 5,8 Kilometer langen Kurs.
„Ich kann meine Gefühle im Moment gar nicht in Worte fassen!“, jubelte Jouffreau in der Victory-Lane, der am Vortag nach einem Kontakt mit Thomas Krasonis noch bestraft worden war. „Gestern war ich extrem fokussiert, aber vielleicht einen Tick zu ambitioniert. Wir haben uns im Team zusammengesetzt – ich nahm die Verantwortung auf meine Kappe und wir haben hart an uns gearbeitet, um uns zu verbessern.“
„Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs von RDV, sie haben einen Wahnsinnsjob gemacht. In der vergangenen Nacht haben sie gerade mal sieben Stunden geschlafen, in der Nacht davor nicht ein einziges Auge zugetan. Sie sind einfach fantastisch, sie haben sich für mich und Florian [Richard] regelrecht zerrissen. Dafür bin ich unendlich dankbar.“

Jouffreau sicherte sich zudem die Junior Trophy für Fahrer bis 25 Jahre, während Krasonis hier den zweiten Platz belegte. Der Kampf um den letzten Platz auf dem Gesamtpodium blieb bis zur buchstäblich letzten Sekunde spannend: Jordan O’Brien wartete bis zur Schlussrunde, um das entscheidende Manöver gegen Vittorio Ghirelli zu setzen. Damit holte O’Brien an seinem erst zweiten V8GP-Wochenende direkt ein Doppelpodium.
Gianmarco Ercoli überquerte die Ziellinie knapp vor seinem Alumitec-Racing-Teamkollegen Nelson Piquet Jr. und sicherte sich eine enorm wichtige Top-5-Platzierung. Mit einer starken Aufholjagd schnappte sich Ercoli obendrein die Bonuspunkte für die meisten gewonnenen Positionen: Der Fahrer des Ford Mustangs mit der Startnummer 11 musste das Rennen nach einem frühen Ausfall am Vortag von Platz 20 in Angriff nehmen.
Fabrizio Armetta wurde als Siebter gewertet. Der Italiener hatte eine Strafe kassiert, da es bei einem Überholmanöver zu einer Berührung mit einem Konkurrenten gekommen war.
Davit Kajaia entschied auf Rang acht den Kampf um die Challenger Trophy für sich und setzte seinem Wochenende damit die Krone auf, nachdem der Georgier bereits am Samstag mit Platz sechs das beste Ergebnis seiner bisherigen Karriere eingefahren hatte.

Martin Doubek und Vladimiros Tziortzis komplettierten die Top 10 vor Vinnie Meskelis, der neben Jouffreau und Krasonis als Dritter auf das Podium der Junior Trophy kletterte.
Ghirelli verpasste in Lauf 4 zwar das Treppchen, doch dank seines Sieges in Lauf 3 bleibt der Star von PK Carsport in der Gesamtwertung weiterhin vorn. Mit 147 Punkten behauptete Ghirelli einen Vorsprung von 24 Zählern auf Lowe, während O’Brien nur weitere drei Punkte hinter dem Führenden der Junior-Trophy-Gesamtwertung lauert. Jouffreau und Ercoli liegen mit jeweils 115 Punkten gleichauf, nachdem beide nun jeweils einen Saisonsieg auf dem Konto haben.
Das Rennwochenende in Frankreich ist damit beendet, doch Fahrer und Teams haben nicht viel Zeit zur Erholung. In knapp zwei Wochen steht schon die nächste Runde an. Der NASCAR-GP von Großbritannien in Brands Hatch, die Heimat des legendären American SpeedFest, heißt die Piloten der NASCAR Euro Series am 6. und 7. Juni wieder in ihren Autos willkommen.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





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